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Mitarbeitergespräche wirksam führen

Joerg Rofeld Picture-Factory-Fotolia.com

Expertinnen und Experten sind sich schon lange einig, eines der wichtigsten Führungsinstrumente ist das Mitarbeitergespräch. Es beinhaltet in vielen Fällen die Beurteilung von Leistung und Verhalten im Sinne eines Rückblicks und schafft Perspektiven für die Zukunft, z. B. durch Zielvereinbarungen oder Verabredungen zur Personalentwicklung.

Leitfaden: Was ist bei der Durchführung von Mitarbeitergesprächen zu beachten?

Mitarbeitergespräche gliedern sich in die Vorbereitungs-, die Durchführungs- und die Nachbereitungsphase des Mitarbeitergesprächs. Für alle drei Phasen sollte ausreichend Zeit eingeräumt werden.

Für die Phase der Vorbereitung sind wichtig:

  • Frühzeitige Einladung des Mitarbeitenden und Information über die zu besprechenden Inhalte, um den Mitarbeitenden die Möglichkeit der Vorbereitung einzuräumen
  • Beschaffung eines geeigneten Raums zur Durchführung des Gesprächs, der ein ungestörtes Gespräch ermöglicht
  • Planung eines ausreichenden Zeitbudgets
  • Beschaffung von Informationen entsprechend des Gesprächstyps (Zahlen. Daten und Fakten)
  • Formulierung von Fragen ggf. anhand des Gesprächsleitfadens

Tipp: Bitten Sie den jeweiligen Gesprächspartner/die jeweilige Gesprächspartnerin sich ausreichend auf das Gespräch vorzubereiten und eigene Fragen zu formulieren.

Während des Gesprächs sollten Sie darauf achten, dass:

  • Sie eine angenehme Gesprächsatmosphäre schaffen,
  • Ziele und Inhalte des Mitarbeitergesprächs zu Beginn geklärt werden,
  • Sie nicht einen Monolog führen, sondern die Gesprächspartner/innen ausreichend zu Wort kommen,
  • Sie aktiv zuhören und dem/die Gesprächspartner/in ausreichend Aufmerksamkeit schenken,
  • Störungen vermieden werden (kein Handy, nicht permanent auf die Uhr schauen),
  • die wichtigsten Gesprächsinhalte dokumentiert werden und
  • am Abschluss klare Festlegungen und Vereinbarungen getroffen werden, die realistisch sind.

In der Nachbereitung des Gesprächs ist es wichtig, dass:

  • Sie selbst den Gesprächsverlauf reflektieren und bei zukünftigen Gesprächen ggf. Anpassungen vornehmen
  • Sie den Gesprächspartnern/innen ein Protokoll mit den Vereinbarungen zur Verfügung stellen und
  • Sie die Mitarbeiterin bzw. den Mitarbeiter aktiv bei der Umsetzung der Vereinbarungen unterstützen

Nebn diesen Informationen möchten wir Ihnen weitere Anregungen für die Einführung und Umsetzung von Mitarbeitergesprächen geben. Wenn Sie sich speziell für Konfliktgespräche interessieren, finden Sie vielfältige Informationen auf der Themenseite hier auf www.perwiss.de. Weiterführende Informationen zu Mitarbeitergesprächen finden Sie in den Bereichen Tools, Literatur und natürlich in der ausführlichen Linksammlung.

Der Beck kompakt-Autor Christian Schmid-Egger äußert sich zu typischen Fehlern in Mitarbeitergesprächen und nennt Strategien, um diesen entgegen zu wirken.

Buchempfehlung der PERWISS-Redaktion

Leitfaden für erfolgreiche MitarbeitergesprächeDer „Leitfaden für erfolgreiche Mitarbeitergespräche und Mitarbeiterbeurteilungen“ von Marco DeMicheli, der im Jahr 2015 erschienen ist, beinhaltet eine große Anzahl von Mustergesprächen zu zeitgemäßen Themen wie zum Beispiel Motivationsgespräche, Projektgratulation, Internetmissbrauch oder Burn-out. Zu jedem Thema findet der Leser reichlich Wissen, Formulierungsideen und Tipps für die eigene Umsetzung. Das Buch hilft aber auch, in heiklen Situationen professionell zu argumentieren.

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Welche Arten von Mitarbeitergesprächen gibt es und wie lassen sich diese unterscheiden?

Mitarbeitergespräche lassen sich in erster Linie durch die dahinter stehende Absicht bzw. den Zweck des Gespräches definieren. 

