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Interne Personalbeschaffung

interne personalbeschaffungAmy Hirschi - Unsplash.com

Zur Besetzung einer offenen Stelle können sowohl die interne, als auch die externe  Personalbeschaffung genutzt werden. Die externe Personalbeschaffung bedient sich dabei den gängigen Methoden des E-Recruitings oder der klassischen Stellenausschreibung auf Unternehmensseiten, in Stellenbörsen oder in Tageszeitungen. Die interne Personalgewinnung wird hingegen seltener genutzt, wobei sie jedoch einige Vorteile aufweisen kann.

Was ist interne Personalbeschaffung?

Überstunden können zwar einen kurzzeitigen Mehrbedarf überbrücken, belasten die Mitarbeiter aber zusätzlich. Bei einem langfristigen Personalmehrbedarf müssen andere Lösungen gefunden werden. Neueinstellungen sind jedoch meist mit hohen Kosten verbunden und das bestehende Budget reicht möglicherweise nicht aus. Eine vakante Stelle muss natürlich trotzdem mit geeignetem Personal besetzt werden.

Dabei können zunächst bestehende Mitarbeiter der erste Anlaufpunkt sein, denn sie sind schon mit den Unternehmensspezifika vertraut und haben gegebenenfalls ihr Können unter Beweis gestellt.

Das Ziel ist es also, dass das bestehende Personal an den neuen Bedarf angepasst wird.

Wie kann eine interne Personalbeschaffung erfolgen?

Im Vorfeld muss geklärt werden, welche Aufgaben die zu besetzende Stelle mit sich führt. Ähnlich der externen Personalbeschaffung, erfolgt die Erstellung eines Anforderungsprofils, welches mit dem Mitarbeiterpool abgeglichen wird. Es besteht die Möglichkeit, dass bereits konkrete Personen „ins Auge gefasst“ wurden, auf welche man im Rahmen eines Mitarbeitergesprächs direkt zugehen kann.

Stehen keine oder mehrere Personen zur Auswahl, so sollte eine explizite Ausschreibung erfolgen, welche Informationen zur Position, zu dem gewünschten Profil und zu dem Tätigkeitsfeld enthält. Zur Verbreitung der Ausschreibung können ganz unterschiedliche Kanäle genutzt werden, die meistens nicht mit zusätzlichem Aufwand verbunden sind. Hauseigene Kantinen, ein schwarzes Brett oder das Intranet sind kostengünstige und zielführende Anlaufpunkte.

Bei der Durchführung der internen Personalbeschaffung können Instrumente der Personalentwicklung genutzt werden:
Besonders dann, wenn entwicklungsfähige Mitarbeiter das Potential aufweisen, die Anforderungen der zu besetzenden Stelle erfüllen zu können. Zur Bestimmung des Potentials eignen sich beispielsweise die Nachfolgeplanung oder das Talentmanagement. Auch Hinweise von Abteilungsleitern und Vorgesetzten sind ein wichtiger Indikator, denn jene kennen die Stärken, Schwächen und Potentiale ihrer Mitarbeiter am besten.

Nicht immer muss bei der Besetzung einer Stelle durch den bestehenden Mitarbeiterpool eine Aufstiegsfortbildung oder eine Entwicklung erfolgen, auch Umschulungen oder Versetzungen können hier eine Lösung sein. Dies kann zusätzlich positiv auf die Motivation des Mitarbeiters wirken, denn neue Aufgaben erweitern die Fähigkeiten und beleben den Arbeitstag. Die Übernahme von Auszubildenden ist ebenfalls ein Bestandteil der internen Personalbeschaffung. Besonders in kaufmännischen Berufen sind Azubis vielseitig einsetzbar, da viele Bereiche des Unternehmens kennenlernen.

Worauf muss bei der internen Personalbeschaffung geachtet werden?

Eine ungewisse Passgenauigkeit und Fehlbesetzungen sind durch diese Variante der Personalbeschaffung nahezu ausgeschlossen, was vorrangig bei verantwortungsvollen Positionen ein entscheidender Vorteil sein kann. Diesbezüglich muss jedoch darauf geachtet werden, dass interne Bewerbungen besonders sorgfältig zu behandeln sind. Für bestimmte Stellen und Aufgaben kommen meistens nur wenige Bewerber infrage, die oft auch in Kontakt stehen oder gar zusammen arbeiten.

Bewerber, die eine Absage erhalten und sehen, dass der vermeintlich ungeeignete Kollege die Stelle erhalten hat, können neidisch und demotiviert regieren. Um dies zu vermeiden ist es sinnvoll, dass eine intensive Auseinandersetzung, beispielsweise in Form von umfangreichen Feedbackgesprächen, mit den Bewerbern erfolgt.

Weitere Vorteile:
•    Geringere Einarbeitungszeit
•    Geringe Beschaffungskosten
•    Steigende Motivation durch veränderten Aufgabenbereich

Für Unternehmen, die bei der Besetzung vakanter Stellen darauf achten, dass ein  „frischer Wind“ eingefahrene Abläufe auflockert oder die „Betriebsblindheit“ überwunden wird, eignet sich die interne Personalbeschaffung hingegen eher nicht.

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