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New Work mit und für HR gestalten

Katarzyna Bialasiewicz - stock.adobe.com

Wieder nur ein neues Buzzword oder tatsächlich Substanz dahinter? Wie sieht es mit New Work aus? In diesem Artikel geht es darum, die Basics von New Work zu verstehen und Ansatzpunkte für die Gestaltung im eigenen Unternehmen zu identifizieren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist New Work?

Frithjof Bergmann entwickelte Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre ein alternatives Arbeitsmodell, das die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und Kreativität in den Vordergrund stellt. Als Kernwerte dieses Arbeitsmodells definierte er Selbstständigkeit, Freiheit und Teilhabe an der Gemeinschaft. Frithjof Bergmann ging damals davon aus, dass die Automatisierung immer mehr dazu führt, dass die Menschen sich die Frage stellen: „Was willst du in Zukunft im Arbeitsleben machen?“

Die kürzest mögliche Zusammenfassung seiner Vorstellung von New Work findet sich hier.

Das, was damals noch sehr futuristisch erschien, ist mittlerweile umsetzbar und wird immer mehr zur Notwendigkeit. New Work umschreibt heute den strukturellen Wandel der Arbeitswelt, der insbesondere aus der Digitalisierung (einschließlich Einsatz von künstlicher Intelligenz) und einer zunehmenden Internationalisierung resultiert. Neben den Chancen und Möglichkeiten, die New Work bietet, ist New Work auch mit Gefahren und Risiken sowohl für Unternehmen als auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbunden.

5 Gründe - Warum sollten sich Unternehmen mit New Work auseinander setzen?

  1. WERTEWANDEL: New Work ist eine Antwort auf die veränderten Anforderungen und Bedürfnisse der Generationen Y und Z.
  2. ARBEITGEBERATTRAKTIVITÄT UND MITARBEITERZUFRIEDENHEIT: New Work ist im Kontext des Fachkräftemangels ein wesentliches Element zur langfristigen Mitarbeitergewinnung und -bindung.
  3. PRODUKTIVITÄT, SINNHAFTIGKEIT UND ENTFALTUNG: New Work bietet den Rahmen, um unternehmerische Ziele und humanorientierte Ziele miteinander zu verknüpfen.
  4. INNOVATIONSKRAFT UND INNOVATIONSGESCHWINDIGKEIT: New Work bietet durch den Einsatz agiler Arbeitsmethoden die Möglichkeit, neue Ideen zu fördern und schneller umzusetzen.
  5. KOMPLEXITÄT UND DYNAMIK: VUCA lässt sich durch New Work besser bewältigen.

Welche Handlungsfelder und Aspekte gehören zu New Work?

1. Neues Mindset

Mindset2macrovector-stock.adobe.comDamit New Work funktioniert, müssen die Unternehmenskultur sowie die Einstellung und die Haltung von Führungskräften und Mitarbeitenden radikal verändert werden. Eine zentrale Maxime sollte sein: „Motivierte, zufriedene, gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das höchste Gut in Zeiten des Fachkräftemangels sowie eines Wertewandels in der Gesellschaft! Der Sinn der Arbeit spielt für viele Menschen eine zunehmend größere Rolle!“

New Work funktioniert nicht durch das „Abarbeiten“ eines Programmablaufplans. Vielmehr gilt es einen Veränderungsprozess anzustoßen, bei dem einerseits die richtige Veränderungsgeschwindigkeit bezogen auf den Markt entwickelt wird. Andererseits muss das Tempo der Veränderung die „Mitnahme“ der Belegschaft sicherstellen. Dazu sollte diese ausreichend beteiligt werden (z. B. durch Befragungen, regelmäßige Information, Mitwirkung an Arbeitsgruppen). Hier klafft in einem Großteil der Unternehmen eine Lücke zwischen Realität und Anspruch, wie aktuelle Studien belegen. Dieser Umstand wiederum kann zu erheblichen Widerständen bei der Umsetzung führen.

2. Einsatz moderner Technologien und exzellente IT-Ausstattung

Zusammenarbeit Formenmacrovector-stock.adobe.com100 Prozent Verfügbarkeit der IT, Zugriff auf alle Daten von jedem Ort der Welt, allerhöchste Datengeschwindigkeit und exzellente Netzanbindung, einfache Handhabbarkeit von mobilen und stationären Endgeräten, hohe Datensicherheit und Individualisierung der IT sind zentrale Anforderungen, nicht nur von Unternehmen, sondern auch von Usern, Mitarbeitern und Privatpersonen in diesem Handlungsfeld. Den vielen Chancen, die sich gerade in diesem Bereich für alle Beteiligten ergeben, stehen insbesondere die Risiken des Datenmissbrauchs und des „Abgehängtwerdens“ (Stichworte: Netzausbau, (wirklich) schnelles Internet) gegenüber.

