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Durch betriebliches Gesundheitsmanagement die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen

Der Druck auf die Unternehmen zur Verbesserung des betrieblichen Gesundheitsmanagements wird zukünftig weiter wachsen! Lesen Sie hier wieso und erfahren Sie alles, was Sie über das Thema wissen sollten!

betriebliches-gesundheitsmanagementMarco2811 - Fotolia.com

Inhalte dieses Beitrages

» Definition - Betriebliches Gesundheitsmanagement
» 4 Gründe zur Etablierung von BGM im Unternehmen
» Ziele im betrieblichen Gesundheitsmanagement
» Wichtige Begriffe des BGM

» Vorteile von betrieblichem Gesundheitsmanagement
» Strukturen für das Gesundheitsmanagement
» Leitfaden zur Einführung von BGM im Unternehmen

» Anreizsysteme zur Umsetzung Ihrer BGM Maßnahmen
» Gratis Tool für das betriebl. Gesundheitsmanagement
» Weiterführende Informationen zum Thema BGM

» Alle Tools zum Themengebiet BGM

Betriebliches Gesundheitsmanagement wird in den Unternehmen heute zunehmend als wichtiger Wirtschaftsfaktor erkannt. Der Einsatz für die Gesundheit der Belegschaft vermindert die durch Krankheit entstehenden Kosten erheblich. Für einen mittelständischen Betrieb werden diese Kosten auf ungefähr 250 Euro pro Tag und Mitarbeiter geschätzt. Ein enormer Faktor also, der sich innerhalb eines Jahres erheblich aufsummieren kann. Durch ein gut strukturiertes Gesundheitsmanagement lassen sich diese Kosten reduzieren, so profitieren nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch der Betrieb.


Im Seminar "Der gesunde Führungsstil" lernen Führungskräfte alltagstaugliche Maßnahmen zur persönlichen Gesundheitsförderung kennen. Sie können Gesundheitsgefahren für sich selbst und bei Mitarbeitern erkennen und üben gesundheitsfördernde Verhaltensweisen an vielen Praxisbeispielen. So werden Vorgesetzte für ihre eigene Gesundheit und für den Einfluss ihres Führungsverhaltens auf die Mitarbeitergesundheit sensibilisiert.


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Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement?

Es gibt eine Reihe von Definitionen, von denen hier einige vorgestellt werden:

  • „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist die bewusste Steuerung und Integration aller betrieblicher Prozesse mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten.“  Quelle: Wienemann, 2002
  • „Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist die systematische, zielorientierte und kontinuierliche Steuerung aller betrieblichen Prozesse, mit dem Ziel Gesundheit, Leistung und Erfolg für den Betrieb und alle seine Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Quelle: Wegner & Hetmeier 2008
  • „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist die Entwicklung integrierter betrieblicher Strukturen und Prozesse, die die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit, Organisation und dem Verhalten am Arbeitsplatz zum Ziel haben und den Beschäftigten wie dem Unternehmen gleichermaßen zugute kommt.“ Quelle: Badura, 1999
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein strukturierter und systematischer Prozess, der sich  nach der strategischen Zielsetzung und Bestandsaufnahme an den Ergebnissen einer kennzahlenbasierten Erhebung des gesundheitlichen Status Quo orientiert und von den Ergebnissen der Analyse zielgerichtete Maßnahmen ableitet und umsetzt. Am Ende eines jeden BGM-Zykluses steht die Evaluation der Maßnahmen und des Effektes auf die im Vorfeld festgelegten Ziele. (Quelle: Stefan Buchner, MPH, UBGM - Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement, Link:http://www.gesundheitsmanagement24.de/praxisleitfaeden-checklisten/praxisleitfaden-betriebliches-gesundheitsmanagement/ )

Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

Betriebliches Gesundheitsmanagement kann nicht mit betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) gleichgesetzt werden. BGF konzentriert sich eher auf Einzelmaßnahmen u. a. in den Bereichen Physis, Psyche und Ernährung. Betriebliches Gesundheitsmanagement verknüpft sämtliche Teilbereiche, die mit innerbetrieblicher Gesundheit zusammenhängen.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement in Unternehmen strebt als Gesamtziel  die Vernetzung aller gesundheitsfördernden Einzelmaßnahmen zu einer einheitlichen Struktur an. So wird die Gesundheit im Betrieb zur universellen Aufgabe. Nur ressortübergreifend kann das Führungspersonal ein funktionierendes System aufbauen und die Gesundheit richtig managen. Dafür ist auch die Einbindung der Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung.

Folgende Teilbereiche können dem betrieblichen Gesundheitsmanagement zugeordnet werden:

  • Personal- und Organisationsentwicklung (POE)
  • Fehlzeitenmanagement (FZM) → Vermeidung von Fehlzeiten = präventiv
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz (AS) → Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten = präventiv
  • Berufliches Eingliederungsmanagement (BEM) → korrektiv = Bewältigung von längerer Arbeitsunfähigkeit und Integration von chronisch kranken Mitarbeitern in den Arbeitsprozess
  • Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) → Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden  unter dem Blickwinkel von Verhaltens- und Verhältnisprävention = präventiv

Welche wichtigen Begriffe sollten Personalverantwortliche im Zusammenhang mit BGM kennen?