Arten von Mitarbeitergesprächen

Im folgenden finden Sie von A wie Anerkennungsgespräch bis Z wie Zielvereinbarungsgespräch eine Reihe von Gesprächsarten alphabetisch aufgelistet.

Anerkennungsgespräch

Wenn der Anlass dazu gegeben ist, dann sollten Sie auch Beschäftigte loben. Verfahren Sie nicht nach der Devise „Nicht getadelt, ist genug gelobt!“ Anerkennungsgespräche bieten die Möglichkeit, besonderes Verhalten oder besondere Leistungen ausdrücklich zu würdigen.
Tipp: Durch gezieltes Lob, fühlen sich Ihre Mitarbeitenden wertgeschätzt. Sie verstärken positives Verhalten und herausragende Leistungen.

Beurteilungsgespräch

Beurteilungsgespräche ermöglichen die Selbst- und Fremdeinschätzung des Verhaltens und der Leistung eines Beschäftigten in einer bestimmten Periode. Die Beurteilung sollte an möglichst objektiven Kriterien erfolgen. Aus der Beurteilung einer zurückliegenden Periode werden im Beurteilungsgespräch Maßnahmen für die kommende Periode abgeleitet.
Tipp: Informieren Sie sich über mögliche Beurteilungsfehler und versuchen Sie, diese zielgerichtet zu reduzieren.

Delegationsgespräch

Das Delegationsgespräch dient dazu, Beschäftigte mit dem nötigen Wissen auszustatten, um eigene Befugnisse, Verantwortungen und Aufgaben an diese weitergeben zu können.

Informations- bzw. Beratungsgespräch

Dieses Gespräch wird durchgeführt, um umfassende und qualitativ hochwertige Informationen von Mitarbeitenden, die als Grundlage für eine Entscheidungsfindung benötigt werden, zu erhalten.
Tipp: Hören Sie Ihrem Gegenüber genau zu und stellen Sie alle Fragen, die Sie für notwendig halten.

Kritikgespräch

Sind Sie aus objektiven Gründen mit der Leistung eines Mitarbeitenden nicht zufrieden oder ein hat Mitarbeitender Erwartungen nicht wie besprochen erfüllt, kann ein Kritikgespräch geführt werden. Kritikgespräche dienen der Korrektur von falschem bzw. fehlerhaftem Verhalten. Sie sollten sehr nah an dem Zeitpunkt des beobachteten Fehlverhaltens liegen.
Tipp: Äußern Sie die Kritik nur unter vier Augen und nicht vor anderen Kolleginnen und Kollegen.

Konfliktgespräch

Verschiedene bereits bestehende oder latent vorhandene Konflikte werden zunächst analysiert und dann einer möglichst konstruktiven Lösung zugeführt. Sind alle Konfliktparteien am Gespräch beteiligt, sollte die Führungskraft als neutraler Moderator oder Mediator auftreten.
Tipp: Ergreifen Sie in Konfliktgesprächen nicht Partei.

Mitarbeiterjahresgespräch

Diese Art von Mitarbeitergesprächen umfasst viele Themenbereiche und dient dazu, ein Fazit zu ziehen und die nächste Periode zu planen sowie konkrete Umsetzungsvereinbarungen zu treffen. Halbjahresgespräche sind für diesen Zweck ebenfalls geeignet. Inhalte von Mitarbeiterjahresgesprächen können Zielvereinbarungsprozesse, Beurteilungen, Personalentwicklungsmaßnahmen oder allgemeine Maßnahmen zur Verbesserung der Zusammenarbeit sein.
Tipp: Setzen Sie für Mitarbeiterjahresgespräche einen Leitfaden ein.

Mitteilungsgespräch

Mitteilungsgespräche dienen dazu, bereits getroffene Entscheidungen zu kommunizieren. Die Entscheidungen stehen hierbei nicht zur Debatte.
Tipp: Geben Sie Ihren Mitarbeitenden Zeit, auf die Mitteilung zu reagieren und ggf. Anmerkungen zu äußern.

Rückkehrgespräche

Rückkehrgespräche dienen der gezielten Wiedereingliederung nach längerer Krankheit. Eine andere kontrovers diskutierte Form von Rückkehrgesprächen zielt auf die Reduktion von Fehlzeiten und der Senkung der Krankheitsquote ab.

Überzeugungsgespräch

Das Überzeugungsgespräch dient dazu, Mitarbeitenden für eine Meinung zu gewinnen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man nicht offen für andere Meinungen sein kann oder sich ggf. sogar selbst von anderen Meinungen überzeugen lassen kann.
Tipp: In der Regel ist diese Art von Gesprächen verhältnismäßig kurz. Nutzen Sie die Zeit, um die Einwände Ihres Gegenübers in sinnvolle eigene Argumente umzuwandeln.