Die Bedeutsamkeit der IT-Sicherheit zeigt, dass gerade dieser Punkt Unternehmen in der Studie „Arbeitsplatz der Zukunft“ (2018) wichtiger als der Arbeitsplatz der Zukunft selbst ist.

3. Flexible Arbeitsortgestaltung, neue Arbeitsorte

Arbeitsortmacrovector-stock.adobe.comDie Verfügbarkeit des Internets an (fast) jedem Ort der Welt und Cloud-Technologien machen es möglich. Eine physische Anwesenheit ist bei vielen Tätigkeiten nicht mehr unbedingt notwendig. Ob Home-Office, Strand auf Hawai, Café um die Ecke oder ein Coworking-Space – der Ort der Arbeitsausführung spielt für das Arbeitsergebnis eine untergeordnete Rolle. Büroformen mit Bezeichnungen wie Co-Places, Co-Spaces oder Innovationshäuser sind cahrakteristisch für neue Arbeitsorte.

 

 

Besondere Herausforderungen in diesem Kontext sind:

  • Emotionale Anbindung der Co-Worker und von zu Hause aus arbeitenden Beschäftigten
  • Sicherstellung des Datenschutzes beim Zugriff auf Daten z. B. in der Cloud
  • Fürsorge von Arbeit- und Auftraggebern, dass an den neuen Arbeitsorten keine besondere Form der Selbstausbeutung stattfindet
  • Gestaltung von Schnittstellen und das Entwickeln von technischen und sozialen Netzwerken

4. Neue Führungsmethoden – Führung 4.0

Fuehrung neumacrovector-stock.adobe.com„New Work needs new Leadership!“ Bereits in der Studie Führungskultur im Wandel wurde herausgearbeitet, dass Führungsanforderungen und Führungspraxis in Deutschland weit auseinander liegen. Ein Führungsparadigmenwechsel ist unumgänglich.

Stichworte für „Gute Führung“ sind „Segeln auf Sicht“ und „Netzwerken“. Streng hierarchische Führungsstile und viele Hierarchien werden nicht mehr funktionieren. Jedoch Bedarf es noch einiger Anstrengung, um Führung New Work gerecht zu gestalten. Wie schnell dies geht, hängt insbesondere mit dem Mindset in den Unternehmen sowie den Investitionen in Führungskräfteentwicklung ab.

 

 

Wichtige Prinzipien im Rahmen von New Work für Führungskräfte sind:

  • Kommunizieren Sie wertschätzend und „auf Augenhöhe“!
  • Schaffen Sie bei Ihren Mitarbeitenden Vertrauen!
  • Geben Sie Verantwortung und bei Bedarf auch „Macht“ ab und fördern Sie Selbständigkeit und Eigenverantwortung!
  • Sorgen Sie für Sicherheit durch Transparenz!
  • Stellen Sie regelmäßiges Feedback für Ihr Team und die Mitarbeiter sicher!
  • Gestalten Sie Kooperationsnetzwerke und pflegen Sie diese!

Lese-TIPP: Erfahren Sie mehr dazu auf unserer Themenseite „Führung 4.0“!

Werkzeug kleinTOOL-TIPP: Mit dem Tool "Analyse Führungstugenden" erhalten Sie Impulse zur Reflexion von gelebten und notwendigen Führungswerten sowie vorhandenen und benötigten Führungsfähigkeiten im Unternehmen.

Werkzeug kleinTOOL-TIPP: Unser Tool Selbstcheck Führungsverantwortung unterstützt Führungskräfte, sich mit den persönlichen Verantwortungsbereichen auseinander zu setzen.

5. Flexible Arbeitszeiten und eine ausgeglichene Work-Life-Balance

Arbeitszeitmacrovector-stock.adobe.comDieser Aspekt steht laut der Studie „Arbeitsplatz der Zukunft“ (2018) an erster Stelle auf der Wunschliste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Kaum ein Arbeitsgestaltungsaspekt bietet so eine enorme Bandbreite wie die Arbeitszeit. Flexible Arbeitszeiten gehören mittlerweile zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl des Arbeitsgebers. Andererseits sind diese für Unternehmen ein wichtiges Werkzeug, um auf saisonale oder andere Schwankungen zu reagieren.

