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Studien Gesundheitsmanagement

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Themen wie Gesunde Führung, Erholungsmaßnahmen, Stressfaktoren oder Langzeiterkrankungen werden in den Studien zum Gesundheitsmanagement aufgegriffen und untersucht. Dabei werden vor allem Ursachen betrachtet und Wege zur Vermeidung gesundheitsschädigender Faktoren aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis

2019

DAK- Gesundheitsreport 2019

Die DAK- Gesundheit erstellte auch in diesem Jahr einen Gesundheitsreport. Im Mittelpunkt der Analyse standen dabei die Themen „Arbeitsunfähigkeit“ und „Suchterkrankung“. Die empirische Befragung berücksichtige alle Personen, die 2018 aktiv erwerbstätig und wenigstens einen Tag lang Mitglied der DAK- Gesundheit waren. An der Studie nahmen für das Berichtsjahr 2018 ungefähr 2,5 Mio. Probanden teil, davon waren 46% Männer und 54% Frauen.  Die DAK- Gesundheit wird bei Arbeitsunfähigkeit, sowie Arbeitsausfall über den Gesundheitszustand ihrer Klienten informiert.

Auf dieser Basis ergaben sich folgende Ergebnisse:

  • Der Krankenstand erhöhte sich zum Vorjahr um 0,1 Prozent auf 4,2 Prozent.
  • Im Durchschnitt fallen die Befragten 12,6 Tage in ihrem Beruf aus.
  • Die häufigsten Erkrankungen waren Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, Atemwegserkrankungen und psychische Erkrankungen.
  • Bei Personen, die als psychisch krank gemeldet sind, konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Arbeitsunfähigkeitstage verzeichnet werden.

Alle Ergebnisse können im Detail noch einmal in der 252 Seiten umfassenden Studie nachgelesen werden, die direkt auf den Seiten der DAK-Gesundheit bereitsteht.

 

2018

Studie: TK Gesundheitsreport 2018

Im Zentrum des diesjährigen Gesundheitsreportes der Techniker Krankenkasse steht die Fragestellung „Fit oder fertig? Erwerbsbiografien in Deutschland“. Es wird empirisch belegt, wie häufig und aus welchen Gründen berufliche Tätigkeiten beendet oder unterbrochen werden. Im Gesundheitsreport wird darauf eingegangen, welche Beschäftigtengruppen dabei betroffen sind.

Die erhobenen Daten stammen von 5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten oder arbeitslos gemeldeten Mitgliedern der Techniker Krankenkasse.

Zentrale Ergebnisse:

  • Im Jahr 2017 wurden 5,79 Millionen Arbeitsunfähigkeitsfälle und 77 Millionen Fehltage registriert: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Werte leicht gesunken.  
  • Auch die Arbeitsunfähigkeitsquote ist von 50,3% auf 49,2% gefallen.
  •  Der häufigste Grund für die Beendigung des Erwerbslebens bleibt das Erreichen der Regelaltersgrenze. Im Jahr 2017 lag diese bei 65,5 Jahren.
  •  Jede siebte Frau und jeder 20. Mann nahmen zwischen 2013 und 2017 Elternzeit oder Elterngeld in Anspruch. Die höchste Anzahl wurde hierbei im Alter von Anfang 20 verzeichnet.

Die ausführlichen Ergebnisse des Gesundheitsreports 2018 (96 Seiten, PDF-Format) erhalten Sie kostenfrei auf den Seiten der Techniker Krankenkasse.

2017

Studie: Gesund Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt. Daraus ergeben sich auch neue Anforderungen an die Betriebliche Gesundheitsförderung.

Die Studie #whatsnext – Gesund Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt aus dem Jahr 2017 nimmt sowohl den aktuellen Stand des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Deutschland als auch zukünftige Handlungsfelder „unter die Lupe“.

An der Studie in Form einer Online-Befragung beteiligten sich 825 Organisationen (Wirtschaftsunternehmen sowie Einrichtungen des öffentlichen Dienstes).

Die Studie wurde in Kooperation der Studienpartner Techniker Krankenkasse, dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) sowie dem Personalmagazin der Haufe Gruppe durchgeführt.

Einige zentrale Ergebnisse:

  • Nur circa jede 6. befragte Organisation besitzt mehr als eine 100%-Stelle für die betriebliche Gesundheitsförderung. 35% müssen komplett auf personelle Ressourcen bei der Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsförderung verzichten.
  • Als wichtigsten Faktor für die Förderung der Beschäftigtengesundheit stufen 88,3% der Befragten das Engagement der Führungskräfte ein.
  • Fast alle der befragten Verantwortlichen rechnen in den kommenden 5 Jahren mit einem gleichbleibenden (43%) oder wachsenden (40,4%) Budget für die betriebliche Gesundheitsförderung.
  • Entgegen häufiger Vermutungen setzen Unternehmen zunehmend auf ressourcenstärkende und nicht auf krankheitsvermeidende Maßnahmen. Daher sind Themen wie lebenslanges Lernen sowie Schlaf und Erholung besonders bedeutsam.
  • Neben den Bedürfnissen älterer Beschäftigter als zentrales Thema umfassen Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung vermehrt auch die Bedürfnisse von Auszubildenden, jungen Beschäftigten sowie Flüchtlingen und Beschäftigten mit Migrationshintergrund.

Die vollständige Studie (56 Seiten, PDF-Format) erhalten Sie kostenfrei auf der Anbieterseite.