Verhaltens- und Verhältnisprävention

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als einen Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur durch die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen. Körperliche und psychische Gesundheit sind somit voneinander abhängige Variablen. Als Konsequenz daraus müssen gesundheitsförderliche Maßnahmen gleichfalls psychische als auch psychosoziale Aspekte berücksichtigen, um nachhaltig wirksam zu sein.

Grundsätzlich lassen sich zwei Ansatzpunkte für gesundheitsbezogene Maßnahmen herausarbeiten. Zum einen Maßnahmen mit Bezug auf die jeweilige Person selbst und ihr Verhalten = Verhaltensprävention: dazu zählen insbesondere der persönliche Umgang mit Stress, die eigene Ernährung und körperliche Aktivitäten.

Zum anderen Maßnahmen im Hinblick auf die Umwelt = Verhältnisprävention: hierzu gehören in der Hauptsache die Gestaltung der Arbeit sowie der Arbeitsbedingungen, aber auch die Lebensbedingungen der Beschäftigten.

Pathogenese und Salutogenese

Bei der Situationsanalyse zur Zusammenstellung eines Maßnahmenkataloges können zwei unterschiedliche Sichtweisen eingenommmen werden. Einerseits die pathogenetische oder krankheitsorientierte Sicht. Diese untersucht, was Menschen krank macht und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ziel ist die Minimierung gesundheitlicher Risiken auf der Basis eines Risikofaktorenmodells. Ein Maßnahmenpaket orientiert sich in der Folge somit an der Vermeidung der identifizierten Risiken.

Die Salutogenese, also die gesundheitsorientierte Sichtweise, setzt auf die Gesunderhaltung der Beschäftigten. Untersucht werden Faktoren, die ausschlaggebend dafür sind, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen trotz erheblicher Belastung und gesundheitskritischer Einwirkungen gesund bleiben. Diese so herausgearbeiteten Ressourcen werden, durch das auf dieser Grundlage erstellte Maßnahmenbündel, unterstützt und verstärkt.

Beide Sichtweisen schließen sich nicht notwendigerweise gegenseitig aus, sondern können als sich ergänzende Konzepte eingesetzt werden, um einen ganzheitlichen Handlungsansatz zu erarbeiten.

Bedeutungszuwachs des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

Der Bedeutungszuwachs des betrieblichen Gesundheitsmanagements kann durch die folgenden drei Sachverhalte untermauert werden.

  1. Laut Bundesarbeitsministerium sind im Jahr 2012 in Deutschland ca. 460 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage angefallen. Dies entspricht Produktionsausfallkosten von 46 Mrd. € und einem Ausfall von ca. 80 Mrd. € Bruttowertschöpfung.
  2. In einem mittelständischen Unternehmen liegen die Kosten für einen Tag Arbeitsunfähigkeit bei ca. 250,00 € je Mitarbeiter/in. Bei angenommenen zehn Tagen Arbeitsunfähigkeit je Mitarbeiter/in im Jahr (entspricht ca. 5% Krankenstand) und einer Unternehmensgröße von 100 Beschäftigten sind dies schon 250.000,00 €. Die Senkung des Krankenstands um nur 1% bringt in diesem Unternehmen bereits 50.000,00 € Einsparung.
  3. In der Eröffnungsrede zum Präventionskongress im Dezember 2011 in Berlin sagte der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: "Studien zeigen, dass Unternehmen, die 1 € pro beschäftigter Person und Jahr in betriebliche Prävention investieren, mit einem potenziellen ökonomischen Erfolg in Höhe von 2,20 € rechnen können. Das sind Zahlen, die jedem Unternehmen einen guten Anreiz liefern, über betriebliche Gesundheitsförderung nicht nur nachzudenken, sondern damit anzufangen.“ Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Dies sind gute und wirtschaftliche Gründe sich näher und systematisch mit den Zielen und Inhalten von BGM auseinanderzusetzen.

Vier wichtige Gründe für die Etablierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements

2012-10-24 Bild Demografischer-WandelColoures-pic - Fotolia.comFachkräftewettbewerb - Im sich verschärfenden Wettbewerb um die besten Fachkräfte und die sogenannten High Potentials nehmen Faktoren wie Work Life Balance und Vereinbarkeit von Familie und Beruf an Bedeutung zu. So werden Gesundheitsmaßnahmen perspektivisch ein wichtiges Instrument der Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung.

Demografischer Wandel - Durch die demografische Entwicklung verschieben sich über alle Branchen hinweg gesehen in den nächsten zehn Jahren die Altersstrukturen in der Belegschaft massiv. Durchschnittlich 35% der ArbeitnehmerInnen „wandern“ in die Altersgruppe 50 plus. Im Jahr 2020 wird jede dritte Arbeitskraft 50 Jahre und älter sein.

