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Employer Branding - Die Kunst aus der Masse hervorzutreten!

Was macht Ihr Unternehmen zu einem begehrten Arbeitgeber?

„Der Fach- und Führungskräftemangel ist ein erhebliches Wachstumshemmnis. Allerdings kennen viele Unternehmen gar nicht alle Möglichkeiten, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.“ Mario Ohoven (Präsident Bundesverband mittelständische Wirtschaft)

Die Beantwortung dieser Frage ist der Ausgangspunkt im Personalmarketing zur systematischen Bildung einer eigenen Arbeitgebermarke. Immer mehr Unternehmen erkennen und nutzen die Kraft einer Arbeitgebermarke, der Employer Brand, als ein Bestandteil des Marketing Mix im Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte.

Die "Employer Branding Study 2015", die von CareerArc veröffentlicht wurde, verdeutlicht, dass:

  • sich 75% der Stellensuchenden mit der jeweiligen Marke des potentiellen Arbeitgebers beschäftigten.
  • Allerdings verfügen nur 57% der befragten Unternehmen über eine eigenen Strategie bezüglich ihres Employer Brandings.
  • 52% der Stellensuchenden informieren sich als erstes über die Webseite des Unternehmens und dessen sozialen Kanälen.

Employer Branding 1Trueffelpix - Fotolia» Woher kommt eigentlich der Begriff Employer Branding? Was ist eine Employer Brand?
» Warum ist es wichtig, eine Arbeitgebermarke zu prägen, eine Employer Brand zu haben?
» Das Arbeitgeberimage: Was macht einen guten Arbeitgeber aus?

Woher kommt eigentlich der Begriff Employer Branding? Was ist eine Employer Brand?

Den Ursprung hat der Begriff Employer Branding wahrscheinlich in der amerikanischen Viehzucht. Dort werden Rinder oder Pferde gebrandmarkt, damit der/die Eigentümer/in der Herde sein/ihr Vieh leicht wiedererkennen kann. Nun sollen Beschäftigte natürlich nicht 'gebrandmarkt' werden. Darum ist eine Eins-zu-eins-Übersetzung nicht sinnvoll. Die Employer Branding Akademie bietet folgende Definition an: Employer Branding positioniert ein Unternehmen nach innen wie nach außen als Arbeitgebermarke oder auch "Employer Choice". Grundlage dafür ist eine Arbeitgebermarkenstrategie, die aus Unternehmensstrategie und Unternehmensmarke erwächst. Ein professionell entwickeltes und strategisch fundiertes Employer Branding verbessert nicht nur das Arbeitgeberimage, sondern auch die faktische Arbeitgeberqualität, so dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens als Arbeitgeber vollumfänglich und nachhaltig gesteigert wird."

Employer Branding (dt. Arbeitgeber-Markenbildung) ist ein Instrument zur Verbesserung der Effektivität sowie der Effizienz von Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung! Durch Employer Branding verbinden Bewerbende und Beschäftigte den Namen des Unternehmens (Unternehmensmarke) mit einer oder mehreren bestimmten Arbeitgebereigenschaften (Arbeitgebermarke).

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Warum ist es wichtig, eine Arbeitgebermarke zu prägen, eine Employer Brand zu haben?

Employer Branding 3Trueffelpix - FotoliaNoch vor wenigen Jahren haben sich diese Frage bedeutend weniger Unternehmen gestellt. Argumente dagegen waren:

  • Arbeitskräfte sind in ausreichender Anzahl verfügbar!
  • Unser Unternehmen ist doch bekannt!
  • Die Produkte unseres Unternehmens sind doch bekannt!
  • Dazu ist unser Unternehmen zu klein!
  • ...

Jetzt stellen Sie sich folgende Situation vor. Sie stehen im Supermarkt und Sie wollen einen Kaffee aus ökologischem Anbau kaufen. Der Preis ist zunächst einmal nicht von erstrangiger Bedeutung. Sie sind nicht sicher, welchem Produkt Sie vertrauen können. In den meisten Fällen werden Sie Ihre Unsicherheit durch das Vertrauen auf eine bekannte Marke wie z. B. das deutsche staatliche Bio-Siegel abbauen und ein Produkt mit Bio-Siegel wählen, das Ihnen z. B. ökologischen Landbau garantiert. Ähnlich handeln Bewerbende bei der Wahl eines künftigen Arbeitgebers. Sie greifen auf das Unternehmen zurück, das für die Eigenschaften eines guten Arbeitgebers steht.