2016

Entspann dich Deutschland - TK-Stressstudie 2016

Die Themen Stress und Burnout sind schon seit einigen Jahren keine Tabu-Themen mehr. Aber reden wir heutzutage nur offener über diese Sachverhalte oder ist die öffentliche Diskussion tatsächlich aktueller Relevanz geschuldet? Die Studie „Entspann dich Deutschland – TK-Stressstudie 2016“ analysiert zum dritten Mal den Umgang der Deutschen mit Stress und die Möglichkeiten einer gesunden Gestaltung des Alltags in Beruf und Freizeit.

1.200 Personen ab 18 Jahren befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa für die Studie der Techniker Krankenkasse im Juni und Juli 2016.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • 61% der Befragten fühlen sich manchmal bis häufig gestresst und ebenso viel Prozent beklagen eine Steigerung des Stresspegels in den vergangenen drei Jahren. 
  • Arbeit ist der Stressfaktor Nummer eins, jedoch können den verschiedenen Lebensphasen die größten Stressauslöser zugeordnet werden:

Beruf (18- bis 29-Jährige),

Kinder (30- bis 39-Jährige),

private Konflikte (40- bis 49-Jährige)

schwere Krankheit eines Nahestehenden (50- bis 59-Jährige) und

die Pflege eines Angehörigen (60- bis 69 Jährige).

  • Dem Stress begegnen die meisten Befragten mit einer „Durchhalte-Strategie“ und der Entspannung beispielsweise durch Hobbies, Faulenzen sowie Freunde und Familie.
  • Die digitale Transformation und die einhergehende „Always on“-Mentalität wirken sich negativ auf das Stressempfinden der Befragten aus.
  • Stress korreliert nicht nur mit seelischen Problemen sondern auch mit Resultaten wie Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Diese und weitere Ergebnisse stehen Ihnen kostenfrei in der Studie (56 Seiten, PDF-Format) auf der Homepage der Techniker Krankenkasse zur Verfügung.

Studie: Gesunde Führung

Im Rahmen der Mindful-Leadership Konferenz hat sich die Universität Witten/Herdecke dem Thema „gesunde Führung“ gewidmet. Achtsamkeit wird auch im Unternehmenskontext stets wichtiger, diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Führungsstile aus. Gesunde Führung ist für die Mitarbeitenden mit positiven Effekten verbunden und wirkt sich somit auf das Klima des gesamten Unternehmens aus.

Doch welche Bedingungen sind für einen gesunden Führungsstil erforderlich und inwiefern ist diese Führungsart bereits in den Unternehmensalltag eingebunden?

Die Studie beleuchtet diese Aspekte und beschäftigt sich mit dem aktuellen Stand der Forschung.

An der Befragung nahmen 211 Führungskräfte aus verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen teil. Die Daten wurden im März 2016 mittels einer Onlinebefragung erhoben.

Wichtige Studienergebnisse:

  • 44% der Befragten verbinden das Wort „Wertschätzung“ mit gesunder Führung.
  • Gesunde Führung wird in den Betrieben bereits gelebt, wobei die Führungskräfte in der Mitarbeiterführung besser abschneiden als in der Selbstführung
  • Voraussetzungen für eine gesunde Führung können sowohl auf Unternehmensseite als auch auf Seite der Führungskräfte geschaffen werden.
  • Eine positive Gesundheitskultur hängt gleichermaßen mit gesundheitsförderlicher Selbst- als auch Mitarbeiterführung zusammen.

Diese und weitere Ergebnisse der Studie stehen auf der Seite der Mindful-Leadership Konferenz zum kostenfreien Download bereit.

TK-Gesundheitsreport 2016

Der Gesundheitsreport 2016 der Techniker Krankenkasse analysiert die gesundheitliche Situation der Beschäftigten in Deutschland. Im Mittelpunkt der Umfrage stand in diesem Jahr vor allem die Generation der 30- bis 44-jährigen Beschäftigten, für die die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf ein zentrales Thema ist.

Das Schwerpunktthema Gesundheit zwischen Beruf und Familie zeigt auf wie herausfordernd es sein kann, sowohl dem Berufs- als auch dem Familienleben gerecht zu werden. Nicht selten führt der Versuch die beiden Bereiche in Einklang zu bringen zu gesundheitlichen Belastungen.

Für den jährlich erscheinenden Report wurden routinemäßig erfasste anonymisierte Daten von aktuell 4,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und arbeitslosen TK-Mitgliedern herangezogen.

Zentrale Ergebnisse:

  • Psychische Störungen, Atemwegserkrankungen, Krankheiten des Bewegungsapparats sowie Verletzungen sind vor allem für den Krankenstand verantwortlich.
  • Erkrankungsbedingte Fehlzeiten variieren stark zwischen den Bundesländern (12,8 beziehungsweise 13,4 Fehltage in Baden-Württemberg und Bayern aber 19,1 beziehungsweise 19,5 Fehltage in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern).
  • Die traditionelle Familienkonstellation „berufstätiger Mann mit Ehefrau ohne relevantes eigenes Einkommen“ ist heutzutage im mittleren Erwerbsalter nur noch relativ selten anzutreffen.
  • 19,5% der Beschäftigten im mittleren Alter gingen einer befristeten Beschäftigung nach.
  • Männer schränken ihre Berufstätigkeit nur relativ selten für die Kinderbetreuung ein.
  • Fehlzeiten aufgrund psychischer Störungen lagen bei Frauen im mittleren Erwerbsalter mit 3,02 Tagen deutlich höher als bei Männern mit 1,74 Tagen.

Den gesamten Gesundheitsreport (192 Seiten im PDF-Format) mit allen weiteren Ergebnissen steht auf der Webseite der Techniker Krankenkasse zum kostenfreien Download bereit.