Zielvereinbarungsgespräch

Diese Art von Gespräch ist dafür bestimmt, auf der einen Seite den Erfüllungsgrad bereits vereinbarter Ziele zu überprüfen und andererseits mittel- oder langfristige Ziele mit Beschäftigten zu vereinbaren, die sowohl der Erreichung der Unternehmensziele als auch der persönlichen Weiterentwicklung der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters dienen.
Tipp: Nutzen Sie für Zielvereinbarungsgespräche die SMART-Regel.

Welche Effekte bringen Mitarbeitergespräche?

Professionell durchgeführte Mitarbeitergespräche weisen ein positives Aufwands-Nutzen-Verhältnis auf. Sie erleichtern trotz des zeitlichen Aufwands die Führungsarbeit maßgeblich.

KonfliktbewältigungWertschätzungGezielte KritikLernquelle
MAgespräch2dp@pic - Fotolia Mitarbeitergespräche bieten die Möglichkeit, offene oder latente Konflikte zeitnah zu thematisieren und die Konfliktbewältigung in Gang zu setzen. Sie dienen somit der Reduktion von Konfliktkosten durch die frühzeitige Vermeidung einer Konflikteskalation.
Mitarbeitergespräche sind eine besondere Möglichkeit, den Beschäftigten persönliche Wertschätzung entgegen zu bringen. Sie tragen somit zur Motivation und Mitarbeiterbindung bei.
Mitarbeitergespräche bieten einen formellen, geschützten Rahmen, um Fehlverhalten zu thematisieren und positives Verhalten anzuerkennen.

Mitarbeitergespräche ermöglichen den gezielten Blick in die Vergangenheit. Aufbauend darauf kann eine systematische Ableitung von Maßnahmen für die Zukunft erfolgen, an der sowohl die Führungskraft als auch die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter mitwirken. Damit erhöht sich die Akzeptanz der Einschätzung bzw. Beurteilung der Vergangenheit genauso wie die für die Zukunft vereinbarten Maßnahmen und Ziele.
Mitarbeitergespräche sind sowohl für die Führungskraft als auch die Beschäftigten die Chance, das eigene Verhalten bzw. die eigene Leistung gezielt zu reflektieren. Damit bieten diese die Möglichkeit, nicht erwünschtes Verhalten zu korrigieren und positives Verhalten beizubehalten oder sogar zu verstärken.

Anlassbezogenes und institutionalisiertes Mitarbeitergespräch: Wo liegt der Unterschied?

Mitarbeitergespräche lassen sich in anlassbezogene und institutionalisierte Gespräche unterscheiden.

Anlassbezogene MitarbeitergesprächeInstitutionalisierte Mitarbeitergespräche

MAgespräch1Monkey BusinessAnlassbezogene Mitarbeitergespräche stehen in Bezug zu einem aktuellen Ereignis. Sie können sowohl durch eine Führungskraft als auch durch einen Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin initiiert werden.

Zu möglichen Anlässen gehören:

  • Notwendige, regelnde Eingriffe in Arbeitsabläufe
  • Veränderungen in der Arbeitsgrundlage
  • Fehlverhalten von Beschäftigten oder Nichteinhalten von Bestimmungen
  • Besonders schlechte oder besonders herausragende Leistungen von Beschäftigten
  • Optimierung von Arbeitsergebnissen
  • Plötzlich auftretende Konflikte
  • Auftreten von Arbeitsunfällen
  • Häufige oder längere Krankheit von Beschäftigten

Beispiele für anlassbezogene Mitarbeitergespräche sind:

Institutionalisierte Mitarbeitergespräche beziehen sich in der Regel auf die Betrachtung eines längeren zurückliegenden Zeitraums (z. B. ein Jahr). Sie finden wiederholt in einem festen Rhythmus statt. Für institutionalisierte Mitarbeitergespräche empfiehlt sich die Verwendung eines einheitlichen Leitfadens im Unternehmen. Meist finden institutionalisierte Mitarbeitergespräche auf Basis einer betrieblichen Regelung oder Vereinbarung statt.

Zentrale Inhalte von institutionalisierten Mitarbeitergesprächen können sein:

 

Warum werden Mitarbeitergespräche häufig nicht durchgeführt?

Führungskräfte, aber auch Beschäftigte, führen eine Reihe von Argumenten ins Feld, warum Mitarbeitergespräche nicht durchgeführt werden.