Gesundheitsreformen - Gesundheitsreformen und gesetzliche Rahmenbedingungen verändern sich und „zwingen“ Unternehmen zur Umsetzung von Vorgaben. Unter anderem schreibt seit Mai 2004 das Sozialgesetzbuch IX im § 84 Abs. 2 betriebliches Eingliederungsmanagement vor. Betriebe sollen sich demnach für die Gesunderhaltung aller Mitarbeiter engagieren, die länger und häufiger krank sind.

Veränderte Arbeitsbedingungen - Die Arbeitsbedingungen haben sich radikal verändert. Neue Formen der Arbeitsorganisation, zunehmende Komplexität, steigende Vernetzung, erhöhte Innovationsrate sowie stets wachsender Wettbewerbsdruck führen zu höheren psychomentalen und psychosozialen Belastungen.

Folgen sind Überbeanspruchung, Burnout und fehlende emotionale Bindung an den Arbeitsplatz. Laut DAK Gesundheitsreport 2013 nahmen im Zeitraum 1997 bis 2012 die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen um 165% zu. Damit stehen diese Erkrankungen mit einem Anteil von 14,5% an den Fehltagen an zweiter Stelle hinter den Muskel-Skelett Erkrankungen.

Wie sieht es mit der Umsetzung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement in Deutschland aus?

umsetzung-von-betrieblichem-gesundheitsmanagementMarco2811 - Fotolia.comAuf Basis der Antworten von 300 Firmen aus allen Branchen kommt die auf Gesundheitsmanagement spezialisierte Skolamed im Rahmen einer Befragung aus dem Jahr 2008 zu dem Schluss, dass Deutschland in puncto Betriebsgesundheit noch Entwicklungsland ist. 50% der in der Studie befragten Betriebe geben an, nicht zu wissen, wie viel Euro in das BGM investiert werden. Ganze 67% führen überhaupt keine Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen über die Wirkung des betrieblichen Gesundheitsmanagements durch.

Fünf Jahre später gibt es scheinbar noch keine großen Veränderungen. In der Studie Betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland – Stand der Dinge" von der FOM Hochschule für Oekonomie & Management gaben 43,1% der befragten 329 Studienteilnehmenden an, dass in ihrem Betrieb keine Implementierung vorgenommen wurde. Weitere 14,7% waren sich nicht sicher, ob in ihrem Betrieb eine Implementierung stattgefnden hat.

TIPP: Weitere Kurzbeschreibungen von aktuellen Studien zum Themengebiet sowie Links zur Studie finden Sie in unserem Studienbereich.

Welche Ergebnisse können durch Betriebliches Gesundheitsmanagement erreicht werden?

Bei der Umsetzung sollte eine Synthese von wirtschaftlichen sowie sozialen Zielen hergestellt werden.

Typische Oberziele sind:

  • die Senkung von Fluktuation durch Steigerung der emotionalen Bindung an das Unternehmen
  • die Verbesserung des Betriebsergebnisses und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
  • die Erhöhung der Leistungsfähigkeit und der Leistungsbereitschaft der Belegschaft
  • die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie der Gesundheit der Beschäftigten
  • die Steigerung der Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen
  • die Entfaltung der Ressourcen der Angestellten des Unternehmens
  • die bessere Bewältigung von Herausforderungen des demografischen Wandels
  • die Steigerung der Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber
  • die Einhaltung rechtlicher Vorschriften und Rahmenbedingungen

Welche Kennzahlen eignen sich für die Planung, Steuerung und das Controlling von BGM im Unternehmen?

Wie wirksam ist unser betriebliches Gesundheitsmanagement wirklich? Ergreifen wir die richtigen Maßnahmen und setzen wir diese richtig um? Auch wenn sich die Wissenschaft darüber einig ist, dass gesundheitsförderliche und präventive Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung von Beschäftigten leisten, ist die Wirksamkeit in den häufig unklar oder nicht direkt auf die Maßnahmen rückführbar. Damit liegt der „Schwarze Peter“ der Nachweisführung sehr häufig wieder im Personalbereich, an den bzw. in den das BGM vielfach organisatorisch eingebunden ist.
In diesem Zusammenhang stellen sich eine Reihe von Fragen. Welches sind die richtigen Kennzahlen? Wie viele Kennzahlen werden tatsächlich benötigt? Wie kann ich die Werte für die Kennzahlen ermitteln? Wer ist für die Ermittlung der Kennzahlen zuständig?

Typische und häufig verwendete Kennzahlen im Zusammenhang mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement sind:

  • Fehltage
  • Fehlzeiten
  • Krankenstand
  • Dauer je Krankeitsfall
  • Anzahl der Arbeitsunfälle
  • Anzahl von Berufskrankheiten

Diese typischen Kennzahlen sind meist ausschließlich Spätindikatoren. Spätindikatoren sind Ergebniskennzahlen. Sie zeigen auf, ob die Ziele erreicht werden oder nicht.

