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Mit Social Media Recruiting auf dem Weg zur Personalarbeit 2.0?

©REDPIXEL - stock.adobe.com

Social Media „Teufelszeug“ oder „Wunderwaffe“ der Personalarbeit?

Dazu zwei gegensätzlich erscheinende Episoden, die sich so oder so ähnlich ereignet haben.

  1. Sie sind Personalverantwortlicher, sitzen in einem Workshop und diskutieren mit anderen Personalverantwortlichen über die Möglichkeiten des Einsatzes von Social Media in der Personalarbeit. Plötzlich spricht Sie der neben Ihnen sitzende 30-jährige Personaler an und sagt, dass er Sie über sein Smartphone in sein Kontaktnetzwerk bei XING aufgenommen hat.
  2. Sie diskutieren mit einem 62-jährigen Geschäftsführer über die Bedeutung von Arbeitgeber-Bewertungsportalen wie kununu. Dieser sagt Ihnen: „Von so etwas lasse ich mich nicht beeinflussen. Und übrigens schreibt mein Sohn für mich die SMS auf meinem Handy.“

Sicher gibt es keine eindeutige Antwort, wie intensiv Ihr Unternehmen Social Media nutzen sollte. Eins ist jedoch sicher - ohne die Nutzung von Social Media wird die Personalarbeit zukünftig nicht auskommen! Grund genug sich, mit den Basics von Social Media Recruiting auseinander zu setzen.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. kommt in der Studie Digitale Nutzung in Deutschland 2018 zu sehr interessanten Ergebnissen bezüglich der allgemeinen Nutzung von Social Media. 89 Prozent der befragten Onliner nutzen Social Media Portale. Darüber hinaus lesen 79 Prozent Blogs und Netzwerke. Durchschnittlich verbingen sie 71 Minuten pro Tag in den sozialen Medien. Die beliebtesten Kanäle bleiben dabei Facebook, YouTube und WhatsApp.

Was ist Social Media Recruiting?

Social Media - also soziale Medien - sind Dienste und Plattformen zur Kommunikation durch Anwender und Anwenderinnen im Internet. Sie werden zum Austausch von Meinungen, Erfahrungen und persönlichen Erlebnissen genutzt. Zudem können digitale Inhalte, wie Fotos oder Videos, über Social Media kommuniziert werden. Durch Social Media ist eine wechselseitige Interaktion im Internet möglich geworden, bei der die Gruppenersteller bzw. -anbieter und Nutzer nicht mehr voneinander zu trennen sind, beispielsweise bei der gemeinsamen Wissenssammlung in Wikis.

Definition: Social Media Recruiting

Social Media Recruiting befasst sich mit der Gewinnung von Beschäftigen über Kanäle sozialer Medien und schließt die Suche, die Ansprache und den Bewerbungsprozess mit ein. Social Media können dabei in verschiedenen Personalbereichen genutzt werden und in andere wiederum integriert sein. Die einzelnen Aktivitäten sind miteinander verknüpft bzw. werden in Kombination eingesetzt.

Klassische Tätigkeitsfelder sind Personalmarketing, Kommunikation und Bewerbermanagement. Der Nutzen lässt sich jedoch auch mit den Bereichen Change Management, Projektmanagement und Wissensmanagement verknüpfen. Der Vorteil von Social Media Recruiting liegt dabei in der Unmittelbarkeit der Kommunikation begründet. Im Bewerbungsprozess können jederzeit Rückfragen gestellt werden. Die Interaktion zwischen Unternehmen und Bewerber oder Bewerberin hat so das Potential, sich nachhaltig auf das Personalmanagement auszuwirken.

Die Recruiting Trends 2019 der Monster Worldwide Deutschland GmbH kommen zu dem Ergebnis, dass die Unternehmen das Potenzial von Social Media Recruiting erkannt haben. So schreiben 19 von 20 Unternehmen der Befragten, Social Media im HR-Bereich eine wichtige Rolle zu. Jedoch fehlt es vielen Unternehmen an Maßnahmen für die professionelle Umsetzung. Etwa 22 Prozent der Unternehmen fehlt unter anderem eine explizite Strategie für den Einsatz von Social Media in der Personalbeschaffung.