Diese Argumente zu kennen, hilft Ihnen als Personalverantwortliche bei der Einführung von Mitarbeitergesprächen.

Hohe Zeitinvestition

„Für so was habe ich keine Zeit.“ Nun, die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz einfach. Nimmt sich die Führungskraft Zeit für ein Mitarbeitergespräch, spart dies die Zeit ein, die durch Unklarheiten, vermeidbare Fehler oder fehlende Motivation entstehen kann. Weniger Stress und Konflikte bei gleichem oder vielleicht sogar geringerem Zeitaufwand - das sollte es doch wert sein!
Mitarbeitergespräche verlaufen in drei Phasen (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung). Für jede dieser Phasen ist natürlich ein gewisser Zeitaufwand sowohl für die Führungskraft als auch für die Mitarbeiterin bzw. den Mitarbeiter einzuplanen. Für ein Mitarbeiterjahresgespräch können je Gespräch für diese drei Phasen insgesamt zwischen zwei und drei Stunden sowohl für die Führungskraft als auch für die Beschäftigten kalkuliert werden. In einer Reihe von Unternehmen gehören zwar Mitarbeitergespräche (insbesondere Jahresgespräche) zur Aufgabe der Führungskraft, jedoch werden nicht ausreichend zeitliche Ressourcen zur Verfügung gestellt. Verschärft wird dieses Problem bei einer zu großen Führungsspanne. Bei 25 Unterstellten und kalkulierten drei Stunden Gesamtaufwand für Mitarbeiterjahresgespräche ist dies bereits die halbe Monatsleistung der Führungskraft. Hinzu kommen die alltäglichen anlassbezogene Gespräche.

Terminschwierigkeiten

„Ich finde keinen gemeinsamen Termin mit der Mitarbeiterin bzw. dem Mitarbeiter.“ Sowohl anlassbezogene als auch institutionalisierte Gespräche lassen sich oft schwer mit dem Tagesgeschäft vereinbaren und fallen deshalb häufig unter den Tisch.

Bedeutsamkeit

„Ich kann so auch zwischendurch mit den Mitarbeitern/innen sprechen.“ Natürlich ist das möglich. Das sollte die Führungskraft auch weiterhin tun. Derartige Kommunikationen sind jedoch nicht mit einem Mitarbeitergespräch gleichzusetzen. Vor allem Gespräche aufgrund von persönlichen Anliegen oder institutionalisierte Gespräche finden nicht mal so eben zwischen Tür und Angel statt. Ein besonderer Effekt von Mitarbeitergesprächen ist häufig auch die Wertschätzung, die den Beschäftigten entgegengebracht wird.

„Es gibt wichtigere Probleme.“ Vielleicht sind einige dieser Probleme gerade durch fehlende Mitarbeitergespräche hervorgerufen worden? Es kann sich durchaus lohnen, mögliche Zusammenhänge zu identifizieren.

„Das bringt sowieso nichts, der/die ändert sich nicht.“ Vielleicht ist diese Mitarbeiterin bzw. dieser Mitarbeiter nicht so leicht zugänglich oder durch andere Anreize zu motivieren als andere Beschäftigte. Eine Anpassung der Struktur oder der Durchführung des Gesprächs schafft möglicherweise Abhilfe.

„Die Hinweise aus dem Gespräch können bzw. werden sowieso nicht umgesetzt.“ Können die Ziele oder Vereinbarungen aus dem Mitarbeitergespräch nicht umgesetzt werden, sind dieser unter Umständen nicht realistisch oder realisierbar. Werden diese bewusst nicht umgesetzt, ist ein ernsthaftes Kritikgespräch angebracht.

Konfliktscheue und fehlende Kritikfähigkeit

„Aus den Gesprächen können Argumente gegen den Mitarbeitenden oder sogar gegen mich kommen.“ Natürlich kann das passieren. Nicht immer sind die Leistungen der Beschäftigten so wie gewünscht. Oft ist es aber sogar Ziel von Gesprächen, Defizite aufzudecken, um diesen entgegenzuwirken und sie bestenfalls zu beseitigen. Darin sollte nichts Schlechtes gesehen werden.

Fehlende Räumlichkeiten

„Ich weiß nicht, wo ich so ein Gespräch führen soll.“ In einigen Unternehmen sind ruhige, ungestörte Gesprächsräume Mangelware. Diese sind jedoch die Voraussetzung für ein erfolgreiches, konstruktives Mitarbeitergespräch jeder Art.

