Augmented Reality zur Verbesserung der Candidate und Employee Journey

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Sobald sich virtuelle und physische Wirklichkeit miteinander vermischen, wird von der Augmented Reality (AR) gesprochen, die bereits in unterschiedlichen Branchen eingesetzt wird, um eine bessere User Experience zu schaffen und die Effizienz zu erhöhen. Das Personalwesen kann durch den Einsatz in verschiedenen Bereichen von diversen Vorteilen profitieren, weshalb die Technologie unter anderem beim Online Recruiting in Erwägung gezogen werden sollte.

Die Unterschiede zwischen Augmented Reality und Virtual Reality

Virtual Reality (VR) ist eine computergenerierte Simulation einer alternativen Welt oder Realität und wird überwiegend in 3D-Filmen und in Videospielen verwendet. Bei der Technologie finden sensorische Geräte, wie zum Beispiel Headsets und Handschuhe, ihren Einsatz, die eine Interaktion mit virtuellen Objekten ermöglichen. Seit langem wird VR auch in den Bereichen Ausbildung, Bildung und Wissenschaft eingesetzt. Die Technologie ist heutzutage bei unterschiedlichen Berufsbildern als ein wichtiger Faktor für den weiteren Karriereverlauf anzusehen. Beispielhaft sind Chirurgen zu nennen, die anhand von virtuellen Operationen die eigenen Fähigkeiten ausbauen können und auf denkbare Komplikationen vorbereitet werden. Augmented Reality (AR) kombiniert die physische Welt mit computergenerierten virtuellen Elementen. AR ist keine neue Technologie, sondern wurde bereits 1968 an der Harvard University vom Informatiker Ivan Sutherland entwickelt und wird seitdem unter anderem in der Luftfahrt- sowie Militärindustrie verwendet. Die digitale Überlagerung der Realität wird genutzt, um dem Betrachter zusätzliche Informationen zu vermitteln und eine intensivere Erfahrung durch Interaktion zukommen zu lassen.

Augmented Reality im Bereich des E-Recruiting

Einige HR-Abteilungen setzen beim E-Recruiting bereits auf Imagefilme in Stellenanzeigen, um einem potenziellen Bewerber einen authentischen Einblick in das Unternehmen zu geben. Mithilfe von AR kann die Candidate Journey noch intensiviert und damit die Personalrekrutierung bzw. Personalgewinnung mittels computer- und webbasierter Medien optimiert werden. Bei ersten Projekten wurde Kandidaten die Möglichkeit gegeben, den zukünftigen Arbeitsort im Rahmen einer 360-Grad-Aufnahme zu erkunden und die Position in der AR-Umgebung frei zu bestimmen. Durch die intelligente Platzierung von Zusatzinformationen wurden die Stärken und Vorteile des Unternehmens beiläufig in das Gedächtnis der potenziellen Bewerber gebracht. Die Technologie bietet noch ein großes Ausbaupotential und kann beim E-Recruiting zukunftsweisend sein. Denkbar ist eine Anbindung an bestehende Bewerbermanagement-Systeme mittels einer Chat-Bot-Integration. Auf diesem Wege könnte die Candidate Journey automatisiert an die nachfolgenden Schritte im Recruitingprozess angebunden werden. Da der Kandidat bei einer solchen Technologiekombination just-in-time seine Fragen stellen kann, ist eine Reduzierung der „Absprungrate“ bei der Candidate Journey wahrscheinlich.

AR Wearables verbessern die Mitarbeitererfahrung

Die AR-Technologie bietet Möglichkeiten zur Verbesserung der Mitarbeitererfahrung und
erhöht im gleichen Zuge die Produktivität. Beispielhaft ist Boeing zu nennen. Das Unternehmen stattete seine
Mitarbeiter zum Teil mit Augmented-Reality-Brillen ausstattete. Anstatt durch ein Handbuch
in Telefonbuchgröße zu blättern und dabei ein Lineal zu verwenden, um nicht in der Zeile zu
verrutschen, nutzen die Mitarbeiter AR Wearables mit virtuellen Hilfslinien. Digitale
Montageanleitungen können von den Beschäftigten per Sprache angesteuert und
durchgearbeitet werden, ohne den tatsächlichen Montagevorgang in der Realität für das
Betrachten eines Monitors unterbrechen zu müssen. Statistische Erhebungen haben ergeben,
dass die Produktionszeit durch den Einsatz von AR Wearables um rund 25 % reduziert
werden konnte. Auch beim Mitarbeiter-Onboarding eröffnet die Technologie neue
Möglichkeiten. Zum einen kann die Einarbeitungszeit verkürzt, zum anderen dank Interaktion
der Lernprozess beschleunigt werden. Unter anderem Führungskräfte, die neue Beschäftigte
möglicherweise nicht persönlich treffen werden, können sich selbst und das Unternehmen im
Rahmen einer AR-Führung durch die Geschäftsräume vorstellen und damit die Identifizierung
mit dem Betrieb positiv beeinflussen.

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