Das Arbeitgeberimage: Was macht einen guten Arbeitgeber aus?

Laut TOP-JOB Studie 2016 unterscheiden sich moderne Unternehmen von den traditionellen Unternehmen vor allem darin, dass neue Arbeitsformen, die eine höhere Mobilität und Flexibilität erfordern unterschiedlich stark verbreitet sind. Starke Unterschiede zeigen sich insbesondere bei der Nutzung von Homeoffice und Desk Sharing. Diese Arbeitsformen kommen in den modernen Unternehmen häufig zum Einsatz während die traditionellen Unternehmen eher an alten Mustern festhalten. Hierbei wirken die verschiedenen neuen Arbeitsformen nicht ausschließliche positiv auf die Unternehmensleistung. So weist insbesondere der Einsatz von Desk Sharing und fluiden Teams ein eher gemischtes Bild auf.

Weiterhin zeigt die Studie, dass der Erfolg neuer Arbeitsformen auch stark von einer positiven Führungsbeziehung zwischen Vorgesetztem und Mitarbeitenden abhängt. Zentrale Apekte sind hier eine ausgeprägte Vertrauenskultur sowie ein gegenseitiges Unterstützungsklima.

Wie kommt ein Unternehmen zu einer guten und bekannten Arbeitgebermarke?

Ihre Stärken und Schwächen als Arbeitgeber

Die positive Differenzierung vom Wettbewerb ist für Experten/innen ein wichtiges Erfolgskriterium beim Employer Branding. Es gilt eigene Stärken hervorzuheben und nicht fremde Stärken nachzunahmen. Fragen Sie sich zunächst:

    • Warum sollte sich ein Bewerbender gerade für unser Unternehmen interessieren?
    • Warum sollte eine Fach- oder Führungskraft nach Eintritt in unser Unternehmen langfristig bei uns bleiben?
    • Was macht uns als Arbeitgeber einzigartig?

Die Analyse der Wunschkandidaten/innen für Fach- und Führungspositionen

Wenn Sie Ihre eigenen Stärken und Alleinstellungsmerkmale kennen, dann führen Sie eine Analyse Ihrer Wunschkandidaten/innen durch. Bestimmen Sie genau die Zielgruppen und verschaffen Sie sich Klarheit über Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse der Zielgruppen. Die Studie "Erfolgreiche Arbeitgebermarkenbildung in kleinen und mittelständischen Unternehmen" aus dem Jahr 2011 (HRblue AG und der Königsteiner Agentur) verdeutlicht, dass zwar fast 40 Prozent der Unternehmen ihre Zielgruppen definieren, allerdings nicht einmal ein Drittel der befragten Unternmehmen deren Wünsche und Erwartungen kennt.

Die Formulierung von Werten als Arbeitgeber

Ein entscheidender weiterer Schritt auf dem Weg zur eigenen Employer Brand ist die Formulierung der Werte, für die Ihr Unternehmen steht. Aber Vorsicht, formulieren und versprechen Sie nichts nach außen, was Sie später nach innen nicht einhalten können. Wenn Sie viel Aufwand in die Entwicklung der Employer Brand - der Arbeitgebermarke - stecken, diese gut nach außen kommunizieren, aber die gewonnenen Talente, Fach- und Führungskräfte Ihre gebildeten Vorstellungen vom Arbeitgeber nach Eintritt ins Unternehmen nicht vorfinden, dann geht der Schuss schnell nach hinten los. Folgen Sie also bei der Bildung der Employer Brand der Regel: "Authentisch sein!"

Maßnahmen für ein Employer Branding

Employer Branding 2Trueffelpix - FotoliaExternes Employer Branding

Nach der Konzeption beginnt die Umsetzung, die Kommmunikation nach außen und nach innen. Vergessen Sie nicht das INNEN! Employer Branding ist mehr als nur nach außen gerichtetes Personalmarketing, es hat sowohl eine externe als auch interne Perspektive. Externe Zielgruppen des Employer Branding sind potenzielle Bewerbende, die „besten“ der „passenden“ Bewerbenden (Right Potentials).

Internes Employer Branding

Internes Employer Branding zielt auf die Verbesserung der langfristigen Bindung der Fach- und Führungskräfte, der Leistungsentwicklung der Beschäftigten sowie der Verbesserung der Unternehmenskultur. Ebenso sind die Beschäftigten (die gegenwärtigen sowie die ehemaligen) die besten Botschafter für die Employer Brand Ihres Unternehmens.