Fehlende Qualifizierung

„Ich weiß nicht, wie ich so ein Gespräch führen soll!“ Für dieses Problem gibt es Abhilfe. Eine gute Qualifizierung der Führungskräfte bietet die solide Grundlage für den Erfolg von Mitarbeitergesprächen. Beschaffen Sie sich also professionelle Hilfe bei geeigneten Seminar- oder besser noch Trainingsanbietern. Mittlerweile bieten einige Unternehmen auch unterstützendes Coaching von Führungskräften in diesem Bereich an. Auch im Internet findet man zahlreiche Tools, Vorlagen und Muster, die bei der Durchführung von Mitarbeitergesprächen helfen können. Dazu zählen u. a. die Perwiss-Tools Top-Fragen zum Mitarbeiterjahresgespräch und Tipps zum Scheitern von Mitarbeitergesprächen. Weitere Tools finden Sie in unserem Linkbereich.

Zuständigkeit

„Gespräche führt doch die Personalabteilung.“ Die Kenntnis der Personalabteilung über das Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden ist wohl eher unzureichend. Zudem können Inhalte zu abteilungsspezifischen Sachverhalten überhaupt nicht diskutiert werden. Nur wenn ein Gespräch zwischen Beteiligten stattfindet, die auch direkt miteinander arbeiten, können Ziele festgesetzt, Beurteilungen oder Anliegen ausgesprochen und spezifische Probleme, zum Beispiel Arbeitsabläufe betreffend, besprochen werden. Die Personalabteilung kann und sollte jedoch Hilfestellung bei der Qualifizierung der Führungskraft geben und Werkzeuge und Tools (Leitfäden etc.) zur Verfügung stellen.

 

Kommunikation gestalten und Konflikte bewältigen


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Was ist bei der Einführung von institutionalisierten Mitarbeitergesprächen besonders zu beachten?

MAgespräch3Marco2811 - FotoliaDie Einführung von institutionalisierten Mitarbeitergesprächen sollte sorgsam durchdacht werden. Zunächst müssen die Ziele identifiziert und eine ausreichende Analyse möglicher Gegenkräfte durchgeführt werden. Das eindeutige Bekenntnis der Geschäftsführung gehört genauso zu den Erfolgsfaktoren des Einführungsprozesses wie die ausreichende und frühzeitige Einbeziehung der betrieblichen Interessenvertretung.

Es empfiehlt sich, eine Projektgruppe zu bilden, die Prozesse und Strukturen für die Durchführung von Mitarbeitergesprächen klärt, Werkzeuge wie Gesprächsleitfäden erarbeitet und die Trainings und Schulungen für die Führungskräfte plant und vorbereitet. Unternehmen, die nicht über ausreichend internes Know-how verfügen, sollten sich externe Unterstützung einkaufen. Diese Investition zahlt sich im Umsetzungsprozess meist mehrfach aus. Steht das Konzept für die Mitarbeitergespräche, dann gilt es, eine umfassende Information der Beschäftigten durchzuführen, um vorhandene Ängste und Befürchtungen zu nehmen und die Akzeptanz in der Umsetzung zu erhöhen.

Ein zentraler Erfolgsfaktor und wichtiger Meilenstein in der Einführungsphase ist die intensive Schulung der Führungskräfte. Dadurch wird nicht nur Sicherheit bei den Führungskräften, sondern auch eine entsprechende Standardisierung in der Umsetzung erreicht. Zentraler Inhalt der Trainings- und Schulungsmaßnahmen sollte der erarbeitete Gesprächsleitfaden für die Mitarbeitergespräche sein.

 Feeback richtig geben

Gute Feedbackkultur zählt zu den wichtigsten aktuellen Kommunikationsthemen im Unternehmensalltag. Jedoch ist zwischen Wichtigkeit und Umsetzung wie Studien zeigen noch eine erhebliche Kluft vorhanden. Gerade die Generation Z strebt nach permanentem Feedback. Wen wundert es. In WhatsApp & Co. muss nicht lange auf den "blauen Haken" gewartet werden. Welche Bedeutung hat Feedback im Führungsalltag und wie kann dieses in Mitarbeitergesprächen konstruktiv genutzt werden?

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Wo kann ich mehr zum Thema Mitarbeitergespräche erfahren?

"Wozu noch Mitarbeitergespräche?" - auf diese Frage geht der Harvard Business Manager in einem Artikel ein. Die Notwendigkeit von standardisierten Mitarbeitergesprächen wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. So kann der Artikel Führungskräften und Mitarbeitenden Anregungen geben, ihre Anforderungen an dieses durchaus sinnvolle Instrument der Personalentwicklung zu überdenken.