TIPP: Nutzen Sie unser Tool "Wegweiser Social Media 2.0", um sich einen Überblick über die erfolgversprechendsten Social Media Kanäle zu verschaffen.

Welche Plattformen eignen sich für Social Media Recruiting?

Social Media im Allgemeinen sind Web-Dienste und Web-Plattformen zum Austausch von Meinungen und Erfahrungen durch Anwender. Zu diesen gehören Social Networks, Wikis, Blogs, Mikroblogs, Internetforen, Mailinglisten, Social Bookmarking, Podcasts sowie Foto- und Videoplattformen.

Social NetworksArbeitgeberbewertungsportaleBlogsMikroblogsVideoportale

3D rendering of an office installed in a tropical beach and a video conference callFrank Boston, La Fabrika Pixel s.l.

Social Networks sind Internetdienste, die vorrangig der Pflege und dem Aufbau sozialer Netze der Nutzer dienen und das Internet als unterstützende Technologie benutzen. „Social” verweist dabei auf den Aspekt, dass die Technologie selbst in den Hintergrund und die Interaktivität in den Vordergrund treten soll.

Quelle: ic.publicone.com

Wichtige und bedeutsame Social Networks im deutschsprachigen Raum mit sind:

XING ist laut der eigenen Webseite im Januar 2020 das soziale Netzwerk für berufliche Kontakte und bietet über 18 Millionen  Fach- und Führungskräften die Möglichkeit, sich mit anderen zu vernetzen.

Quelle: https://werben.xing.com/daten-und-fakten

Auf den eigenen Seiten gibt LinkedIn im Januar 2014 mehr als 250 Millionen Mitgliedern in mehr als 200 Ländern und Regionen an. Damit ist LinkedIn laut eigener Aussage das größte Online-Berufsnetzwerk der Welt.

Quelle: https://de.linkedin.com/

TIPP: Verfolgen Sie die Entwicklung der wichtigsten Sozialen Netzwerke. Soziale Netzwerke werden mit großer Wahrscheinlichkeit insgesamt nicht an Bedeutung verlieren. Jedoch löst ein Netzwerk häufig ein anderes ab. Erste Experten prognostizieren, dass in vier bis fünf Jahren Facebook durch andere Netzwerke abgelöst werden könnte.

SM 2©Martin Brödl - stock.adobe.com

Eine besondere Form von Social Networks im beruflichen Kontext sind Arbeitgeberbewertungsportale. Zu den sechs größten Arbeitgeberbewertungsportalen gehören:

Kununu ist mit 4,2 Milionen Bewertungen von über 900.000 Arbeitgebern laut eigener Webseite im Januar 2020 die größte und professionellste Plattform für Arbeitgeberbewertung im deutschsprachigen Raum. Kununu ist exklusiver Kooperationspartner von z. B. XING, herold, jobstairs.de, jobisjob, jobs.ch und wird von durchschnittlich 50 Mio. Besuchern pro Monat angesurft. Seit 2013 gehört die kununu GmbH zur XING AG, dem größten deutschsprachigen Business und Recruiting Netzwerk.

Quelle: www.kununu.com

Egal wie kritisch Sie selbst solchen Portalen gegenüber stehen. Lassen wir uns nicht alle im täglichen Online- und auch Offline-Leben von Bewertungen anderer bewusst oder unbewusst beeinflussen? Sei es das Hygiene-Ranking nach Ampelprinzip im Restaurant, die Leserbewertungen im Online-Buchshop oder auch die Hotel- bzw. Unterkunftsbewertung mit Sternen.

TIPP: Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihr Unternehmen bereits Einträge auf dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu hat und ziehen Sie die entsprechenden Konsequenzen! Nutzen Sie dazu unser Tool "Handlungshilfe Arbeitgeberbewertungsportale".

Business man working, discussing business charts, strategy. Start Up Ideas Innovation Concept

Blogs (eigentlich: „Weblogs“) sind Webseiten, die wie ein Tagebuch aus einzelnen Einträgen nach Datum angeordnet sind. Der neueste Eintrag steht immer oben. Blogs werden verwendet, um schnell aktuelle Nachrichten, Kommentare, Meinungen oder Texte jeder Art im Internet zu publizieren. Blogs sind für die Autoren und die Lesenden ganz einfach zu bedienen: Die Autoren (Blogger) müssen einfach "nur schreiben" und sich nicht um technische Dinge kümmern. Die Leser können die Einträge kommentieren und so mit den Autoren und anderen Lesern diskutieren.