Studie: Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016

Die Studie „Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016“, die im Auftrag der pronovaBKK durchgeführt wurde, zeigt, dass sich deutsche Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Ihrem Job zunehmend gestresst fühlen. Durch die Belastung und das hohe Stresslevel wird die Gesundheit häufig vernachlässigt. Aus diesem Grund ist die Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz ein zentrales Thema.

In einer Online-Befragung wurden 1660 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen befragt.

Ergebnisse der Befragung:

  • 65% der Befragten steht ein Angebot zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge zur Verfügung
  • Die Top-3-Angebote der Gesundheitsförderung sind: Allgemeine Gesundheitsprüfung durch den Betriebsarzt (29%), Kantine mit gesundem Essen ( 27%) und Augenuntersuchungen (22%)
  • Vor allem größere Unternehmen (501 – 1000+ Mitarbeitende) stellen ein Angebot zur Gesundheitsförderung zur Verfügung
  • 85% der Befragten nutzt mindestens ein Angebot der Gesundheitsförderung
  • Das beliebteste Angebot ist der Obstkorb (81%) gefolgt von der Kantine mit gesundem Essen (70%)
  • Ständiger Termindruck (38%), schlechtes Arbeitsklima (37%) und emotionaler Stress (36%) führen zu einer besonders hohen Belastung am Arbeitsplatz

Die gesamten Ergebnisse der Studie (102 Seiten im PDF-Format) stehen auf der Webseite der pronovaBKK zum kostenfreien Download bereit.

Ebenfalls zu finden sind zwei Infografiken, welche auf die Potenziale des betrieblichen Gesundheitsmanagements verweisen und nochmals die Hauptursachen und deren Folgen sowie Erholungsmaßnahmen aufzeigen.

Gute Vorsätze der Arbeitnehmer für das Jahr 2016

Das Versicherungs-Start-Up Community Life führte eine Online-Befragung mit 1.113 Personen zum Thema Work-Life-Balance durch. Die Studie beschäftigte sich zentral mit den guten Vorsätzen der Arbeitnehmer für das Jahr 2016. Dabei wurden die Teilnehmenden gezielt danach gefragt, wie sie ihre Work-Life-Balance besser bewerkstelligen wollen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sind:

  • Die meisten Arbeitnehmer wünschen sich für das Jahr 2016 flexiblere Arbeitszeitmodelle, wollen Überstunden vermeiden und suchen Aktivitäten zum Ausgleich in ihrer Freizeit.
  • Der Großteil der Maßnahmen verfolgt das Ziel, einen Ausgleich zwischen dem Job und der Familie zu schaffen. Dafür möchten sich 31 Prozent der Berufstätigen gerne eine längere Auszeit nehmen und 29 Prozent planen, entweder die Anzahl der Arbeitstage zu reduzieren oder vermehrt zu Home Office überzugehen.
  • Insbesondere die 35- bis 54-Jährigen favorisieren die Möglichkeit verstärkt von zu Hause aus zu arbeiten. Die Berufstätigen über 55 Jahre würden hingegen auch auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten, um mehr Freizeit zu haben.
  • Die Strategien und Vorsätze der Arbeitnehmer unterscheiden sich jedoch sehr individuell. In der Regel hat sich jeder Berufstätige drei bis vier gute Vorsätze vorgenommen.

Ein allgemeines Fazit der Studie für Interessierte an dem Thema Work-Life-Balance und für Personaler ist, dass 43 Prozent der Berufstätigen die Entscheidung zwischen zwei vergleichbaren Arbeitsstellen nach der Work-Life-Balance-Kultur im Unternehmen treffen würden.

Den Artikel "Strategien für eine gute Work-Life-Balance" im Blog von Community Life und weitere Details zu der Studie finden Sie auf den Seiten des Anbieters.

2015

DGB-Report 2015 - Schwerpunkt: Ursachen der Arbeitshetze

Der DGB-Index „Gute Arbeit“ ermittelte die Arbeitsbedingungen von rund 4900 Beschäftigten. Hierbei werden die Arbeitnehmenden jährlich zu den Themen: Belastungssituation, Ausstattung der Ressourcen, Einkommensbewertung und Arbeitsplatzsicherheit befragt. In diesem Jahr wurden die Beschäftigten gebeten auch die Ursachen von arbeitsbedingtem Zeitdruck einzuschätzen und zu beurteilen.

Zentrale Ergebnisse:

  • 65% der Befragten empfinden einen hohen Zeit- und Termindruck aufgrund von gleichzeitig zu bearbeitenden Vorgängen und Projekten.
  • 63% sehen eine zu knappe Personalbemessung als Grund für hohen Zeit- und Termindruck.
  • 32% der Beschäftigten gaben an ihre Pause häufig zu verkürzen oder sogar ganz ausfallen zu lassen.
  • Eine hohe persönliche Wertschätzung von ihrem Vorgesetzten erfahren 50% der Befragten. 18% der Befragten empfinden die persönliche Wertschätzung sogar in sehr hohem Maß.
  • 47% der Beschäftigten arbeitete an 5 oder mehr Tagen im Jahr obwohl sie sich richtig krank gefühlt haben.

Den vollständigen DGB-Index (13 Seiten im PDF-Format) mit allen weiteren Ergebnissen und Infografiken können Sie auf den Seiten des Deutschen Gewerkschaftsbunds kostenfrei herunterladen.

BKK-Gesundheitsreport: Langzeiterkrankungen

Die Betriebskrankenkasse wertet jährlich im Zuge des BKK-Gesundheitsreportes die Daten Ihrer Versicherten aus dem vorherigen Jahr aus. Für das Jahr 2014 konnten somit 78,1 Prozent der BKK-Versicherten und 13 Prozent aller gesetzlich Krankenversicherten betrachtet werden. Zudem wurden neben dem allgemeinem Krankheitsgeschehen in diesem Jahr lang andauernde und chronische Krankheiten thematisiert.