In dem Artikel "Gut, dass wir darüber gesprochen haben", der in der FAZ erschienen ist, geht Ursula Kals auf wichtige Aspekte des Mitarbeitergesprächs ein. Es wird die Wichtigkeit von verschiedenartigen und individuellen Gesprächen und symmetrischer Kommunikation verdeutlicht. Auch wird auf die Themen Respekt und Manipulation eingegangen.

Die Zeit beantwortet mit "Private Fragen sind im Mitarbeitergespräch tabu" einige wichtige Fragen zum Thema Mitarbeitergespräche.

  • Wozu dient das Mitarbeitergespräch?
  • Welche Themen werden im Jahresmitarbeitergespräch besprochen?
  • Was ist bei einem Kritik- oder Konfliktgespräch zu beachten?
  • Wie ist ein Mitarbeitergespräch vorzubereiten und wie lange sollte es dauern?

Das es nicht DAS Mitarbeitergespräch gibt, ist vielen Führungskräften klar. Die Seite wirtschaftswissen.de gibt einen Überblick über die wichtigsten und bekanntesten Typen von Mitarbeitergesprächen, der dabei unterstützen kann, Mitarbeitergespräche individuell und passend zu gestalten.

Rüdiger Standhardt gibt in "Vertrauen und Motivation durch Mitarbeitergespräche" Antworten auf die sieben in diesem Kontext meistgestellten Fragen. (4 Seiten im PDF-Format)

  • Warum Mitarbeitergespräche?
  • Was sind die Inhalte des Mitarbeitergespräches?
  • Was sind die wichtigsten praktischen Hinweise für das Mitarbeitergespräch?
  • Was sind die Herausforderungen des Mitarbeitergespräches?
  • Was sind die Nutzen der Mitarbeitergespräche?
  • Warum ist es hilfreich, Mitarbeitergespräche coachen zu lassen?
  • Welche Literaturempfehlungen gibt es?

In einem Artikel berichtet die FAZ über "Die Angst der Chefs vor dem Mitarbeitergespräch". Laut Autor besteht bei vielen Unternehmen das Problem, dass der Vorgesetzte keine ausreichenden Kenntnisse über die Arbeit ihrer Mitarbeiter vorweisen können. Folge: der Vorgesetzte kann nicht aktiv zur Bewältigung von Problemen beitragen und Mitarbeitergespräche tragen keine Früchte.

Die Andreas Stihl AG & Co. KG stellt nützliche Informationen zum "Mitarbeiterjahresgespräch" zur Verfügung. Untern anderem können eine Checkliste und eine umfassende Schritt-für-Schritt Anleitung Sie dabei unterstützen, Ihre Mitarbeiterjahresgespräche effektiver zu gestalten.

Die Seite wirtschaftswissen.de stellt den einen Gesprächsleitfaden für die Planung und Strukturierung eines Mitarbeitergesprächs zur Verfügung. Der Leitfaden gibt Anregungen für den Ablauf sowie Empfehlungen für die Durchführung von Mitarbeitergesprächen.

Umfangreiche Informationen zum Thema Mitarbeitergespräch vermittelt die Arbeitskammer Oberösterreich mit "Das Mitarbeitergespräch". Obwohl der Handlungsleitfaden für Mitarbeitergespräche in Betreuung und Pflege erstellt wurde, lässt Sie er sich ohne weiteres auch auf andere Unternehmen anwenden. Der Leitfaden geht auf den Nutzen von Mitarbeitergesprächen, die Einführung von Mitarbeitergesprächen sowie Inhalte von Mitarbeitergesprächen ein. Nützliche Vorlagen für das Mitarbeitergespräch unterstützen bei der Umsetzung. (36 Seiten im PDF-Format)

Die besten Bücher zum Thema Mitarbeitergespräche:

„Provokant - Authentisch - Agil: Die neue Art zu führen; Wie Sie Mitarbeiter humorvoll aus der Reserve locken“

Provokant Autentisch

„Provokant - Authentisch - Agil: Die neue Art zu führen; Wie Sie Mitarbeiter humorvoll aus der Reserve locken“ (2017) wurde von Michael Hübler verfasst. Der Autor versucht auf positive Weise dem Lesenden das Wechselspiel zwischen Konflikt und Einigung näher zu bringen. Dabei geht er vor allem auf die fehlende Streitkultur in Unternehmen ein. Mitarbeitern sollte wieder mehr die Möglichkeit eingeräumt werden, Verantwortung zu übernehmen und Fehler machen zu dürfen. Michael Hübler beschreibt in seinem Werk ein mutig- empathisches Konfliktmanagement. ISBN- 13: 978-3961860043