Quelle: Rainer Nehring auf www.verdi-blog.de

Interessante Blogs für Personalverantwortliche sowie für Bewerbende sind beispielsweise:

TIPP: Sie überlegen einen Unternehmens- und Auszubildendenblog zu integrieren? Dieser bietet internen und externen Lesern einen einmaligen Blick hinter Ihre Unternehmenskulissen. Ein gutes Beispiel für einen Azubigeführte Blog finden Sie hier - im Blog der Stadtwerke Halle.

Hand Hold Cell Smart Phone Social Network Communication Concept Flat Design Vector Illustrationmast3r - Fotolia

Laut Wikipedia ist Mikroblogging eine Form des Bloggens, bei der die Benutzer kurze, SMS-ähnliche Textnachrichten veröffentlichen. Die Länge dieser Nachrichten beträgt meist weniger als 200 Zeichen. Die einzelnen Postings sind entweder privat oder öffentlich zugänglich und werden wie in einem Blog chronologisch dargestellt. Die Nachrichten können meist über verschiedene Kanäle wie SMS, E-Mail, Instant Messaging oder das Web erstellt und abonniert werden.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mikroblogging

Der bekannteste und derzeit wichtigste Microblog ist Twitter. Textnachrichten enthalten maximal 140 Zeichen. Die Autoren von Beiträgen („Tweets“) werden als „Twitterer“ und Leser als „Follower“ bezeichnet.

SM 5©ok-foto - stock.adobe.com

Videoportale sind Webseiten, die zum einen das Hochladen von Videos ermöglichen und zum anderen Videostreams auf einem eingebundenen Player kostenfrei zur Verfügung stellen. Das heißt, dass die Inhalte in der Regel von den verschiedenen Nutzern eingestellt werden und nicht nur vom Betreiber der Webseite.

Quelle: http://appz.sevenonemedia.de/download/publikationen/Videoportale_in_Deutschland.pdf

Bedeutsame Foto- und Videoplattformen sind:

TIPP: Auf der Suche nach Auszubildenden ging 2018 ein Video der Glaserei Sterz durch die Medien. Denn im Fachrkräftemangel müssen Personaler kreativ werden. Wie der Handwerkbetrieb bei der Azubisuche vorgeht, können Sie sich auf seinem Videoauftritt ansehen.

Social Media Kanäle haben sich fest im privaten, aber auch zunehmend im beruflichen Kontext verankert. So weißt das Webportal alexa.com die Videoplattform You Tube (Platz 2) und das Social Network Facebook (Platz 9) als Seiten unter den TOP 50 am häufigsten aufgerufenen deutschen Webauftritten aus. (Stand: 16. Juli 2020)

Viele Dienste werden mittlerweile von Unternehmen mehr oder weniger intensiv zur Unterstützung ihrer Personalarbeit genutzt. In den Recruiting Trends 2019 der Monster Worldwide Deutschland GmbH zeigt sich, dass sich insbesondere die Business Netzwerke XING und LinkedIn als Plattformen für Social Media Recruiting stark etabliert haben. Die neuen Medien WhatsApp, SnapChat und Instagram nehmen ebenso an Bedeutung zu, werden aber im Vergleich zu den anderen Medien wenig für die Personalbeschaffung genutzt. 

Was sollte mein Unternehmen bei der Nutzung sozialer Medien besonders beachten?

„Zielgruppe“

Wählen Sie die für Ihr Unternehmen geeigneten Social Media aus. Ein Engagement bei XING macht wenig Sinn, wenn Ihre Hauptzielgruppe Schüler und Schülerinnen sind. High Potentials werden Sie im Gegensatz dazu eher über XING für Ihr Unternehmen interessieren können. Weiterhin sollten Sie Ihr Augenmerk besonders auf Zielgruppenorientierung bzw. Zielgruppenansprache, Aktualität der Beiträge bzw. Postings, Kontinuität der Aktivitäten und Datenschutz legen.

„Zeitfaktor“

Die Planung, der Einsatz und die Betreuung von Social Media Recruiting benötigen Zeit. Der erforderliche Aufwand sollte gerade auch für die Betreuung nicht unterschätzt werden. Planen Sie also ausreichende personelle Ressourcen zum "Bespielen" Ihres Facebook- oder XING-Auftritts ein.