Die wichtigsten Ergebnisse des BKK-Gesundheitsreports 2015 sind:

  • Im Vergleich zum Vorjahr ist der Krankenstand von 4,88 Prozent auf 4,75 Prozent leicht gesunken. Mehr als die Hälfte der arbeitsunfähigen Tage werden durch Muskel- und Skeletterkrankungen, psychische Störungen und Atemwegserkrankungen verursacht.
  • Nur etwa 4 Prozent der Arbeitsunfähigkeiten werden durch Langzeiterkrankungen (Dauer von mehr als 6 Wochen) hervorgerufen. Jedoch schlagen sich diese mit fast der Hälfte der gesamten Ausfalltage nieder.
  • Auch bei den Langzeiterkrankungen liegen die häufigsten Ursachen in Muskel- und Skeletterkrankungen sowie psychischen Störungen.
  • Frauen weisen in der Regel mehr Ausfallfälle und -tage als Männer auf. Jedoch lassen sich hier bei den Langzeiterkrankungen keine Unterschiede erkennen.
  • Besonders betroffen von Langzeiterkrankungen sind Berufsfelder, wie zum Beispiel Beschäftigte im Postdienst und im Bereich Abfallbeseitigung und Recycling.

In dem 456-seitige BKK-Gesundheitsreport 2015 (im PDF-Format) finden Sie zudem weitere Details zum allgemeinen Krankheitsgeschehen, Diagnosen und einen Bezug zur Arbeitswelt und verschiedenen Regionen. Außerdem bietet Ihnen der Report weitere Informationen aus der Politik, Wirtschaft und Praxis an.

Im Jahr 2014 (Auswertung für das Jahr 2013) wurden der BKK-Gesundheitsreport mit ausführlichen Details zur Gesundheit in Regionen veröffentlicht. Auch diese Studie können Sie auf den Seiten der BBK einsehen.

Mercer-Studie: Stressfaktor Smartphone 2015

Sind auch Sie 24 Stunden am Tag über Ihr (Dienst-)Handy für Ihre Kunden erreichbar? – dann wird Sie die Studie "Stressfaktor Smartphone" interessieren! Das Beratungsunternehmen Mercer befragte in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München und der Fachhochschule Rosenheim zu diesem Thema mehr als 150 Führungskräfte in Deutschland.

Das zentrale Ergebnis war: 99 Prozent der deutschen Führungskräfte sind außerhalb der regulären Arbeitszeit beruflich erreichbar und 90 Prozent sind weiterhin auch im Urlaub geschäftlich zu erreichen. Jedoch fühlen sich neun von zehn der befragten Führungskräfte durch ihr Smartphone und die damit verbundene unbeschränkte Erreichbarkeit gestresst.

Die Studie wurde bereits zum zweiten Mal durchgeführt. Im Vergleich zu den Ergebnissen aus dem Jahr 2012 konnten folgende Änderungen im Nutzungsverhalten erkannt werden:

81 Prozent der Führungskräfte nutzen ein und dasselbe Smartphone für berufliche und private Zwecke. In der ersten Studie waren es 70 Prozent. Dies hat zur Folge, dass das Smartphone nach Feierabend nicht ausgeschaltet wird, wie es bei zwei Smartphones möglich wäre. Somit findet eine Entgrenzung von Arbeits- und Privatleben statt, was zur einer verkürzten Regenerationszeit und weiteren unerwünschten Folgen führt.

Auf Basis dieser Erkenntnis wirft die Studie die Frage der rechtlichen Aspekte in Bezug auf die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit vom Arbeitsnehmer auf.

Die Studie zeigt jedoch nicht nur die schlechten Seiten des Smartphones im Arbeitsalltag auf: So ist das Medium mittlerweile ein fester Bestandteil der Berufswelt auf das der Arbeitnehmer, insbesondere Führungskräfte, nicht mehr verzichten wollen. So bringt das Smartphone mehr Flexibilität und Mobilität und kann zudem auch zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen.

Die Quintessenz der Studie ist letztendlich, dass Unternehmen und Mitarbeitende verbindliche Regeln für den Umgang mit Smartphones einführen und gezielt Aufklärung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement betreiben sollten.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Studienergebnisse sendet Ihnen Mercer auf Anfrage zu. Zudem können Sie die Pressemitteilung zu der Studie auf den Seiten des Anbieters einsehen.

Studie: BGM im Mittelstand 2015

Die Studie “BGM im Mittelstand 2015” ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fachzeitschrift Personalwirtschaft, des Fürstenberg Instituts, der Techniker Krankenkasse und der ias-Gruppe. An der Umfrage beteiligten sich rund 400 deutsche Unternehmen.

„Die Studie zeigt, dass das Thema Gesundheit auch im Mittelstand angekommen ist – ein positives Signal. Jedoch fehlen vielerorts noch klare Strategien und ein strukturiertes Vorgehen. Damit schöpfen viele Unternehmen das Potenzial, das BGM für die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens hat, noch nicht aus.“ 
(Arndt Kempen, Vorstandsvorsitzender der ias Aktiengesellschaft)

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass für 61,6 Prozent der mittelständischen Unternehmen das Betriebliche Gesundheitsmanagement einen hohen Stellenwert hat. Jedoch verfolgen nur 42,9 Prozent auch klar definierte Ziele.