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„Mitarbeitergespräche erfolgreich führen - inkl. Arbeitshilfen online: Einzelgespräche, Meetings, Zielvereinbarungen und Mitarbeiterbeurteilungen“

 

Mitarbeitergespräche erfolgreich führen Wolfgang Mentzel, Svenja Grotzfeld und Christine Haub verfassten gemeinsam „Mitarbeitergespräche erfolgreich führen - inkl. Arbeitshilfen online: Einzelgespräche, Meetings, Zielvereinbarungen und Mitarbeiterbeurteilungen“ (2017). Sie zeigen deutlich auf, dass Mitarbeitergespräche eines der wichtigsten Instrumente der Personalführung sind. Das Mitarbeitergespräch fördert nicht nur das Vertrauen zwischen Vorgesetzen und Mitarbeitern, sondern erleichtert auch die Zusammenarbeit. Die Autoren unterteilten ihr Buch in fünf Themenbereiche. Diese umfassen das Vorstellungsgespräch, konkrete Anleitungen für Gesprächssituationen, Teamgespräche, arbeitsrechtliche Aspekte und Gehaltsgespräche. ISBN- 13: 978-3648105450

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„Mitarbeiterbefragung in der Praxis“

 

Mitarbeiter befragen in der Praxis Unter dem Titel „Mitarbeiterbefragung in der Praxis“ (2014)  geht Ingwer Borg vor allem auf Vorlauf-, Begleit-, und Folgeprozesse einer Mitarbeiterbefragung ein. Auch Verfahrensweisen, die in einer Mitarbeiterbefragung an den Tag gelegt werden sollten, um keine Verunsicherungen bei seinem Gegenüber zu erzeugen werden eingehend besprochen. Unterschiedliche Auswertungsmethoden werden in diesem Buch beleuchtet, so dass eine tiefere Datenanalyse möglich ist. Jene Ausführungen gehen über die üblichen Routineauswertungen hinaus. Der Praktiker ist somit im Stande eine Bewertung über den Provider abzulegen. Ingwer Borg liefert zudem praxisnahe Beispiele, die typische Fehler aufzeigen und damit helfen, Fehler

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„Unter den Erwartungen: Warum das jährliche Mitarbeitergespräch in modernen Arbeitswelten versagt“

  

Unter den ErwartungenArmin Trost beschäftigt sich in seinem Buch „Unter den Erwartungen: Warum das jährliche Mitarbeitergespräch in modernen Arbeitswelten versagt“ (2015) intensiv mit dem jährlichen Mitarbeitergespräch. Dabei hinterfragt er kritisch den Sinn eines solchen Gespräches in der Praxis. Neben vielen Kritikpunkten beleuchtet Armin Trost auch moderne Alternativansätze. Somit soll es seiner Meinung nach weg von dem hierarchischen Verständnis gehen. Zukünftig sollte man den Fokus eher auf Beurteilung, Feedback und Anerkennung in kürzeren Zyklen legen und nicht nur von Führungskräften, sondern auch von Kollegen und Kunden ausgesprochen werden. In der heutigen Arbeitswelt ist Selbststeuerung gefragt, und so wandelt sich die Rolle der Führungskraft in Richtung Partner, Coach oder Vermittler. Dieses Buch richtet sich an alle Personalstrategen, die sich über Alternativen zum Mitarbeitergespräch beraten lassen wollen. ISBN-13: 978-3527508259

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„Körpersprache Mensch: Menschen lesen wie ein Geheimagent und nonverbale Kommunikation verstehen um Lügen im Alltag und Beruf zu erkennen und zu durchschauen“

   

Körpersprache Mensch„Körpersprache Mensch: Menschen lesen wie ein Geheimagent und nonverbale Kommunikation verstehen um Lügen im Alltag und Beruf zu erkennen und zu durchschauen“ (2018) verfasste Lucas Lambert. Er geht auf Methoden des Lesens der nonverbalen Verhaltensweisen von Menschen ein. So sollen bestimmte Denk- und Verhaltensmuster, beispielsweise von Vorgesetzen besser verstanden werden. Der Autor verspricht, dass es möglich ist, Lügen im Alltag und im Beruf einfach zu entlarven. Auf persönlicher Ebene können Charisma und Ausstrahlung entwickelt werden, die die nonverbale Kommunikation zwischen Vorgesetztem und Mitarbeitern positiv beeinflussen. ISBN-13: 978-1983358753