TIPP: Etwa jedes zweite Unternehmen hat eigens Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen eingestellt, die ihre Social Media Kanäle pflegen (Recruiting Trends 2019). Alternativ können Sie auch die Talente Ihrer Beschäftigten ausschöpfen. Ermöglichen Sie zum Beispiel engagierten und IT-affinen Mitarbeitenden über das Unternehmen zu berichten. Oder lassen Sie die besten Auszubildenden einen Ausbildungsblog schreiben.

„Budget“

Wirksame Social-Media-Aktivitäten benötigen finanzielle Ressourcen. Deshalb sollte die Unternehmensleitung auch ein finanzielles Budget einplanen.

Buchempfehlung der Perwiss-Redaktion

Praxishandbuch Social Media Recruting Experten Know-How, Praxistipps und Rechtshinweise rund um das Thema Social Media Recruiting erhalten Sie von Ralph Dannhäuser. Lesen Sie in dem „Praxishandbuch Social Media Recruiting“ (2020), wie Sie die wichtigsten Social Media Kanäle für Ihre Personalbeschaffung einsetzen, welche Möglichkeiten sich Ihnen im Rahmen von Employer Branding Maßnahmen bieten und wie Sie im War of Talents Ihren Wettbewerbern immer einen Schritt voraus sind.

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Welche Rolle spielen Social Media Guidelines für die Personalarbeit?

Social Media Richtlinien legen einen Handlungsspielraum für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eines Unternehmens in Bezug auf die Nutzung von sozialen Medien, wie zum Beispiel sozialen Netzwerken, Blogs, Wikis, Foto- oder Videoplattformen, fest. Im Allgemeinen enthält ein entsprechender Katalog sowohl gesetzliche Regelungen als auch generelle Handlungsempfehlungen, wodurch sich Unterschiede bezüglich der Verbindlichkeit der Richtlinien ergeben. Weiterhin gelten diese zunächst für den Fall, in dem sich Mitarbeitende im beruflichen Kontext auf Social Media Plattformen bewegen. Sie sind aber oft auch für den privaten Gebrauch zu berücksichtigen bzw. in Erwägung zu ziehen.

Werden Social Media Richtlinien befolgt, bewahrt dies das Unternehmen vor finanziellen Schäden, welche durch das Fehlverhalten von Mitarbeitenden hervorgerufen werden können. Zugleich schützen sich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch die Einhaltung derartiger Richtlinien aber auch selbst. Vor allem, wenn soziale Medien Teil der Kommunikationsstrategie eines Unternehmens sind, sollte auf Social Media Richtlinien nicht verzichtet werden. In diesem Kontext ist es interessant, einen einen bereits erwähnten Aspekt der Recruiting Trends 2019 erneut anzuführen. Im Zusammenhang mit der Professionalität des Social Media Einsatzes, gaben nur 36,5 Prozent der Unternehmen an, einen schriftlich fixierten Social Media Kodex zu haben. Erschreckend ist, dass die Zahl im Vergleich zu 2012 um mehr als 10 Prozent gesunken ist.

TIPP: In unserer "Arbeitshilfe Social Media Richtlinien" erklären wir Ihnen die sieben wichtigsten Richtlinien für Ihr Social Media Recruiting an praxisnahen Beispielen.

Möchten Sie für Ihr Social Media Recruiting Richtlinien erstellen, können Sie die folgende Vorgehensweise anwenden:

  1. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick, indem Sie Social Media Richtlinien anderer Unternehmen unter die Lupe nehmen. Diese sind öffentlich zugänglich und helfen Ihnen, ein besseres Verständnis für die Thematik sowie Anregungen für die Gestaltung Ihrer eigenen Richtlinien zu erhalten.
  2. Stimmen Sie die Richtlinien mit Ihrer Strategie für die externe Kommunikation ab. Berücksichtigen Sie hierbei, welche Regeln im Hinblick auf Ihre Strategie zielführend sind. Gegebenenfalls können Aspekte der Kommunikationsstrategie integriert werden, um deren Motive für Ihre Mitarbeitenden transparent zu machen.
  3. Auch sollten die Richtlinien die Werte bzw. die Philosophie des Unternehmens berücksichtigen, um die Unternehmensreputation in geeigneter Weise zu festigen und kein konträres Unternehmensbild zu vermitteln.
  4. Definieren Sie Verantwortlichkeiten und stellen Sie einen Ansprechpartner für den Bereich Social Media zur Verfügung. So verhindern Sie, dass Mitarbeitende bei Unwissenheit bzw. Unklarheit Fehlentscheidungen treffen.
  5. Beachten Sie, dass gesetzliche Regelungen im Hinblick auf die Nutzung von sozialen Medien definitiv in den Richtlinien Katalog aufgenommen werden sollten. Die Definition weiterer, nicht gesetzesbezogener Richtlinien obliegt letztendlich Ihnen als Unternehmen.

TIPP: Eigene Social Media Richtlinien sind ebenfalls empfehlenswert, wenn Sie keine Social Media Aktivitäten durchführen, da Sie den Mitarbeitern Verhaltensrichtlinien für den privaten Gebrauch geben.

TIPP: Gehen Sie in Ihren Guidelines auch auf Fragen zum Datenschutz ein. Die Datensicherheit gehört zu den wichtigsten Auswahlkritierien für Social Media Kanäle bei den Nutzern. Die meisten Onliner wünschen sich im Hinblick auf soziale Netzwerke einen besseren Datenschutz und eine transparentere Datenverarbeitung. (Studie Soziale Netzwerke 2013, BITKOM)

Wofür können Social Media in der Personalarbeit noch eingesetzt werden?

Unternehmen nutzen Social Media Recruiting insbesondere, um Ihre Unternehmensbekanntheit bei potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu steigern, Bewerbungen auf offene Stellen zu generieren und ihre Arbeitgebermarke zu stärken. Zu diesem Ergebnis kommt die Social Media Personalmarketing Studie 2018. Allerdings stellt sie auch fest, dass die Nutzungsintensität im Recruiting zwar zunimmt, aber in anderen Personalbereichen, wie zum Beispiel dem Personalmarketing, abnimmt.

Dabei können Sie mit Social Media noch mehr Ziele verfolgen, als die klassiche Veröffentlichung von Stellenanzeigen oder die Suche nach Informationen über Bewerberinnen und Bewerber.

„Personalmarketing und Employer Branding“

  • Aufbau und Pflege einer zielgruppenspezifischen positiven Arbeitgebermarke
  • Erhöhung der Identifikation der eigenen Beschäftigten mit dem Unternehmen

„Personalgewinnung“

  • Optimierung der Besucherzahlen auf der eigenen Karrierewebseite (Zugriffe auf Stellenprofile)
  • Einstellen von Stellenanzeigen für spezifische Zielgruppen
  • zielgruppenspezifische Rekrutierung potenzieller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, z. B. Auszubildender über Facebook oder Führungskräfte über XING bzw. LinkedIn
  • Aufbau eines Pools von interessierten Fach- und Führungskräften

„Personalentwicklung“

  • Austausch in Expertennetzwerken (Kollegiale Beratung)
  • eigene Weiterbildung und systematische themenbezogene Informationsgewinnung
  • Erarbeitung eines unternehmensinternem Forums zum Wissensmanagement, z. B. für die Einarbeitung von Mitarbeitenden oder die Ergebnisse von Projekten

„Mitarbeitermotivation“

  • Betreuung von Kollegen an anderen Standorten und im Ausland
  • Aktiver Umgang mit Feedback über Arbeitgeberbewertungsportale
  • Einbeziehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gestaltung der Social Media Kanäle
  • Wertschätzung durch die Präsentation von Mitarbeiterstimmen und -leistungen auf den Plattformen

„Kooperation“

TIPP: In unserem "Wegweiser Social Media 2.0" haben wir Ihnen eine Übersicht über die Anwendung der Top Social Media Kanäle in verschieden HR-Bereichen, von Personalmarketing bis Change Management, zusammen gestellt.

Wo kann ich mehr über Social Media erfahren?

Die career Institut & Verlag GmbH hat 2020 über eine Online-Video-Verleihung die BEST RECRUITERS gekürt. In vier Videos wird die Entwicklung der 400 größten Arbeitgeber Deutschlands im vergangenen Jahr betrachtet und analysiert. Mit über 11.000 untersuchten Arbeitgebern wurden die wichtigsten Recruiting Themen und die Spitzenreiter jeder Branche ermittelt. Die kompletten Beiträge und TOP 10 Recruiter in Deutschland finden Sie hier.