Demgegenüber sind Frühindikatoren Leistungstreiber. Sie ermöglichen im Voraus eine Einschätzung über den Kurs des BGM. Durch Sie kann frühzeitig erkannt werden, wie große die Wahrscheinlichkeit der späteren Zielerreichung ist. Frühindikatoren ermöglichen zeitige Zielkorrekturen („nach oben“ und „nach unten“). Sie helfen den Verantwortlichen und Umsetzungsträgern eine proaktive Steuerung zu realisieren.

Beispiele für Frühindikatoren sind:

  • Jahresbudget für Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Anzahl der Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Prozentsatz der Beschäftigten, die Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Anspruch nehmen
  • Anzahl der Vorschläge im Kontext von Gesundheitszirkeln
  • Beteiligungsquote an Gesundheitszirkeln
  • Qualifizierungstage (je Beschäftigtem) zum Thema Arbeitssicherheit
  • Qualifizierungstage (je Führungskraft) zum Thema „Gesund Führen“

Kostenloses Tool zur Optimierung des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Nutzen Sie unser Tool „Kennzahlenportfolio Betriebliches Gesundheitsmanagement“. 24 Früh- und 23 Spätindikatoren ermöglichen auf der einen Seite das gezielte, frühzeitige Steuern von Schritten des betrieblichen Gesundheitsmanagements.  Auf der anderen Seite können die Effekte durch ein langfristiges Controlling ermittelt werden.

Hier können Sie unser Tool "Kennzahlenportfolio Betriebliches Gesundheitsmanagement" kostenlos Herunterladen,
ohne sich zusätzlich anmelden zu müssen.

Hilfreiche Tipps zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement

  • Beachten Sie die SMART-Regel bei den Zielformulierungen.
  • Weiterführende Informationen zu dem Thema "Kennzahlen" können Sie der Themenseite Personalcontrolling entnehmen.
  • Verwenden Sie möglichst Kennzahlen, die einerseits leicht zu ermitteln sind und andererseits eine hohe Aussagekraft haben.
  • Schaffen Sie eine gute Balance von Früh- und Spätindikatoren bei der Auswahl der Kennzahlen, die Sie im Kontext mit Ihrem BGM ermitteln wollen.
  • Legen Sie nicht zu viele Kennzahlen fest. Dadurch erhöht sich der Aufwand für die Ermittlung und Auswertung der Kennzahlen sowie das Ableiten von Maßnahmen. Es entstehen häufig „Datenfriedhöfe“.

Was sind die Vorteile von Betrieblichem Gesundheitsmanagement?

bgm-vorteileMarco2811 - Fotolia.comBetreibt ein Betrieb erfolgreiche betriebliche Gesundehitsmaßnahmen, stellen sich sowohl für das Unternehmen, als auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer positive Effekte ein.

Vorteile des Unternehmens

  1. Im Hinblick auf die ökonomischen Ziele eines Unternehmens kann durch eine entsprechende Vorgehensweise die individuelle und kollektive Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden verbessert werden, was letztlich zu einer Steigerung der Produktivität und Qualität führen kann. Wird die Belegschaft gesund erhalten, führt dies weiterhin zur Reduzierung der Kosten, die durch krankheitsbedingte Ausfälle (Fehlzeiten) verursacht werden.
  2. Eine stabile und konsequente Vorgehensweise kann aber auch zur Stärkung der internen und externen Arbeitgebermarke und Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität führen. Dies ist auch notwendig, weil die Anforderungen von (potenziellen) Arbeitnehmer/-innen im Hinblick auf das GM eines Unternehmens zunehmend ansteigen. Die positiven Auswirkungen beschränken sich aber nicht nur auf die Personalgewinnung, sondern auch auf den Personalbestand. Denn ein adäquates BGM kann zur Reduktion der Mitarbeiterfluktuation (ohne natürliche Fluktuation) beitragen. Zum einen kann das krankheitsbedingte Ausscheiden von Mitarbeitenden reduziert werden.
  3. Zum anderen kann verhindert werden, das Mitarbeiter/-innen kündigen, weil sie ihre Gesundheit gefährdet sehen.

Vorteile für Mitarbeitende

  1. Die Vorteile eines gut umgesetzten BGMs für die Belegschaft sind relativ offensichtlich. In diesem Kontext sind in erster Linie Verbesserungen bezüglich der psychischen und der physischen Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeitenden zu erwähnen. Hierdurch wird nicht nur deren Leistungs- und Beschäftigungsfähigkeit (Employability) sichergestellt, sondern in der Regel auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden gefördert.
  2. Dies führt letztlich zu einem positiven Betriebsklima. Schritte können zum Beispiel die Lokalisierung und Anpassung von zu hohen Arbeitsbelastungen oder aber die aktive Mitgestaltung des Arbeitsplatzes bzw. stellenbezogener Arbeitsabläufe sein.

Welche Strukturen sollten für das Betriebliche Gesundheitsmanagement etabliert werden?

