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Warum Kommunikation so wichtig ist – und wie man sie verbessert

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, „Si tacuisses philosophus mansisses“ etc. – die Liste der Sinnsprüche, die empfehlen, auch mal nichts zu sagen, ist lang. In vielen Bereichen haben sie auch durchaus ihre Berechtigung, besonders dann, wenn es eher ums Tippen als ums Reden geht – wobei die Betroffenen meist nicht im Verdacht stehen, auf Ratschläge zu reagieren.

Es gibt aber natürlich auch Felder, auf denen reden – und zwar miteinander reden – absolut essentiell ist. Eines davon ist die Berufswelt. Wenn hier die Kommunikation nicht stimmt, kann man als Unternehmen keinen Erfolg haben. Das gilt sowohl für das interne Miteinander der Kolleginnen und Kollegen als auch für alles, was an den Kunden oder andere Geschäftspartner weitergegeben wird.

Gute interne Kommunikation wirkt sich nach außen aus

Die Wichtigkeit einer direkten und unkomplizierten Gesprächskultur innerhalb eines Unternehmens kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nur, wenn in dieser Hinsicht alles stimmt, kann ein Betrieb auch nach außen hin geschlossen auftreten und gegenüber Geschäftspartnern Versprechen und Fristen einhalten. Dabei kommt es nicht nur darauf an, dass diese Kommunikation stattfindet, insbesondere das „Wie“ ist von entscheidender Bedeutung.

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Je offener und freundlicher der Umgang miteinander ist, desto produktiver arbeiten alle Kolleginnen und Kollegen. Sie kommen motivierter zur Arbeit und haben weniger Angst davor, Fehler zu machen. Besonders für Vorgesetzte ist es aber nicht immer leicht, den richtigen Ton zu finden. Gespräche über Projekte oder andere betriebliche Angelegenheiten zu führen und dabei die richtige Mischung aus Nähe und Distanz zu finden, gehört zu den größten Herausforderungen bei der Menschenführung. Wer neu in eine solche Rolle kommt oder in dieser Hinsicht bei sich selbst Defizite erkennt, sollte an einem Lehrgang teilnehmen, bei dem erfahrene Führungskräfte ihre Kommunikationsmodelle vorstellen.

Wenn die interne Kommunikation stimmt und sich jeder einzelne Mitarbeitende dadurch als wichtiger Teil des großen Ganzen sieht, arbeitet ein Betrieb deutlich effizienter – und das bekommen auch die Kunden mit. So wirkt sich die Art und Weise, wie Kolleginnen und Kollegen miteinander umgehen, auch direkt auf den Umsatz des Unternehmens aus.

Was macht gute Kommunikation aus?

Viele Arbeitgeber setzen heutzutage in losen Abständen auf Teambuilding-Events, die das Wir-Gefühl stärken und somit zu besserer Arbeit führen sollen. Das ist eine gute Sache, die sicherlich auch einen positiven Effekt hat – ohne eine vernünftige Basis verpuffen solche Maßnahmen allerdings größtenteils. Diese Basis ist der tägliche Umgang miteinander. Nur wenn er stimmt, kann aus der Vielzahl der verschiedenen Charaktere, die in einem Büro zusammenkommen, eine – zumindest in beruflichem Sinne – homogene Einheit werden.
Wichtig sind dabei vor allem diese beiden Faktoren:

Kommunikation auf Augenhöhe

Wer von einem Vorgesetzten ständig von oben herab behandelt wird, brennt morgens wohl kaum darauf, ins Büro zu kommen. Als Abteilungsleiter/in oder in einer anderen führenden Position sollte man also versuchen, mit seinen Mitarbeitenden auf einer Ebene zu kommunizieren. Das heißt nicht, dass man so tun soll, als sei man ihr bester Freund, denn am Ende sind Hierarchien eben doch wichtig und die Verantwortung für ein Projekt liegt bei der Führungskraft; mit dem krampfhaften Versuch, ständig Härte zu zeigen, kommt man aber auch nicht weit. Wie so oft ist hier der Mittelweg der goldene.

Direkte, ehrliche Gespräche

Es stehen Überstunden an, ein Projekt wurde nicht rechtzeitig fertig, es ist ein Fehler passiert – sowohl für Vorgesetzte als auch für Angestellte gibt es Themen, die eher unangenehm sind. In einem solchen Fall ist es wichtig, sie direkt anzusprechen. Dass sich das Problem von selbst löst, indem man es totschweigt, ist mehr als unwahrscheinlich, und je später man sich um eine Lösung kümmert, desto mehr Stress hat man am Ende damit.

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Auch bei Problemen unter Kolleginnen und Kollegen sollte man den Mut haben, sie offen anzusprechen, anstatt hinter dem Rücken des anderen direkt zur Abteilungsleitung zu gehen. So lassen sich Unstimmigkeiten oftmals aus der Welt schaffen, ohne dass sie zu einer echten Belastung werden. Bekommt der Kollege oder die Kollegin stattdessen mit, dass er bzw. sie übergangen wurde – und das wird er bzw. sie mitbekommen – kann die Atmosphäre innerhalb einer Abteilung schnell vergiftet werden. Dieses Problem entwickelt dann meist eine Eigendynamik, die nur noch schwer aufzuhalten ist.