Der Bundesverband für Personalmanager hat einen Beitrag zum Talent Relationship Management und Active Sourcing herausgegeben. Schwerpunkt der Publikation ist der Paradigmenwechsel der Personalbeschaffung im Rahmen der Digitalisierung und neuer Recruiting-Kanäle. Der Talent Relationship Management Prozess wird hier im Detail erläutert und es werden Kennzahlen zum Active Sourcing geliefert. Den ganzen Beitrag finden Sie auf den Seiten des Anbieters (20 Seiten im PDF-Format).

BITKOM beschreibt in dem Leitfaden Social Media (93 Seiten im PDF-Format) unter anderem, welche Anwendungsfelder es für Social Media in Unternehmen gibt, wie sie eine Content-Strategie entwickeln und welche rechtlichen Herausforderungen auf sie warten. Weiterhin finden Sie in dem Leitfaden drei Best-Practice-Beispiele.

Welche Fehler Sie im Social Media Recruiting vermeiden sollten, wird Ihnen in einem Beitrag auf der Seite von Saatkorn erklärt.

Von der Perwiss-Redaktion empfohlene Bücher zu Social Media 

„Praxishandbuch Social Media Recruiting“

Praxishandbuch Social Media Recruting In dem „Praxishandbuch Social Media Recruiting“ (2020) von Ralph Dannhäuser beschreiben unterschiedliche Experten anschaulich, wie Personalgewinnung erfolgreich über Social-Media-Plattformen funktionieren kann. Dabei werden dem Lesenden sowohl die Vor- als auch die Nachteile, welche Social Media Recruiting beinhaltet, präsentiert und aufbereitet. Darüber hinaus werden angrenzende Themenbereiche wie „Employer Branding“ und „War for Talents“ angeschnitten. Die systematisch aufeinander aufbauendenden Rechtshinweise und Praxisbeispiele, welche sich aus Leitfäden und Interviews zusammensetzen, bieten dem Lesenden eine erfolgsversprechende Grundlage, um effektiv im Social Media Bereich agieren zu können. ISBN-13: 978-3658162801

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„Digitalisierung im Recruiting“

verhoevenTim Verhoeven gibt in „Digitalisierung im Recruiting: Wie sich Recruiting durch künstliche Intelligenz, Algorithmen und Bots verändert“ (2019) mit vielen Praxisbeispielen einen Überblick von der digitalen Recruitingwelt. Gleichermaßen an Personalbeschaffer wie Arbeitgeber im Allgemeinen gerichtet, werden die Entwicklungen der letzten Jahre betrachtet sowie zukunftsweisende Technologien ins Auge gefasst. Chatbots, Online-Assessments oder auch Candidate Experience Verfahren sind einige Möglichkeiten, welche thematisch im Buch behandelt werden. ISBN-13: 978-3658258849

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„INSTAGRAM MARKETING“

51O3ZxVYHkL.jpgDas Instagram längst nicht nur ein Ort zum Bilder teilen und für Influencer ist, zeigt Autor Vincent Matthiesen in seinem Buch „INSTAGRAM MARKETING: Das Grundlagen Buch zu Online Marketing & Social Media. Effektiv bloggen, Follower bekommen & Reichweite aufbauen. Schritt für Schritt zum erfolgreichen Unternehmer & Influencer!“ (2019). Matthiesen erläutert die gängigen Methoden und deren Nutzen für Unternehmen, mittels des Mediums Instagram seine Reichweite sowie die Bekanntheit des Unternehmens, der eigenen Marke und der Produkte zu vergrößern. Wissenschaftlich basiert, bietet das Werk einen Schritt für Schritt Leitfaden für Leser jeglichen Wissensstandes über Social Media und Instagram, sodass Praxistipps leicht umgesetzt werden können. ISBN-13: 978-1692473402