 

Welche Dimensionen von Arbeitszeitgestaltung sind vorhanden?

  • Teilzeit
  • Gleitzeit
  • Arbeitszeitkonten (Wochen-, Monats-, Jahres-, Lebensarbeitszeitkonten)
  • Vertrauensarbeitszeit

TIPP: Lesen Sie dazu vielfältige Informationen auf einer der am häufigsten besuchten Seite des „Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung“ (KOFA).

TIPP: Informationen zum Arbeitszeitgesetz finden Sie auf den Seiten des BMAS in einer aktuellen Broschüre.

6. Neue und verbesserte Formen der Zusammenarbeit

Zusammenarbeitmacrovector-stock.adobe.comAbteilungsübergreifendes Teamwork, flexible Teams, agiles Arbeiten und selbstorganisierte Netzwerke stehen für ein neues Verständnis von Zusammenarbeit. Sie ermöglichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit sehr individuellen Voraussetzungen, Kompetenzen und Stärken zusammenzuarbeiten. Diversity ist nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern kann zur vollen Entfaltung kommen.

Grundvoraussetzungen, damit diese Formen der Zusammenarbeit funktionieren, sind Vertrauen, kulturelle Passfähigkeit sowie eine „gemeinsame Sprache“ zwischen den Teams und den einzelnen Personen.

TIPP: Verlieren Sie Präsenztreffen des Teams als Führungskraft nicht aus dem Auge. Diese sind für das Vertrauen und die unterschiedlichen Phasen der Teamentwicklung unerlässlich.

Ist diese Basis gelegt, dann können Collaborations-Tools greifen. Wichtige Tools mit unterschiedlichem Anwendungsgrad sind:

  • Web- und Videokonferenzen
  • Instant Messanger Dienste
  • Groupware-Tools
  • Wissensplattformen
  • Wikis
  • Social Media
  • Intranet
  • Filesharing
  • Service Kataloge

Werkzeug kleinTOOL-TIPP: 24 Collaborations-Tools finden Sie in einem Tool in kurzen Texten beschrieben und nach ihrer jeweiligen Hauptfunktion (z. B. Dokumentenverwaltung, Wissensmanagement, Zeiterfassung, Kommunikation usw.) sortiert.

7. Neue Bürokonzepte und Wohlfühlambiente

Wohlfuehlenmacrovector-stock.adobe.comFür neue Arbeit werden Büro- und Zusammenarbeitskonzepte benötigt, die Kreativität fördern, agiles Arbeiten zulassen, Wir-Gefühl unterstützen, an den Bedürfnissen der Beschäftigten orientiert sind und körperliches, geistiges und emotionales Wohlbefinden fördern.

Auch wenn man bei New Work sofort an den Kickertisch, die Hängematte im Strandambiente oder die gemeinschaftliche Team-Kochecke denkt, gehört weit mehr dazu.

 

Beispiele für solche Raumkonzepte sind:

  • Meetingpoints
  • Rückzugsräume für ungestörtes Arbeiten
  • Räume für Webmeetings
  • E-Learning-Points
  • Flexible Arbeitsplätze (Achtung: Die Abschaffung fester Arbeitsplätze empfinden viele Beschäftigte als extremen Eingriff in ihre Komfortzone!)
  • Open- oder Multispace-Büros
  • Work Landscape

TIPP: Es geht nicht darum, besonders "hippe" Bürokonzepte umzusetzen. Diese müssen den o. g. Anforderungen gerecht werden und zur Unternehmenskultur passen.

TIPP: Lassen Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Arbeitsumfeld mitgestalten.

Die TOP 6 Risiken von New Work

Jede Medaille hat zwei Seiten. So bringt New Work neben vielen Vorteilen auch eine ganze Reihe von Nachteilen mit sich, die prinzipiell aus Sicht von Beschäftigten und Unternehmen identisch sind. Jedoch sehen Unternehmen die meisten Risiken nicht so ausgeprägt wie die Beschäftigten.