Ein Lenkungs- bzw. Steuerkreis bildet das oberste Gremium des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. In diesem sollten folgende Funktionen vertreten sein:erfolg-beim-bgm

  • Betriebsarzt
  • Personalabteilung
  • Vertreter/in Arbeitsschutz
  • Gleichstellungsbeauftragte
  • Vertreter/innen der Belegschaft
  • Betriebliche Interessenvertretung
  • Beauftrage/r für Gesundheitsmanagement
  • Vertreter/innen der Unternehmensführung
  • Bei Bedarf: Einbindung von externen Beratungseinrichtungen und Krankenkasse für die Implementierung sowie Prozessbegleitung

TIPP: Nutzen Sie zur Auswahl einer geeigneten Beratungseinrichtung unsere Liste von auf betriebliches Gesundheitsmanagement spezialisierten Einrichtungen.

Der Lenkungskreis:

  • plant und kontrolliert die Aktivitäten und ist an der Durchführung der geplanten Schritte in unterschiedlichem Umfang beteiligt.
  • beschließt personelle und finanzielle Ressourcen die mit dem betrieblichem Gesundheitsmanagement zusammenhängen.
  • stellt die Partizipation der Angestellten sicher (z. B. über Mitarbeiterbefragung, Gesundheitszirkel).
  • verknüpft die Aktivitäten verschiedener Arbeitsgruppen, Gremien o. ä. (BGF, AS, BEM).
  • sorgt für die Information der Belegschaft und der Führung.
  • erarbeitet ein Handbuch.

Eine weitere beteiligungsorientierte Struktur bilden Gesundheitszirkel oder Arbeitskreise Gesundheit. Diese können die Analyse der IST-Situation unterstützen, Lösungen in einzelnen BGM-Handlungsfeldern entwickeln und die Umsetzung unterstützen.

Welche Schritte sollten bei der Einführung durchlaufen werden?

  1. Ermittlung des Status quo im Gesundheitsmanagement eines Unternehmens.
  2. Festlegung der Gesamtstrategie und der Ziele. Strategie und Ziele sollten sich an der Gesamtunternehmensstrategie sowie der Personalstrategie orientieren.
  3. Gestaltung einer BGM-Organisationsform; Schaffung von Strukturen.
  4. Analyse der IST-Situation. Für die IST-Analyse können quantitative und qualitative Verfahren eingesetzt werden. Diese können wiederum subjektiv oder objektiv sein. Zur IST-Analyse können u. a. Fehlzeitenanalysen, Unfallstatistiken, Arbeitsplatzanalysen, Mitarbeiterbefragungen, Gefährdungsbeurteilungen, Mitarbeitergespräche, Einzel- oder Gruppeninterviews oder Gesundheitszirkel eingesetzt werden. In diesem Stadium werden die vorhandenen Strukturen mit den geplanten BGM Zielsetzungen verglichen.
  5. Entwicklung von Lösungen und Umsetzungsmaßnahmen: Die zu entwickelnden Maßnahmen können unter den zwei Blickwinkeln Verhältnis- und Verhaltensprävention betrachtet werden. Die Verhältnisprävention möchte das Arbeitsumfeld möglichst gesundheitsfördernd gestalten, während die Verhaltensprävention auf das Gesundheitsverhalten der Mitarbeiter abzielt.
  6. Evaluation und kontinuierliche Verbesserung: Evaluation und Verbesserung sollte sich auf Strukturen, Prozesse und Ergebnisse beziehen. Ziel der Evaluation ist Betriebliches Gesundheitsmanagement mit seinen Erfolgen zu dokumentieren.

Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um die eingangs definierten Ziele zu erreichen?

thema Gesundheitsmanagement 02Wir haben für die Realisierung von Gesundheitsmaßnahmen sechs Handlungsfelder definiert (siehe Abbildung). Je nach BGM-Status sowie der definierten Ziele Ihres Unternehmens sind Maßnahmen in diesen Handlungsfeldern sinnvoll.

Unternehmenspolitik: Betriebliches Gesundheitsmanagement ist als Querschnittsaufgabe in der Unternehmensstrategie zu verankern und wird bei neuen Projekten oder Veränderungsprozessen des Unternehmens mit berücksichtigt. Es gibt verbindliche Strukturen und Prozesse zum betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Führung: Die Führungskräfte sind zum betrieblichen Gesundheitsmanagement geschult und über Angebote informiert. Sie sind sich ihrer Verantwortung als Führungskraft zu diesem Thema bewusst und nehmen diesbezüglich ihre Aufgabe war. Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements werden von ihnen aktiv unterstützt.

Arbeitsgestaltung: Arbeitsplätze und Arbeitsaufgaben werden systematisch im Hinblick auf mögliche Gefährdungen und Fehlbelastungen untersucht. Nach ergonomischen Aspekten entwickelte Arbeits- und Betriebsmittel werden zur Verfügung gestellt. Es gibt Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Beteiligung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligen sich aktiv an Gremien zum betrieblichen Gesundheitsmanagement (Gesundheitszirkel). Sie bringen eigene Vorschläge zur betrieblichen Gesundheitsförderung, zur Arbeitssicherheit sowie zum Arbeitsschutz ein und übernehmen hierfür die Multiplikatorenfunktion im Unternehmen.