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • Knapp 75 Prozent der befragten Unternehmen sehen die Verantwortung für Gesundheit beim Mitarbeitenden. Daher beziehen sich die meisten Maßnahmen auf die Arbeitszufriedenheit der Arbeitnehmer. Als Kontrollinstrument wird dabei häufig, die persönliche Rückmeldung der Mitarbeitenden genutzt.
  • Die größten Hürden in der Umsetzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sind fehlende monetäre Mittel, personelle Ressourcen und die mangelnde Zustimmung der Geschäftsleitung. Zudem halten jedoch gleichzeitig über 90 Prozent der Befragten die Unterstützung der Führungsebene für erfolgsentscheidend.
  • Weiterhin beschreibt die Studie neben den Hürden Herausforderungen für den Unternehmenserfolg, welche den Demografischen Wandel, den Fachkräftemangel und die Mitarbeiterbindung mit einbeziehen. Um diese zu bewältigen, messen die befragten Unternehmen vor allem einer guten Führungskultur und der Attraktivität der Arbeitsgebers Bedeutung zu.

Die Erkenntnis der Studie ist, dass sich das Betriebliche Gesundheitsmanagement an den Unternehmenszielen orientieren muss und so einen wichtigen Beitrag dafür leisten kann, mit den Chancen und Risiken der modernen Arbeitswelt umzugehen.

Eine Presseinformation zur Studie und die 28-seitige Studie selbst finden Sie kostenfrei auf den Seiten der ias-Gruppe. (PDF-Format)

Gesundheitsmonitor: Psychosozialer Stress am Arbeitsplatz

Der Gesundheitsmonitor wird jährlich von der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der BARMER GEK herausgegeben. Eine aktuelle Studie, die im Rahmen des Gesundheitsmonitors erstellt wurde und etwa 1.000 Erwerbstätige in Deutschland befragte, beschäftigt sich mit psychosozialen Anforderungen am Arbeitsplatz.

Demnach geben etwa 25% der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Vollzeit an, dass sie nicht glauben, das eigene Arbeitstempo dauerhaft durchhalten zu können. Weiterhin erreichen 18% der Befragten oft die eigenen Leistungsgrenzen und 23% der Befragten arbeiten gänzlich ohne Pausen.

Begründet werden diese Zahlen durch hohe Leistungsanforderungen. 42% der Befragten geben an, dass sie in einem Arbeitsumfeld mit ständig wachsenden Leistungszielen arbeiten. Eine Überforderung entsteht dann, wenn diese hoch angelegten Ziele zu neuen Standards umgewandelt werden.

Dies heißt nicht, dass sich das Führen mit Zielen allgemein negativ auswirkt. Die Selbstgefährdung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steigt nach Ergebnissen der Studie erst mit der Zielspirale (stetig wachsende und unrealistische Ziele) und nicht vergüteten Überstunden.

Reduziert werden die Selbstgefährdung und das Burnout-Risiko durch entsprechende Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mehr Handlungs- und Entscheidungsspielräume fördern zudem die Arbeitszufriedenheit und eine ausgeglichene Work-Life-Balance.

Weitere interessante Ergebnisse können Sie in dem Newsletter-Beitrag (12 Seiten im PDF-Format) des Gesundheitsmonitors nachlesen. Der komplette Gesundheitsmonitor steht Ihnen kostenpflichtig auf der Homepage des Anbieters zur Verfügung.

2014

Global 50 Remuneration Planning Report: Work-Life-Balance

Die Tower-Watson-Studie "Global 50 Remuneration Planning Report" beantwortet die Frage: Welchen Arbeitnehmern wird die beste Work-Life-Balance geboten? - Die Antwort lautet: den deutschen Arbeitnehmern! Die Studie enthält die neusten Lohn- und Bonus-Informationen für 50 Schlüsselpositionen in 58 Ländern weltweit und ermöglicht so einen länderübergreifenden Vergleich.

Die zentralen Ergebnisse der Studie sind:

  • Die deutschen Facharbeiter und Arbeitnehmer im mittleren Management landen im Ländervergleich sowohl beim Gehalt  als auch bei den arbeitsfreien Tagen auf den vordersten Plätzen.
  • So verdient ein Facharbeiter in Deutschland in den Median 51.565 Euro. Damit liegen sie auf dem fünften Platz nach der Schweiz, Dänemark, Luxemburg und Norwegen. Noch besser scheiden die Arbeitnehmer im mittleren Management ab, welche einen Grundgehalt im Median in Höhe von 98.656 Euro erhalten und damit auf dem dritten Platz landen.
  • Neben den guten Gehaltschancen punktet Deutschland auch mit den Urlaubstagen. So haben nach der Studie deutsche Arbeitnehmer im Schnitt jährlich 39 arbeitsfreie Tage (inklusive der gesetzlichen Feiertage). Mehr arbeitsfreie Tage gibt es nur in Russland, Finnland, Frankreich und Spanien.
  • Setzt man den Gehalt und die Urlaubstage ins Verhältnis gehen die deutschen Arbeitnehmer als Spitzenreiter hervor.

Die Pressemitteilung "Deutschland ist europäischer Spitzenreiter bei Work-Life-Balance" vom 31. März 2015 finden Sie auf den Seiten des Anbieters.

Rewarding and sustainable health-promoting leadership (2014)

Wissenschaftler aus Deutschland, Schweden und Finnland befragten, im Rahmen des Projektes ReSuLead, ab dem Jahr 2011/2012 1.006 Beschäftigten und 131 Führungskräfte in den drei Ländern über einen Abstand von 22 Monaten. Innerhalb der Studie „Rewarding and sustainable health-promoting leadership“ absolvierten die Teilnehmenden zwischen der ersten und zweiten Befragung ein Training zur gesundheitsbewussten Führung.

Das Ziel der Studie war es, kausale Zusammenhänge zwischen dem Führungsverhalten und der Gesundheit der Geführten aufzudecken. Als Ergebnis konnte ein klarer Zusammenhang definiert werden.