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Die sechs größten Risiken sind:

  1. Ohne IT geht nichts mehr! Kooperation, Kommunikation und individuelles Arbeiten sind fast ausschließlich an die Verfügbarkeit und Nutzung von IT gebunden. Dies erzeugt eine zunehmende Abhängigkeit von dieser.
  2. Überall und zu jeder Zeit erreichbar! Smartphone, E-Mail und Internet führen zu einer Erwartungshaltung der permanenten Verfügbarkeit von Unternehmen durch die Kunden und von Mitarbeitenden durch das Unternehmen. Dies gilt 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche.
  3. Big Brother is watching you! Neue Technologien wie Big Data ermöglichen die Erfassung, Verarbeitung, Auswertung und Nutzung riesiger Datenmengen. Dies führt auch zu mehr Überwachung der Beschäftigten.
  4. Ups, ein Datenleck! Daten und Informationen sind das wichtigste Gut. Dies rückt auch die Sicherheit von sensiblen Unternehmens- und Mitarbeiterdaten in den Fokus. Gerade mobiles Arbeiten, Home-Office und andere neue Arbeitsformen erschweren die Sicherstellung von Datensicherheit!
  5. Das liegt in Deiner Verantwortung! Durch neue Beschäftigungsformen wie Cloudworking, Crowdworking und Clickworking wird das unternehmerische Risiko auf die Beschäftigten bzw. auf „neue“ Selbstständige verlagert.
  6. Ich bin dann mal weg! Neue Arbeitsformen können die Bindung an ein Team und an das Unternehmen schwächen. Die Gefahr, das gute Fachkräfte das Unternehmen schneller verlassen, steigt.

Buchtipps der PERWISS-Redaktion zum Thema New Work

Folgende Bücher liefern Ihnen praktische Anleitungen, Beispiele und Werkzeuge, die Sie bei der Umsetzung agiler Personalarbeit unterstützen können:

ReinventingOrganization„Reinventing Organizations visuell: Ein illustrierter Leitfaden sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit“ (2016) ist das Werk des Autors Frederic Laloux. Er entwickelte innovative Maßnahmen, die die Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Unternehmen auf ein neues Level bringen. Das Buch beinhaltet unterschiedliche Praktiken, die durch wirkungsvolle Grafiken ergänzt werden. Die Kombination aus Wissen, kurzen, knappen Beispielen und eindrucksvollen Bildern, die die einzelnen Kernideen visualisieren, grenzt dieses Buch von üblichen Managementbüchern ab. ISBN-13: 978-3800652853

 
 

New Work needs Inner WorkJoana Breidenbach und Bettina Rollow skizzieren in ihrem Buch „New Work needs Inner Work: Ein Handbuch für Unternehmen auf dem Weg zur Selbstorganisation“ (2019), dass innerbetriebliche Veränderungsprozesse nur unzulänglich durch „innere Innovationen“ begleitet werden. Unter dem Begriff „innere Innovation“ werden Prozesse verstanden, die Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, innerhalb des Veränderungsprozesses, individuell zu wachsen und zu reifen. Das Buch greift sowohl die Unternehmensperspektive als auch die Mitarbeiterperspektive auf. ISBN-13: 978-1094947709

 
 

Auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt„New Work: Auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt: Management-Impulse, Praxisbeispiele, Studien“ (2017) ist ein auf Studienergebnissen basierendes Werk von Benedikt Hackl, Marc Wagner, Lars Atmer und Dominik Baumann. Die Autoren analysieren die Erwartungen von Mitarbeitenden und Führungskräften in Bezug auf New Work und den Umsetzungsgrad betriebswirtschaftlich relevanter New-Work-Instrumente. Aus den korrelierten Ergebnissen entwickeln die Autoren einen Ansatz, welcher Mitarbeitern und Führungskräften als Orientierungshilfe für die neue Arbeitswelt dienen soll. Die vorgestellten New-Work-Ansätze beinhalten sowohl praktische Anwendungsbeispiele für Mitarbeiterbeteiligung, als auch Maßnahmen die den Hierarchieabbau in Unternehmen vorantreiben. ISBN-13: 978-3658162658

 
 

New Work Menschlich Demokratisch Agil„New Work: Menschlich - Demokratisch - Agil: Wie Sie Teams und Organisationen erfolgreich in eine digitale Zukunft führen“ (2018) wurde von Micheal Hübler veröffentlicht. Der Autor beschreibt zunächst die negativen Aspekte agiler Arbeit. Anschließend zeigt er auf, wieso Agilität in Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor sein kann, wenn die Unternehmenskultur passt. Hübler geht auch auf das Thema Digitalisierung ein. Auf dieser Basis stellt er anschaulich dar, wie Führungskräfte autonome Entscheidungsprozesse von Mitarbeitenden stärken sowie einen respekt- und vertrauensvollen Umgang fördern, so dass New Work und Agilität digitale Veränderungsprozesse unterstützen. ISBN-13: 978-3961860166