Betriebliche Gesundheitsförderung: Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung sind vorhanden. Diese sind den Führungskräften bekannt, werden aktiv beworben und von einem großen Teil der  Beschäftigten genutzt. Es existiert ein betriebliches Eingliederungsmanagement mit den notwendigen Prozessen. Es wird im Bedarfsfall systematisch umgesetzt.

Arbeitsschutz und Sicherheit: Es existieren die notwendigen und gesetzlich vorgeschriebenen Strukturen und Verantwortlichen. Diese sind geschult, können ihre Aufgaben aktiv wahrnehmen. Arbeitsunfälle und Verstöße gegen die Arbeitssicherheit werden auf ihre Ursachen hin untersucht, Gegenmaßnahmen werden zusammengestellt und umgesetzt.

TIPP: Erfahren Sie mehr zu den einzelnen möglichen Maßnahmen in unserem kostenpflichtigen Premiumtool „Toolbox Betriebliches Gesundheitsmanagement“.

Welche Anreize gibt es zur Umsetzung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement?

Die Ziele des BGM werden für bestimmte Handlungsfelder (siehe oben) festgelegt. Dabei sollte man sich auf eine überschaubare Anzahl von Zielen beschränken.

Arbeitsschutz und Sicherheit - Um den Überblick im BGM zu behalten, hat die FU Berlin den FGL plus-Fragebogen für gesundes Leistungspotenzial erarbeitet. Dieser kann als Messinstrument für den Arbeitsschutz und die Sicherheit im Unternehmen begriffen werden.

Beteiligung - BGM funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Die Maßnahmen betreffen jeden einzelnen Mitarbeiter. Neu erlerntes, gesundes Verhalten muss verinnerlicht und zur Gewohnheit werden. Dauerhafte Strategien zur Aufrechterhaltung sind dazu notwendig.

Arbeitsgestaltung - Bei der Analyse der Arbeitsgestaltung sollte sich das Unternehmen nicht auf die rein ergonomischen Gegebenheiten beschränken, sondern auch psychische Faktoren berücksichtigen. So kann Betriebliche Gesundheitsvorsorge ganzheitlich und nachhaltig gestaltet werden.

Führung - Gesunde Führung hat verstanden, dass der Führungsstil in einem Unternehmen die Gesundheit der Mitarbeiter wesentlich beeinflusst. Diesen Umstand kann sich die Chefetage effektiv zunutze machen. Ein wirkungsvolles Fehlzeitenmanagement spart Kosten und mehrt so ganz direkt den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Unternehmenspolitik - Betriebliches Gesundheitsmanagement Maßnahmen sollen eine ebenso arbeits- wie gesundheitsfördernde Unternehmenskultur hervorbringen. In der Personalpolitik werden weiche Faktoren in den Vordergrund gerückt, dazu gehört vor allem das Wohlergehen des einzelnen Mitarbeiters. Die Gesundheit der Belegschaft wird als Fundament für den Unternehmenserfolg begriffen.

Betriebliche Gesundheitsförderung - Gesundheitsfördernde Personalentwicklungsmaßnahmen können in jedem Unternehmen individuell gestaltet werden. Die Angebote können Sporteinlagen während der Arbeitszeit genauso beinhalten wie betriebsinterne Sportgruppen, die nach Feierabend zusammen kommen. Auch Entspannungsmaßnahmen sollten angeboten werden. Die Chefetage wird in ‚Gesunder Führung‘ geschult.

Krankenkassen- Krankenkassen bieten in unterschiedlichem Umfang bei Implementierung und Durchführung betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen Unterstützung an. Zu den Unterstützungsmöglichkeiten gehören die Durchführung von Analysen, der Aufbau von BGM-Strukturen, die finanzielle Unterstützung von Einzelmaßnahmen (z. B. Seminare und Trainings) sowie die Schaffung von Beratungsangeboten für die Beschäftigten.

Steuerliche Förderung - 500,00 € jährlich können Unternehmen pro Mitarbeiter lohnsteuerfrei für Maßnahmen der Gesundheitsförderung investieren. Es sind Maßnahmen steuerbefreit, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§ 20 und 20a Abs. 1 i. V. mit § 20 Abs. 1 Satz 3 SGB V genügen (z. B. Bewegungsprogramme, Ernährungsangebote, Suchtprävention, Stressbewältigung).

Unfallversicherungsträger sowie Rehabilitationsträger und Integrationsämter - Unfallversicherungsträger können unter Berücksichtigung der Wirksamkeit der von Unternehmen getroffenen Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten und für die Verhütung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren Prämien gewähren. Rehabilitationsträger und Integrationsämter können Arbeitgeber, die ein betriebliches Wiedereingliederungsmanagement eingeführt haben, durch Prämien oder einen Bonus fördern. Auf Bundesebene und in einzelnen Bundesländern können weiterhin spezifische Förderprogramme im Kontext der BGM-Implementierung genutzt werden.