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„Erfolgreiche Mitarbeitergespräche: Praxisleitfaden für Führungskräfte mit Anleitungen für 32 Gesprächsanlässe und für das Gesprächstraining mit der Webcam“

  

Erfolgreiche MitarbeitergesprächeUnter dem Titel „Erfolgreiche Mitarbeitergespräche: Praxisleitfaden für Führungskräfte mit Anleitungen für 32 Gesprächsanlässe und für das Gesprächstraining mit der Webcam“ (2016) hat Friedrich-Carl Sass sein Buch veröffentlicht. Das Werk liefert neben den theoretischen Grundlagen, auch praxisorientierte Gesprächsanleitungen zu 32 verschiedenen Gesprächsanlässen. Dabei werden Themen wie Anerkennung, Beurteilung, Delegation, Demotivation, Erfolglosigkeit, Ermahnung, Feedback, Gehalts- oder Eingruppierungsgespräch, Intervention, Jahresgespräch, Konflikt unter Mitarbeiter, Statusgespräch („Jour fixe“) und Zielvereinbarung aufgegriffen. Abschließend gibt der Autor hilfreiche Tipps, wie man mit der Webcam die Gesprächstechnik gezielt trainieren und anstehende Mitarbeitergespräche vorbereiten kann. Dieses Buch ist ein gelungener Ratgeber für den Alltag in der Personalführung. ISBN-13: 978-3734774447

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„Zielvereinbarungen und Jahresgespräche“

 

Zielvereinbarungen und JahresgesprächeDer Taschenguide „Zielvereinbarungen und Jahresgespräche“ (2016) von Hailka Proske und Eva Reiff liefert eine Grundlage für die Durchführung jährlicher Zielvereinbarungsgespräche bzw. Jahresgespräche. Für Führungskräfte stellen solche Gespräche keine leichte Aufgabe dar, da einiges von ihnen gefordert wird. Sie müssen ihre Ziele konkret, klar und motivierend gegenüber den Mitarbeitern definieren, aber zugleich auch die Leistungen des Mitarbeiters gerecht beurteilen. Damit dies gelingt, stellt das Buch Schritt-für-Schritt Anleitungen zur Verfügung. Zudem werden dem Leser effiziente Gesprächstechniken, speziell bei schwierigen Mitarbeitern, aufgezeigt. ISBN-13: 978-3648091920

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„Leitfaden für erfolgreiche Mitarbeitergespräche und Mitarbeiterbeurteilungen“

 

Leitfaden für erfolgreiche MitarbeitergesprächeDer „Leitfaden für erfolgreiche Mitarbeitergespräche und Mitarbeiterbeurteilungen“ von Marco DeMicheli, der im Jahr 2015 erschienen ist, beinhaltet eine große Anzahl von Mustergesprächen zu zeitgemäßen Themen wie zum Beispiel Motivationsgespräche, Projektgratulation, Internetmissbrauch oder Burn-out. Zu jedem Thema findet der Leser reichlich Wissen, Formulierungsideen und Tipps für die eigene Umsetzung. Das Buch hilft aber auch, in heiklen Situationen professionell zu argumentieren. Dabei kommen Themen wie Vorgesetztenprobleme, Kündigungen, sexuelle Belästigung, Kündigung und Alkoholismus zur Sprache. ISBN-13: 978-3952271254

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„Schwierige Mitarbeitergespräche“

 

Schwierige MitarbeitergesprächeWie man „Schwierige Mitarbeitergespräche“ führt, zeigen Franz Hölzl und Nadja Raslan in ihrem 2015 veröffentlichten Buch. Individuelle und konkrete Gesprächsleitfäden sollen zu einer besseren Vorbereitung sowie zu mehr Selbstbewusstsein und Gelassenheit in schwierigen Mitarbeitergesprächen mit Konfliktpotenzial führen. Hierbei liefert das Buch praktische Arbeitshilfen und Checklisten zur Gesprächsvorbereitung. ISBN-13: 978-3648071380

 

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Informationen zum Autor dieses Beitrags

oliver lilieFoto: Dirk Mahler

Sarah Rögner ist Arbeits- und Organisationspsychologin sowie ausgebildeter Karriere-Coach und ausgebildete Mediatorin. Seit 2011 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der MA&T Organisationsentwicklung GmbH. Sie trainiert und coacht Führungskräfte und begleitet Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Teams. Effektives Kommunizieren sowie der konstruktive Umgang mit Konflikten gehören zu ihren Trainingsthemen. Als eine der Hauptredakteurinnen auf Perwiss befasst sie sich u. a. mit Personalkommunikation, Mitarbeitermotivation und Personalentwicklung.