Letztendlich erwies sich Führung als gesundheitsfördernd, wenn sie:

  • Den Untergebenen Freiräume zum selbstständigen Entscheiden ließ,
  • Mitarbeiter bei Entscheidungen einbezogen wurden,
  • Die Kollegen unterstützten oder
  • Mitarbeiter zum hoffnungsvollen und kreativen Denken anregte.

Die Studie beantwortet weiterhin folgende drei Fragen:

  • Welche Führungsverhaltensweisen wirken auf (welche) Gesundheitsindikatoren?
  • Hat das Führungsverhalten einen Einfluss auf die Ausprägung der Tätigkeitsanaforderungen der Beschäftigten?
  • Über welche Prozesse werden die postulierten Wirkungen des Führungsverhaltens auf die Gesundheit erreicht? Welche Rolle kommt dabei den Merkmalen der Arbeitsaufgabe zu?

Wenn Sie mehr über die Antworten auf unter anderem die drei Fragen erfahren möchten, können Sie hier den Ergebnisbericht der Studie, erstellt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, kostenfrei einsehen. Der Bericht gliedert sich in eine ca. 35 Seiten umfassende deutsche Zusammenfassung und 215-seitige englische Projektbeschreibung. (PDF-Format)

Zudem wird Ihnen auf der Seite des BBGM ein kurzer Artikel über diese Studie angeboten.

2013

Studie: Gesunde Führung

Auch aus ökonomischer Sicht ist das Wohlbefinden der Beschäftigten am Arbeitsplatz von großer Relevanz. Denn so lassen sich Leistungsbereitschaft und Produktivität steigern. Doch mit welchen Maßnahmen können Unternehmen für mentales Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen? Welche Rolle spielen Führungskräfte dabei? Diesen und weiteren zentralen Fragen widmet sich die Studie „Gesunde Führung – Wie Unternehmen eine gesunde Performancekultur entwickeln“.

Für die Studie wurde eine Befragung von der compamedia GmbH mit über 15.000 Beschäftigten, 264 Führungskräften und Personalleitern aus 96 mittelständischen Unternehmen zu den Themen Führung und Gesundheit von Prof. Dr. Heike Bruch und Sandra Kowalevski vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St . Gallen durchgeführt. Die befragten Unternehmen sind an dem Arbeitgeber-Benchmarking des Anbieters TOP JOB beteiligt.

Zentrale Ergebnisse:

  • „Vorbildliche“ Führungskräfte mit einem auf physische und psychische Gesundheit ausgelegten Führungsstill führen mit großer Wahrscheinlichkeit zu gesunden Beschäftigten.
  • Obwohl die psychische Gesundheit im Unternehmen positiv durch gesunde Führung beeinflusst wird, ist nur in etwa einem Viertel der befragten Unternehmen ein „gesunder Führungsstil“ gut oder sehr gut etabliert.
  • Der Erfolg für psychisch gesunde Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen liegt in der Kombination von ergebnisorientierter und inspirierender Führung ergänzt um eine Ausrichtung auf Gesundheit.
  • Als wichtige Kriterien für die Mitarbeitergesundheit gelten außerdem Selbstbestimmung, Selbstbefähigung, Entwicklungs- und Karriereperspektiven sowie die Balance zwischen Arbeit und Auszeiten.
  • Eine höhere Investition in betriebliches Gesundheitsmanagement zahlt sich mit einer beträchtlichen Verbesserung der psychischen Gesundheit der Beschäftigten aus – besonders relevant ist dabei die Vernetzung der angebotenen Maßnahmen.

Die gesamte Trendstudie (36 Seiten im PDF-Format) kann auf der Webseite von Top Job kostenfrei heruntergeladen werden.

Continentale Studie 2013

Auch im Jahr 2013 veröffentlicht die Continentale Krankenversicherung eine Studie zum Gesundheitswesen. Dieses Jahr unter dem Titel „Betriebliches Gesundheitsmanagement aus Sicht der Arbeitnehmer - was wird geboten, gewünscht und genutzt“. Für die Studie wurden 1.290 Personen ab 25 Jahren befragt.

 Einige Ergebnisse:

  • 55 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber sie bei der Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben unterstützt.
  • 31 Prozent geben an, das sie sich diesbezüglich mehr Unterstützung wünschen würden.
  • 13 Prozent erfahren keine Unterstützung im Bereich Work-Life-Balance.
  • Arbeitnehmer wünschen sich bezüglich der Angebote im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements vor allem medizinische Angebote (81 Prozent), gesunde Ernährung (77 Prozent) sowie Seminare und Trainings (70 Prozent).
  • Von Arbeitnehmern am meisten genutzt werden entsprechend medizinische Angebote (69 Prozent), gesunde Ernährung (69 Prozent) sowie Seminare und Trainings (68 Prozent).
  • Die häufigsten Maßnahmen die Arbeitgeber im Hinblick auf betriebliches Gesundheitsmanagement bieten sind flexible Arbeitszeiten (59 Prozent), gesunde Arbeitsplatzgestaltung bzw. Ergonomie (56 Prozent) sowie medizinische Angebote (47 Prozent).
  • Als am wichtigsten werden von den Arbeitnehmern Maßnahmen in den Bereichen gesunde Arbeitsplatzgestaltung bzw. Ergonomie (63 Prozent), flexible Arbeitszeiten (59 Prozent) sowie gesunde Ernährung (50 Prozent) eingestuft.

Die vollständige Studie (28 Seiten im PDF-Format) finden Sie auf den Seiten des Anbieters zum kostenfreien Herunterladen.