TIPP: Nutzen Sie zur weiteren Information die Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit.

Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten, zur Weiterbildung, zum Studium sowie zu Berufseinstiegsmöglichkeiten rund um das Betriebliche Gesundheitsmanagement

Standards für eine Ausbildung zum/zur Betrieblichen Gesundheitsmanager/in wurden vom Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement [BBGM e. V.] benannt.
Eine Aus- oder Weiterbildung zum/r BGM sollte demnach beinhalten:

  • Grundlagen von Gesundheit und Krankheit: Begriffe und Historie des Gesundheitsverständnisses mit Bezug auf die WHO (World Health Organization). Das Modell der Salutogenese sowie Prävention, Gesundheitserhaltung und Krankheitsvorbeugung.
  • Arbeitswissenschaftliche Grundlagen: Aktuelle Situation und Projekte der Arbeitswelt, demografische Entwicklung, arbeitswissenschaftliche und -psychologische Grundlagen. Modelle der Arbeitspsychologie, Arbeitsfähigkeit sowie das Belastungs- und Beanspruchungsmodell.
  • Medizinische Grundlagen: Grundlagen der Physiologie, Anatomie und Gesundheitspsychologie sowie Handlungsfelder der Gesundheitsförderung.
  • Arbeit, Organisation und gesetzliche Grundlagen/rechtliche Rahmenbedingungen: u. a. DIN SPEC 91020
  • Gesundheitspolitik und Gesundheitsmarkt: Anforderungen und die Rolle von Gesundheitsmanagern/innen sowie internen und externen Akteuren/innen des BGM (Betriebsarzt/ärztin, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsrat, Krankenkassen etc.).
  • Management und Grundlagen eines BGM: Maßnahmen und Steuerung des BGM, Führung und Gesundheit, Fehlzeitenmanagement, betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Arbeitsschutz- und Umweltschutzmanagement.
  • Kompetenzen eines/r betrieblichen Gesundheitsmanagers/in: Kommunikation, Gesprächsführung, Konfliktmanagement, Moderation und Präsentation sowie Projektmanagement.
  • Durchführung eines Praxisprojektes/einer Fallstudie

Eine ausführliche Beschreibung findet sich in den „Empfehlungen zur Ausbildung betriebliche/r Gesundheitsmanager/innen“. (Stand 17.02.2014)

Für eine Ausbildung zum/zur betrieblichen Gesundheitsmanager/in bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Neben einem einschlägigen Studium werden ebenso Weiterbildungen in Form von Qualifizierungen und Seminaren bzw. Workshops angeboten.

Studium Betriebliches Gesundheitsmanagement

  • Abschluss: Bachelor of Arts, Studiendauer i. d. R. 3 - 4 Jahre
  • Abschluss: Master of Arts, Studiendauer i. d. R. 2 - 3 Jahre
  • Abschluss: Zertifikatsstudiengang, Studiendauer i. d. R. 1 - 3 Jahre (berufsbegleitend)

Ein Studium zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement wird sowohl von Universitäten als auch von Fachhochschulen angeboten und kann als Bachelor- und/oder Master-Studiengang absolviert werden. Folgende alternative Bezeichnungen eines entsprechenden Studiengangs sind möglich:

  • Gesundheitsmanagement
  • Gesundheitsökonomie
  • Gesundheitswirtschaft
  • Health Management
  • Gesundheitsförderung
  • Angewandte Gesundheitswissenschaften

Neben einem Vollzeitstudium werden auch berufsbegleitende und weiterbildende Studiengänge angeboten. Insbesondere weiterbildende Studiengänge schließen nicht zwingend mit einem Bachelor oder Master ab, sondern bilden eine Qualifikation in Form eines zertifizierten Abschlusses.

Weiterbildung Betriebliches Gesundheitsmanagement

Modulare Angebote zum Thema BGM, welche in Form von ein- oder mehrtägigen Seminaren angeboten werden, können folgende Themen beinhalten:

Weiterhin werden modulare Weiterbildungen angeboten, wobei verschiedene Qualifikationsbausteine absolviert werden müssen, um eine Abschlusszertifizierung zum/zur Betrieblichen Gesundheitsmanager/in abschließen zu können.