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„Der Social-Media-Zyklus“

61xv0HYx99LProf. Dr. Alexander Decker präsentiert in seinem Werk „Der Social-Media-Zyklus: Schritt für Schritt zum systematischen Social-Media-Management im Unternehmen“ (2019) einen strukturierten Ansatz für die strategische Ausrichtung von Unternehmen hinsichtlich Social Media. Mithilfe des strategiegeleiteten Social-Media-Zyklus' bietet das Werk eine Schritt für Schritt Anleitung für Unternehmen. Diese gliedert sich von der Entwicklung einer Social-Media Strategie über die Arten von sozialen Netzwerken bis hin zu Praxistipps und Checklisten für den Alltag. Interessant sind auch die Tipps für Unternehmen, welche nicht aktiv Social Media betreiben wollen. ISBN-13: 978-3658228729

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„Digitales Personalmarketing und Social-Media-Recruiting“

christIn seinem Werk „Digitales Personalmarketing und Social-Media-Recruiting. Wie können kleine und mittelständische Unternehmen mit den Big Playern mithalten?“ (2018) richtet sich Autor Simon Christ gezielt an kleinere Unternehmen, um die Herausforderungen von digitaler Personalarbeit zu meistern. Das nötige Fachwissen und Fingerspitzengefühl für Personalbeschaffer in Zeiten der Internetakquise werden vermittelt, sodass die Möglichkeiten des E-Recruitings gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bestmöglich genutzt werden können. ISBN-13: 978-3960953616

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„Suchmaschinenmarketing in der Personalakquise“

Suchmaschinenmarketing in der Personalakquise „Suchmaschinenmarketing in der Personalakquise: Wie Sie mit Search Engine Advertising die richtigen Mitarbeiter finden“ (2018) ist das Werk von Thorsten Piening und Saskia Kampmeyer. In diesem zeigen sie kompakt auf, wie Unternehmen erfolgreich Mitarbeiter über Social Media gewinnen können. Dabei gehen sie vor allem auf das Thema Search Engine Advertising ein und wie dieses zielführend eingesetzt werden kann. Kontinuierliches Monitoring wird von Piening und Kampmeyer als ein Oberthema behandelt und als Grundlage manifestiert. ISBN-13: 978-3658228057

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Erfolgsfaktor Sourcing“

Erfolgsfaktor SourcingRobindro Ullah, Micheal Witt, Tobias Ortner und Jan Hawliczek veröffentlichten gemeinsam das Buch „Erfolgsfaktor Sourcing: Such- und Ansprachestrategien im World Wide Web“ (2017). Die Autoren verdeutlichen an praktischen Beispielen, wie eine optimale Suche aussehen könnte. Die Autoren versuchen mit ihrem Buch einen revolutionären Ansatz aufzuzeigen und damit einen Ausblick auf das Recruiting von morgen zu schaffen. Die Fragen, welche Persönlichkeiten das Recruiting zukünftig braucht und wie Prozesse aussehen müssen, um sie gewinnbringend zu integrieren, werden in diesem Zusammenhang beantwortet. ISBN-13: 978-3791036816

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„Video ist King!

51gKpNFTyRLYoutube ist die am zweithäufigsten besuchte Webseite Deutschlands. Wie auch Unternehmen das Potential dieses Mediums zu ihren Gunsten nutzen können, erklärt Autor Sven-Oliver Funke in „Video ist King! Erfolgreiches Online-Marketing mit YouTube. Inkl. Storytelling“ (2016). Ausgehend von einer Kanalplanung werden inhaltlich alle gängigen Marketingschritte hinsichtlich des Unternehmens durchgegangen. Die nötigen Ressourcen für ein erfolgreiches Marketing auf der Plattform werden ebenfalls gelistet und beschrieben. Ergänzt werden die Inhalte mit Benchmarks und Best-Practice Beispielen, für einen kompetenten Auftritt auf der Videoseite. ISBN-13: 978-3836239257

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oliver lilieFoto: Dirk Mahler

Oliver Lilie ist Arbeitswissenschaftler und geprüfter HR-Manager. Seit 1998 leitet er die MA&T Organisationsentwicklung GmbH als geschäftsführender Gesellschafter. Er begleitet und berät Unternehmen bei der Strategieentwicklung und der Gestaltung von Arbeitsprozessen. Führung, Personalmanagement und Change zählen zu seinen Trainingsthemen. Als einer der Hauptredakteure auf Perwiss befasst er sich insbesondere mit Arbeit 4.0, Führung und New Work.

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