2012

Leadership is associated with lower levels of stress (2012)

Die Harvard University führten eine Umfrage bei Führungskräften und Mitarbeitenden durch, zu der Frage: Wie belastend empfinden Sie Ihren Arbeitsalltag? Innerhalb eines zweiten Teils der Studie wurde zudem die Konzentration des Stresshormons Cortisol mittels einer Speichelprobe bestimmt. An dem ersten Teil der Studie nahmen 216 Teilnehmer und an dem zweiten Teil 75 Führungskräfte teil.

Das Hauptergebnis der Studie war, dass die Führungskräfte, welche ein Unternehmen steuern, Verantwortung tragen und schnelle Entscheidungen treffen müssen, weniger gestresst sind, umso mehr sie das Gefühl von Kontrolle besitzen. So zeigen Menschen in Führungspositionen weniger Anzeichen von Stress als Angestellte.

Auch der zweite Teil der Studie belegt diese Erkenntnis. So liegt der Wert bei den Cortisolmessungen unter den Werten der Vergleichsgruppe.

Interessieren Sie sich für den Unterschied der Stresssituation und des Stressempfindens zwischen Führungskräften und Angestellten? – dann lesen Sie den 5-seitigen Artikel zur Studie auf den Zeiten der Online-Zeitschrift PNAS. (in englischer Sprache, PDF-Format)

Stressreport Deutschland 2012

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat den Stressreport Deutschland 2012 veröffentlicht. Durchgeführt wurde die Befragung durch TNS Infratest Sozialforschung. Im Zeitraum von März 2011 bis Oktober 2012 wurden rund 20.000 Erwerbstätige zu psychischen Anforderungen der Arbeitswelt befragt.

Ergebnisse:

Spitzenreiter der psychischen Anforderungen seit 2006 unverändert

  • 58 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Tätigkeit häufig die gleichzeitige Betreuung verschiedenartiger Aufgaben verlangt.
  • Dem Multitasking folgen starker Termin- und Leistungsdruck (52 Prozent), ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge (50 Prozent) sowie Störungen und Unterbrechungen bei der Arbeit (44 Prozent).

Entwicklung psychischer Anforderungen

  • Als belastend am Arbeitsplatz nehmen die Befragten vor allem das häufige Auftreten von starkem Termin- und Leistungsdruck (34 Prozent), Arbeitsunterbrechungen und Störungen (26 Prozent), Multitasking (17 Prozent) sowie Monotonie (9 Prozent) wahr.

Psychische Belastung auch in gewerblichen Branchen

  • Über 60 Prozent der Befragten aus der Informations- und Kommunikationsbranche und mehr als 50 Prozent aus dem Verkehr, der Lagerei sowie dem verarbeitenden Gewerbe sprechen ebenfalls von häufigen psychischen Anforderungen.

Hohes Maß an Ressourcen

  • 88 Prozent der Befragten erfahren am Arbeitsplatz eine gute Zusammenarbeit und fühlen sich am Arbeitsplatz als Teil einer Gemeinschaft (80 Prozent).
  • 80 Prozent der Erwerbstätigen erhalten Hilfe und Unterstützung von ihren Kollegen.
  • Von den Vorgesetzten erhalten hingegen 59 Prozent der Befragten häufig Unterstützung.
  • Die Erwerbstätigen haben häufig die Möglichkeit, ihre eigene Arbeit selbst zu planen und auch einzuteilen (67 Prozent).

Stressfaktoren und Ressourcen wirken zusammen

  • Von den Beschäftigten, die angeben körperlich und emotional erschöpft zu sein, arbeiten 70 Prozent häufig unter Stress,    d. h. unter häufigem und starkem Termin- und Leistungsdruck.
  • In der Gruppe, die sich weder körperlich noch emotional erschöpft fühlt, sind es nur 42 Prozent.

Die vollständige Studie mit allen Ergebnissen im Detail finden Sie auf den Seiten des Anbieters zum kostenfreien Herunterladen.

Studie: BKK Gesundheitsreport 2012

Der BKK Gesundheitsreport widmet sich im Jahr 2012 dem Schwerpunkt "Zukunft der Arbeit".

Der Report beleuchtet:

  • das Krankheitsgeschehen im Überblick
  • Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf Alter, Geschlecht und soziale Lage
  • die "Dynamik der Arbeitswelt" sowie die Arbeitswelt an sich
  • "Arbeit und Gesundheit"
  • Fehlzeiten nach Regionen
  • "Gestaltung gesunder Arbeit"
  • Einzeldiagnosen und Diagnosegruppen

Der vollständige Report sowie alle Ergebnisse können in dem 332 Seiten umfassenden Bericht (PDF-Format) nachgelesen werden, der auf den Seiten der BKK kostenfrei herunter geladen werden kann.

2011

BPtK Studie zur Arbeitsunfähigkeit

Die Studie zur Arbeitsunfähigkeit: Psychische Erkrankungen - keine Frage des Alters wurde von der Bundes Psychotherapeuten Kammer durchgeführt. Diverse namhafte Krankenkassen wurden in die Studie einbezogen.

Ergebnisse:

  • Deutsche Arbeitnehmende fehlen immer häufiger aufgrund von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz.
  • Inzwischen gehen rund zwölf Prozent aller Tage, die Arbeitnehmende krankgeschrieben sind, auf psychische Erkrankungen zurück.
  • 2009 entfielen auf 100 Versicherte durchschnittlich 6,4 Arbeitsunfähigkeitsfälle auf psychischer Erkrankungen.
  • Psychische Erkrankungen nehmen sowohl bei jungen als auch älteren Arbeitnehmenden zu.
  • Die Dauer der Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen nimmt mit dem Alter zu.

Die vollständige Studie (21 Seiten im PDF-Format) mit allen Detailinformationen und Ergebnissen finden Sie auf den Seiten der BPtK oder unter folgendem Link.