Jobangebote und berufliche Einsatzmöglichkeiten

Je nach gelegtem Schwerpunkt und vorheriger Ausbildung und Berufserfahrung sind die Einsatzmöglichkeiten mit einer Ausbildung oder Weiterbildung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement vielfältig. Folgende Tätigkeitsfelder profitieren von einer BGM-Ausbildung:

  • Referent/in Gesundheitsmanagement
  • Gesundheitsmanagementbeauftragte/r
  • BEM (Berufliches Eingliederungsmanagement)-Beauftragte/r
  • Betriebs- und Personalräte/innen
  • Betriebsärzte/ärztinnen und Arbeitsmediziner/innen
  • Arbeits- und Gesundheitsschutzbeauftragte/r
  • Fachkräfte für Arbeitssicherheit
  • Expertenfunktionen in Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Arbeitsschutzorganisationen etc.
  • Qualitätsmanagementbeauftragte/r
  • Führungskräfte und leitende Angestellte
  • Personalreferenten/innen und -verantwortliche

Einschlägige Jobbörsen bieten berufliche Einsatzmöglichkeiten für BGM in der Gesundheitswirtschaft an. Je nach Qualifizierung und fachlicher Ausrichtung stellen neben innerbetrieblichen Tätigkeitsfeldern in Wirtschaftsunternehmen auch Pflegedienstleister, Pharmaunternehmen und medizinische Versorgungszentren interessante Jobs nach einer BGM-Ausbildung dar.

Zusammenfassung der Ziele des BGMs

Die Ziele des BGM gehen über die bloße Gesundheitsvorsorge hinaus, ganzheitliche und nachhaltige Voraussetzungen für eine dauerhafte Gesundheit am Arbeitsplatz werden angestrebt. Gesundheitsförderung und Prävention müssen in einem gut funktionierenden BGM daher Hand in Hand gehen. Die Betriebliche Gesundheitsvorsorge wird mit ihren Maßnahmen eng auf den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz abgestimmt. Nur so kann eine allumfassende Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz erreicht werden.

Weiterführende Informationen

Neben dem betrieblichen Gesundheitsmanagement haben wir die Themen „Work-Life-Balance“ sowie „Gesund Führen“ auf unseren Themenseiten anschaulich für Sie dargestellt. Ein Themenspezial widmet sich Rückkehrgesprächen.

Zum Thema „BGM“ und den angrenzenden Themengebieten stehen Ihnen eine Reihe von Tools kostenfrei zum Download sowie unsere im Premiumpaket „TOP Fünf Tools“ enthaltene „Toolbox Betriebliches Gesundheitsmanagement“ zur Verfügung.

Übersicht der Tools und Direktlinks

Unsere in Basis- und Anwendungswissen gegliederte und gut beschriebene Informationssammlung haben wir im Linkbereich erweitert. Somit gehört diese nun zu den ausführlichsten Linksammlungen auf www.perwiss.de

TIPP: Eine besonders zu empfehlende Informationsressource zu Betrieblichem Gesundheitsmanagement und weiteren angrenzenden Themen stellen die Internetseiten der Initiative Neue Qualität der Arbeit dar.

Weitere Informationen finden Sie in den Rubriken Kennzahlen und Literatur. Unter Trends finden Sie eine Vielzahl aktueller Studien der letzten Jahre zu Fragen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Auch passende Softwareangebote zum BGM haben wir für Sie zusammengestellt. Auch über passende Veranstaltungen können Sie sich gezielt einen Überblick verschaffen.


Gesundes Führen will gelernt sein!

Nicht selten unterschätzen Führungskräfte ihren Einfluss auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Sie sind der "Gesundheitsfaktor Nr. 1" im Betrieb. Ein gesunder Führungsstil kann dazu beitragen, dass Mitarbeiter motiviert, leistungsfähig und eng mit dem Unternehmen verbunden sind. Schlechte Führung hingegen ist für viele Mitarbeiter der Hauptgrund für eine „innere Kündigung“ und nicht selten Grund für einen Wechsel des Arbeitgebers.

Im Seminar "Der gesunde Führungsstil" lernen Führungskräfte alltagstaugliche Maßnahmen zur persönlichen Gesundheitsförderung kennen. Sie können Gesundheitsgefahren für sich selbst und bei Mitarbeitern erkennen und üben gesundheitsfördernde Verhaltensweisen an vielen Praxisbeispielen. So werden Vorgesetzte für ihre eigene Gesundheit und für den Einfluss ihres Führungsverhaltens auf die Mitarbeitergesundheit sensibilisiert.

Mehr Details zum Seminar

Logo der UBGM Unternehmensberatung Betriebliches GesundheitsmanagementDas Seminar "Der gesunde Führungsstil" ist ein Weiterbildungsangebot der UBGM - Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Die UGBM ist ein Team von Experten für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Sie führen in Betrieben und Behörden u.a. Mitarbeiterbefragungen, Gesundheitsanalysen, (Inhouse)Seminare und Workshops, Gesundheitstage und Firmen-Fitness-Programme durch. Zu Ihren Schwerpunkten zählen die Durchführung von Gesundheitsanalysen (z.B. Gefährdungsanalysen „Psychische Belastungen“), Implementierung von Betrieblichen Gesundheitsmanagementsystemen (BGM) und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM).

Zum Beratungsangebot der UBGM

Darüber hinaus schult die UBGM in offenen und Inhouse-Seminaren Mitarbeiter aus Unternehmen zu u.a. den Themen „Der gesunde Führungsstil“, „Berufliches und persönliches Stressmanagement“, „Burnout-Prophylaxe“, „Demografiemanagement“ und „Gesundheitszirkel“.

Zum Weiterbildungsangebot der UBGM

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