Es gibt eine große Vielfalt an möglichen Maßnahmen zur Kommunikation der gebildeten Werte und Leitsätze an die jeweiligen Zielgruppen. Bevor Sie loslegen: Entwerfen Sie ein stimmiges Kommunikationskonzept. Beachten Sie Kosten, zeitlichen Aufwand der einzelnen Aktivitäten und im Gegenzug die möglichen Effekte der verschiedenen Maßnahmen.

Im Folgenden haben wir einige Maßnahmenblöcke für Sie zusammengestellt, die Sie beim internen und externen Employer Branding nicht aus dem Auge verlieren sollten.

Social Media

Social Media ermöglichen eine große Anzahl von potenziellen Bewerbenden 24 Stunden täglich an jedem Ort der Welt zu erreichen. Insbesondere bei jüngeren Fachkräften erfreuen sich diese immer größerer Beliebtheit. Somit sind Social Media ein hervorragendes Werkzeug für das Employer Branding. Jedoch gilt auch bei diesen Medien, schlechte Nachrichten verbreiten sich meist schneller als gute. Beachten Sie also besonders, wie Sie mit Bewerbenden und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tatsächlich umgehen. Nicht nur die Botschaft nach außen zählt, sondern das tatsächliche Handeln bei der Personalgewinnung und Personalentwicklung. Schnell steht man mit einer schlechten Bewertung auf einem Arbeitgeberbewertungsportal wie kununu.com da.

Hier einige Ideen zur Nutzung von Social Media für das eigene Employer Branding:

  • Stellen Sie einen Imagefilm über Ihr Unternehmen auf www.youtube.de ein!
  • Erstellen Sie eine eigene zielgruppenspezifische Karrierewebseite!
  • Twittern Sie!
  • Präsentieren Sie sich auf Facebook und/oder Xing!
  • Schreiben Sie einen Arbeitgeberblog! oder besser noch
  • Lassen Sie die eigenen Nachwuchskräfte und Auszubildenden in Blogs über die Arbeit berichten!

Arbeitgeberbewertungsportale

Neben Social Media spielen auch Arbeitgeberbewertungsportale eine Rolle. Über das Internet informieren sich immer mehr Bewerberinnen und Bewerber über aktuelle oder potenzielle Arbeitgeber. Auf Bewertungsportalen können die Eindrücke anderer Bewerberinnen und Bewerber oder aktueller und ehemaliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Form von detaillierten Berichten nachgelesen werden. Die Kategorien der Bewertung reichen von Gehalt, Zusatzleistungen und Karriereaussichten bis hin zu Work-Life-Balance, kollegialem Zusammenhalt und Vorgesetztenverhalten.

Auf diesen Seiten können Sie sich als Arbeitgeber nicht nur über das eigene Image informieren, sondern diese auch aktiv zur Außendarstellung nutzen. Motivieren Sie Ihre zufriedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Bewertung abzugeben. Je mehr Bewertungen Sie sammeln, desto realistischer zeichnet sich Ihr Bild als Arbeitgeber ab.

Hier eine Auflistung der TOP 5 Arbeitgeberbewertungsportale in Deutschland:

  • Das zum Business-Netzwerk Xing gehörende Bewertungsportal Kununu ist mit über 1.350.000 Bewertungen zu über 280.000 Unternehmen und sehr detaillierten Bewertungskategorien die größte Plattform in Deutschland.
  • Mehr als 120.000 Unternehmen wurden bereits auf dem Bewertungsportal Jobvoting bewertet, welches als erstes Meinungsportal für Jobbewertungen in Deutschland startete.
  • Die Plattform Glassdoor ist in Amerika sehr erfolgreich und betreibt seit 2015 auch ein deutsches Portal.
  • Die Bewertungsplattform MeinChef bietet bereits Bewertungen von über 10.000 Arbeitgebern mit sehr detaillierten Bewertungskategorien an. Außerdem bietet die Plattform Widgets für die Webseiten beliebter Arbeitgeber an.
  • Auf der deutschen Plattform BizzWatch werden bereits mehr als 2.500 Arbeitgeber bewertet.