2010

Europäische Unternehmensumfrage über neue und aufkommende Risiken

 Die europaweite Unternehmensumfrage über neue und aufkommende Risiken wurde durch die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) durchgeführt.

Dazu wurden im Frühjahr 2009 Interviews mit insgesamt 28.649 Managern und 7.226 Sicherheits- und Gesundheitsbeauftragten durchgeführt.

Ergebnisse:

  • Unternehmen, bei denen keine Sicherheits- und Gesundheitsschutzstrategie vorliegt bzw. keine Gefährdungsbeurteilungen o. ä. durchgeführt werden, geben als Gründe dafür an, dass dies nicht notwendig sei oder dass entsprechende Fachwissen fehle.
  • Gefährdungsbeurteilungen o. ä. werden insbesondere in Unternehmen mit einem Sicherheitsbeauftragten, in größeren Betrieben und in Risikosektoren durchgeführt.
  • Unfälle, Muskel- und Skeletterkrankungen sowie arbeitsbedingter Stress sind für die befragten Unternehmen die wesentlichsten Themen im Bereich von Sicherheit und Gesundheitsschutz. Damit deckt sich der Eindruck der befragten Unternehmen mit den tatsächlichen Erkrankungsursachen der Beschäftigten.

In der Zusammenfassung zur Unternehmensbefragung können Sie sich über diese und weitere interessante Ergebnisse informieren (16 Seiten im PDF-Format). Die Zusammenfassung steht auf den Seiten der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz kostenfrei zur Verfügung.

DGB-Index Gute Arbeit 2010

Der DGB-Index Gute Arbeit 2010 zeigt, wie Beschäftigte die Arbeitsbedingungen in Deutschland beurteilen. Befragungsschwerpunkte 2010 waren die Folgen der Weltwirtschaftskrise sowie das Thema Arbeitsintensivierung.

Ergebnisse:

  • 15 Prozent der Befragten beurteilten ihre Arbeitsbedingungen als gut. 52 Prozent stufen sie als mittelmäßig und 33 Prozent sogar als schlecht ein.
  • Bei Betrachtung der beurteilten Arbeitsdimensionen schneidet der Sinngehalt der Arbeit am positivsten ab. Einkommen und Aufstiegsmöglichkeiten werden am schlechtesten beurteilt.
  • In Unternehmen mit Belegschaftsvertretung fällt die Beurteilung der Arbeitsbedingungen leicht positiver aus (Index 60 zu 57).
  • Die Beurteilung der aktuellen Arbeitsbedingungen und die Einschätzung der zukünftigen Arbeitsfähigkeit stehen in einem positiven Zusammenhang, d. h. je besser die Arbeitsbedingungen eingeschätzt werden, desto mehr Arbeitnehmende glauben, ihre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit bis zur Rente erhalten zu können.

Weitere interessante Ergebnisse können im Report (36 Seiten im PDF-Format) nachgelesen werden, der auf den Seiten des Anbieters kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

2009

Führungskräfte-Studie 2009

Die Haufe Akademie hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Deggendorf die Führungskräfte-Studie 2009 durchgeführt. Diese fokussiert insbesondere die Themen Work-Life-Balance und Führungsverhalten, um daraus Maßnahmen zur Führungskräfteentwicklung abzuleiten.

Insgesamt wurden um die 100 Führungskräfte im deutschsprachigen Raum befragt.

Die Top fünf der genutzten Work-Life-Balance-Angebote sind:

  • Flexible Arbeitszeitmodelle (77,2 %)
  • Pausen- und Erholungsgetränke (73,9 %)
  • Elternzeit für Väter (68,5 %)
  • Altersteilzeit (59,8 %)
  • Eingliederungsprogramme (56,5 %)

Dennoch nutzen lediglich 24 Prozent der befragten Führungskräfte diese Angebote häufig. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Weiterbildungsangeboten, die häufig bzw. sehr häufig nur von einem guten Viertel in Anspruch genommen werden.

Die vollständigen Ergebnisse können kostenfrei bei Haufe (49 Seiten, PDF-Format) nachgelesen werden.

Metaanalyse: Gesundheitsbezogene Interventionen in der Arbeitswelt

  1. Goldgruber und D. Ahrens haben in der Metaanalyse "Gesundheitsbezogene Interventionen in der Arbeitswelt" die Wirksamkeit betrieblicher Gesundheitsförderung und Primärprävention anhand von 17 Einzelarbeiten zum Thema untersucht.

Die 2009 in der Zeitschrift Prävention und Gesundheitsförderung veröffentlichten Ergebnisse verdeutlichen:

In Bezug auf Stress ...

  • zeigen kognitiv-behaviorale Interventionen die höchste Wirksamkeit und
  • Entspannungsverfahren werden am häufigsten eingesetzt.

Im Bereich körperliche Aktivität und Ernährung ...

  • zeigen Gesundheitschecks und Screenings keine Effekte, wogegen sich
  • motivierende Hinweisschilder und Trainingsprogramme als besonders wirksam herausstellten.

Zur Verringerung des Rauchens ...

  • tragen insbesondere verhaltenspräventive Interventionen wie Gruppentherapie, individuelle Beratung und Nikotinersatztherapie bei, während
  • Selbsthilfematerialien eine sehr geringe Wirksamkeit aufweisen.

Bei Rückenschmerzen ...

  • erzielen kombinierte (individuums- und arbeitsumgebungsbezogene) Interventionen die größten Effekte.

Weitere interessante Ergebnisse können im dem entsprechenden Artikel (13 Seiten im pdf.-Format) in der Zeitschrift Prävention und Gesundheitsförderung nachgelesen werden.