 
 

Fit für New Work Christiane Brandes-Visbeck skizziert in ihrem Werk „Fit für New Work: Wie man in der neuen Arbeitswelt erfolgreich besteht - Businessmodelle, Work-Life-Balance, Co-Working & Co.“(2018) die Veränderungsprozesse der neuen Arbeitswelt und die damit einhergehenden neuen Arbeitsformen. Sie beschreibt Methoden und Mechanismen wie Design Thinking oder Home-Office. Darüber hinaus setzt sie sich mit den Anforderungen auseinander, die auf Mitarbeitende und Führungskräfte in diesem Kontext zukommen. ISBN-13: 978-3868817249

 
 

Unkompliziert Das Arbeitsbuch für komplexes DenkenStephanie Borgert greift in ihrem Werk „Unkompliziert!: Das Arbeitsbuch für komplexes Denken und Handeln in agilen Unternehmen“ (2018) eine bekannte Problematik in Unternehmen auf. Unternehmen suchen einen Lösungsweg, um möglichst vielen Problemen gleichzeitig zu begegnen. Borgert jedoch ist der Meinung, dass Lösungen, die auf vorgefertigten Methoden und Ansätzen beruhen, in der digitalisierten Arbeitswelt ausgedient haben. Stattdessen werden routinierte Lösungswege durch Agilität und New Work abgelöst. Systematisches Handeln und Denken werden in diesem Buch durch praktische Beispiele veranschaulicht. New Work stellt laut der Autorin einen deutlich nachhaltigeren Lösungsweg dar, als die sonst von Unternehmen verwendetet reaktiven Lösungskonzepte. ISBN-13: 978-3869368269

 
 

Neue Arbeit Neue Kultur„Neue Arbeit, neue Kultur“ heißt das 2017 erschienene Buch von Frithjof Bergmann, dem Mitbegründer der New-Work-Bewegung. In diesem erläutert der Autor, wie die Arbeit der Zukunft aussehen könnte. Er beschreibt dabei eine Arbeitswelt, in der jede Person die Möglichkeit hat, Tätigkeiten auszuüben, die wirklich ihren persönlichen Interessen entspricht. Er geht auf unterschiedliche kreative Strategien ein, die bei der Verwirklichung helfen. ISBN-13: 978-3867812085

 

 
 

Wie sich Menschen organisieren wenn keiner sagt was sie tun sollen „Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen“ (2017) betrachtet Lars Vollmer und stellt in seinem Werk wirkungsvolle Strukturen und Methoden vor, die Agilität in der Gesellschaft vorantreiben. In seinem Buch behandelt er unterschiedliche Schwerpunkte. Dabei stehen kreative Freiheit, Selbstorganisation sowie Eigenverantwortung im Zentrum der Analyse. Letztlich möchte Vollmer den Lesenden einen Zugang eröffnen, der Freude an Arbeit vermittelt und Modernisierung, Digitalisierung, New Work sowie Agilität mit dieser verbindet. ISBN-13: 978-3981918007

 
 

New WorkstyleIngo Rütten ist Autor des Buches „New Workstyles: Impulse zu neuen Arbeitsmodellen im digitalen Zeitalter“ (2018). Der Autor bringt in seinem Buch unterschiedliche Erlebnisberichte über die neue Arbeitswelt zusammen. Geschäftsführer, Zukunftsforscher sowie Freelancer und Solopreneure wurden von Rütten interviewt. Die darauf aufbauenden Impulsfragen laden ein, sich selbst mit der neuen Arbeitswelt auseinanderzusetzen, um entweder den beginnenden Wandel aktiv zu begleiten oder ihn anzuregen und mitzugestalten. ISBN-13: 978-3746017396

 
 
Informationen zum Autor dieses Beitrags

oliver lilieFoto: Dirk Mahler

Oliver Lilie ist Arbeitswissenschaftler und geprüfter HR-Manager. Seit 1998 leitet er die MA&T Organisationsentwicklung GmbH als geschäftsführender Gesellschafter. Er begleitet und berät Unternehmen bei der Strategieentwicklung und der Gestaltung von Arbeitsprozessen. Führung, Personalmanagement und Change zählen zu seinen Trainingsthemen. Als einer der Hauptredakteure auf Perwiss befasst er sich insbesondere mit Arbeit 4.0, Führung und New Work.