Zusammenarbeit mit Hochschulen und Schulen

Transportieren Sie Ihre Arbeitgebermarke direkt an den Nachwuchs. Nutzen Sie dazu die intensive Zusammenarbeit mit einer oder mehreren Schulen im regionalen Umfeld. Durch gezielte Maßnahmen in und mit Schulen sowie Hochschulen können Sie Ihre Stärken als guter Arbeitgeber Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden systematisch näher bringen. Auch hier einige Tipps:

  • Präsentieren Sie sich auf gut besuchten und bekannten Ausbildungs- und Hochschulmessen. Hier zählt nicht die Masse von Messeauftritten, sondern Kontinuität und spezifische Ausrichtung auf die Zielgruppen.
  • Schließen Sie Kooperationsverträge mit Schulen ab und beschreiben Sie ganz konkrete Maßnahmen zur Zusammenarbeit.
  • Nutzen Sie Praktikanten/innen, Studierende in dualen Studiengängen als Multiplikatoren Ihrer Employer Brand an der Universität oder Hochschule.
  • Sponsoren Sie Sportwettbewerbe oder andere Events, auf denen potenzielle Bewerbende anwesend sind.

Wettbewerbe und Gütesiegel für gute Arbeitgeber

Wie in vielen anderen Unternehmensbereichen (Qualität, Umwelt, Nachhaltigkeit, Sicherheit) gibt es auch verschiedene Gütesiegel für gute Arbeitgeber. Hierzu zählen u. a. das TOP JOB-Gütesiegel oder die Initiative Great Place to Work®, die jährlich Deutschlands beste Arbeitgeber in vier Größenklassen und nach den fünf Bewertungskategorien Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness sowie Stolz und Teamorientierung auszeichnet. Die Mitwirkung an solchen Initiativen ermöglicht im Optimalfall das Erlangen der Auszeichnung "guter Arbeitgeber". In jedem Fall erhalten die mitwirkenden Unternehmen eine Vielzahl von Hinweisen zur Verbesserung ihrer Attraktivität als Arbeitgeber.

Mitarbeiter als Markenbotschafter/innen nutzen

Die Arbeitgebermarke lässt sich hervorragend über die eigenen Mitarbeitenden transportieren. Aus dem Mund eines Freundes, eines Sportskollegen, einer Schulkameradin klingt eine Botschaft häufig viel glaubwürdiger, als aus Hochglanzbroschüren. Einige Beispiele für gute Botschafter/innen:

  • ehemalige Beschäftigte, die auch nach der Beschäftigung noch Kontakt zum Unternehmen haben,
  • Studierende, die erfolgreich ein Praktikum oder eine Studienarbeit absolviert haben (Gute Betreuung zahlt sich hier langfristig aus!),
  • Schüler/innen, die ein Berufspraktikum absolvieren oder einen Ferienjob im Unternehmen haben (Denken Sie besonders an KUKI - Kundenkinder und MIKI - Mitarbeiterkinder)

Einige Unternehmen haben auch die Chance, Kunden und Lieferanten als Träger Ihrer Markenbotschaft einzubeziehen.

Positive Candidate Experience erzeugen

Damit Arbeitskräfte und Unternehmen zusammenfinden können, sind es meist die Arbeit suchenden Fach- und Führungskräfte, die über eine Bewerbung den „ersten Kontakt“ zu einem Unternehmen herstellen. Es geht natürlich auch umgekehrt z. B. über Head Hunting, jedoch ist das eher die Ausnahme. Denn auch aufgrund des Demografischen Wandels und den damit einhergehenden Auswirkungen auf die Verknappung von Arbeitskräften geht die Entwicklung hin zu einem Kandidaten gesteuerten Arbeitsmarkt. In diesem stehen – zumindest in den Phasen des Marketings und der Ansprache – eher die Bedürfnisse der Bewerbenden als die konkreten Bedarfe der Unternehmen im Vordergrund. In diesem Sinne gestaltet sich ein stärker an Beziehungen orientierter Rekrutierungsansatz, in welchem die Candidate Experience, also die Summe aller Erfahrungen eines/r Bewerbers/in in einem Bewerbungsprozess mit meinen Unternehmen, wegweisend ist.

Arbeitskräfte, die auf der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive sind, schauen sehr genau hin, wie sich ein potenzieller Arbeitgeber gegenüber dem Markt präsentiert und wie einfach – oder eben schwer – es gemacht wird, sich beim Unternehmen zu bewerben. Folgende Leitfragen könnten einem/r Bewerber/in dabei durch den Kopf gehen:

  • Wer ist für mich da, wenn ich Fragen zum Unternehmen, zur ausgeschriebenen Stelle oder zum Bewerbungsverfahren habe?
  • Was genau möchte das Unternehmen von mir über meine Bewerbungsunterlagen erfahren?
  • Welche Bewerbungswege kann ich nutzen?
  • Wie erfahre ich Zwischenstände zum Bewerbungsverfahren?
  • Nach welchen Kriterien wird die Stelle besetzt werden?
  • Wie bin ich im Bewerbungsgespräch angekommen?
  • Aus welchen Gründen konnte ich im weiteren Auswahlverfahren/für die Stelle nicht berücksichtigt werden?
  • Inwieweit lohnt es sich für mich, mich später wieder bei dem Unternehmen zu bewerben?

Betrachten Unternehmen Bewerbungsprozesse als Chance, Kontakt zu vielen verschiedenen Fach- und Führungskräften auszubauen, die ggf. später als Mitarbeiter/innen im eigenen Unternehmen, als Kontaktpersonen bei Lieferanten oder Kunden tätig sind, werden sie sich darum bemühen, immer fair, wertschätzend und wohlwollend mit Bewerbenden umzugehen. Denn nur wenige bekommen den Job, aber viele haben einen Einblick in das Innere eines Arbeitgebers gewinnen können und fühlen sich entweder bestätigt „Es war gut, dass ich mich beworben habe. Es ist ein tolles Unternehmen, vielleicht klappt es bei einer anderen Stelle!“ oder sind enttäuscht „Das Unternehmen hält noch nicht mal im Bewerbungsprozess, was es auf seinen Hochglanzseiten verspricht!“ Sicher ist, insbesondere die Enttäuschten werden darüber reden, mit ihrer Familie, ihren Freunden/innen, Bekannten … oder auch über Social Media und die oben erwähnten Arbeitgeberbewertungsportale. Auf diese Weise werden Bewerbende, egal ob mit einer positiven oder negativen Candidate Experience, Botschafter für die Arbeitgebermarke eines Unternehmens.

TIPP: Nutzen Sie die „Ideenliste zur Verbesserung der Candidate Experience“ mit 3 x 5 Tipps eines guten Arbeitgeberimages durch gut gestaltete Bewerbungsprozesse! 

Controlling von Employer Branding (Brand Management)

Employer Branding 4Trueffelpix - FotoliaVergessen Sie nicht die Wirksamkeit der Employer Branding Maßnahmen zu controllen. Die Effekte können in verschiedenen Personalprozessen gemessen werden. In unserem Tool Effektivitätsanalyse Employer Branding finden Sie insgesamt 25 Kennzahlen aus den Personalprozessen, die Indikatoren für Ihr Employer Branding sein können. Zu diesen zählen z. B.:

  • Initiativbewerbungsquote,
  • Anzahl der Bewerbenden je Ausbildungsplatz,
  • Anzahl der Ferienjobber aus Mitarbeiterfamilien,
  • Frühfluktuationsrate,
  • Rate von Ausbildungsabbrüchen.

Weitere 20 Kennzahlen finden Sie nach den Personalprozessen Personalstrategie, Personalgewinnung, Personalentwicklung, Personalbindung sowie Personaltrennung gegliedert im Tool Effektivitätsanalyse Employer Branding.

Tipps des Perwiss-Teams: Wo kann man mehr zum Employer Brandig erfahren?

Mit dem Ziel dem Fachkräftemangel in der Gesundheitsbranche entgegenzuwirken, hat die Frankfurter Rotkreuz-Klinik auf ihrer Webseite eine Employer-Branding-Kampagne gestartet. Die Kampagne untergliedert sich in die vier Dimensionen Teamgeist, Zeit (für Patienten), Qualifikation und Wertschätzung. Unter dem Titel „Teamgeist erleben“ sollen die Inhalte potentielle Fachkräfte ansprechen. Die Kampagnenseite überzeugt mit neuen kommunikativen Konzepten und ansprechender Farb- und Sprachgestaltung. Weiterhin gibt es einen YouTube-Kanal der Kliniken. Besonders spannend sind die Image-Videos, die die Mitarbeitenden und ihre Tätigkeitsbereiche fokussieren.

Die Deutsche Employer Branding Akademie sieht „Employer Branding als Werttreiber für geringere Kosten, bessere Leistung, zufriedenere Kunden und mehr Umsatz“ (5 Seiten im PDF-Format). In einem weiteren Beitrag geht es darum, wie man „Mit Employer Branding als Arbeitgeber wettbewerbsfähig sein“ (3 Seiten im PDF-Format) kann. Auch schreibt die Akademie über „Die größten Missverständnisse rund um Employer Branding und die besten Argumente dafür“ (4 Seiten im PDF-Format).

In dem Artikel „Employer Branding als Wachstumshebel“ stellen Adel Gelbert und Angelika Inglsperger anschaulich die Employer-Wertschöpfungskette dar und bieten eine Reihe sehr guter Grafiken und Ansätze für das Controlling von Employer Branding. (9 Seiten im PDF-Format)

Eine vier Seiten umfassende Checkliste „Employer Branding“ liefert die Deutsche Employer Branding GmbH. Die Liste umfasst die folgenden Teilbereiche:

  • Strategische Grundlagen
  • Grundlagen der Kommunikation
  • Externe Anwendungen
  • Interne Anwendungen
  • Evaluation

"Kompetenzfokus Employer Branding – Kommunikationsanalyse zur Identifikation von Erfolgsfaktoren in der Talentansprache“ (26 Seiten im PDF-Format) heißt eine Präsentation der BrandPact GmbH Marketing Strategy Consulting , in welcher u. a. folgende Aspekte angesprochen werden:

  • Herausforderungen Employer Branding
  • Analyseprozess und Vorteile einer externen Analyse

Connie Voigt schreibt über "Mitarbeitende als Botschafter der Werte" und berichtet über Employer Branding-Konzepte für die Praxis. (12 Seiten im PDF-Format)

Die besten Bücher zum Thema Employer Branding:

41uJbrp0w8L. SX350 BO1204203200 Mit „Employer Branding - Strategien für die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität in KMU befasst sich Yvonne Buckesfeld in ihrem Buch aus dem Jahr 2012. Nachdem die Autorin auf die Grundlagen des Employer Brandings eingegangen ist, stellt sie den Ablauf eines Employer Branding-Prozesses vor. Abschließend werden Chancen und Risiken einer Employer Branding-Strategie in KMU diskutiert. ISBN-13: 978-3836687294

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41C13TcbRBL. SX339 BO1204203200 In „Employer Branding: Eine wissenschaftliche Analyse des State-of-the Art empirischer Untersuchung im Bereich Employer Branding“ (2012) gibt Peter Kuhs einen Überblick über den Stand der wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Employer Branding. Es werden verschiedene Aspekte beleuchtet sowie Ergebnisse gegenübergestellt. Zudem geht der Autor darauf ein, ob die bisherigen Maßnahmen im Employer Branding zu den Erkenntnissen der Untersuchungen passen und demnach als zielführend bezeichnet werden können. ISBN-13: 978-3639412178

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Employer Branding Buch3Unter dem Titel „Employer Branding: Die Arbeitgebermarke gestalten und im Personalmarketing umsetzen“ (2012) hat der DGFP e.V. sein Buch veröffentlicht. Anhand konkreter Unternehmensbeispiele zeigen die Autoren, wie strategisches Employer Branding gestaltet und operativ umgesetzt werden kann. Zudem werden die Besonderheiten des internal Branding, der Einsatz von Social Media sowie das Controlling im Bereich Employer Branding beleuchtet. ISBN-13: 978-3763938698

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Employer Branding Buch4Katja Nagel beschreibt in ihrem 2011 erschienenen Buch „Employer Branding: Starke Arbeitgebermarken jenseits von Marketingphrasen und Werbetechniken“ sieben Fallbeispiele aus der Praxis. Die Autorin geht in hierbei auf die wesentlichen Bedingungen ein, die eine gelungene Arbeitgebervermarktung ausmachen. ISBN-13: 978-3709303368

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Employer Branding Buch5Armin Trost hat das Buch „Employer Branding: Arbeitgeber positionieren und präsentieren“ (2013) herausgegeben. Hierbei richtet sich der Autor an Personalverantwortliche, die sich insbesondere mit Personalmarketing und -gewinnung beschäftigen. Verschiedene Methoden, wie beispielsweise der Umgang mit dem Web 2.0, werden betont und an Fallbeispielen illustriert. ISBN-13: 978-3472074854

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Mehr Wissen

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und lesen Sie aktuelle Studien im Bereich Trends Personalgewinnung. Nutzen Sie ebenfalls unsere umfangreichen Linktipps und die ausgewählten Buchempfehlungen zum Employer Branding.

Falls Sie externe Unterstützung bei der Entwicklung Ihres Employer Brandings suchen, dann finden Sie hier Anbieter zur Beratung. Wir haben für Sie eine Übersicht verschiedener Beratungseinrichtungen im Bereich Employer Branding zusammengestellt.

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