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E-Recruiting

thema_e_recruitingWie groß ist Ihr "E"-Anteil bei der Personalgewinnung?

E-Recruiting als spezielle Form der Personalrekrutierung mittels computer- und webbasierter Medien ist stetig auf dem Vormarsch. Doch ist die Personalgewinnung mittels Inter- oder Intranet und geeigneter E-Recruiting-Software auch der Königsweg? 

Wie weit hat sich E-Recruiting durchgesetzt und welchen Nutzen bringt es gegenüber "klassischen" Personalgewinnungsverfahren?
Die Studien „Recruiting Trends 2011“ und „Bewerbungspraxis 2011“ der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Monster Worldwide Deutschland GmbH verdeutlichen, dass Personalrekrutierung schon heute zum überwiegenden Teil unterstützt durch moderne Informationstechnologien stattfindet. Fast 70 Prozent der Stellensuchenden nutzen Internetstellenbörsen und 75 Prozent bevorzugen Bewerbungen auf dem elekronischen Weg. Aus Unternehmenssicht dominieren die neuen Medien. 87 Prozent der neuen Stellen werden über die Unternehmenswebsite und 61 Prozent über Stellenbörsen ausgeschrieben.

Die Anwendungsbereiche von E-Recruiting sind breit gefächert und decken fast alle Bereiche der „klassischen“ Personalrekrutierung ab. So kann E-Recruiting die Erarbeitung von Stellenausschreibungen, das Online-Personalmarketing, die Bewerberselektion (einschließlich der Durchführung von Assessment Centern), das Bewerberranking und das Bewerberbeziehungsmanagement unterstützen. Im Optimalfall werden die Daten nach der Personalauswahl in das Personalentwicklungssystem bzw. in die digitale Personalakte übernommen.

Als Vorteile von E-Recruiting können genannt werden:

  • Zeitfaktor: Anzeigen können sehr schnell geschaltet werden (kein Anzeigenschluss wie bei Printmedien), sind rund um die Uhr verfügbar,
  • Kostenfaktor: im Vergleich zu Printmedien sind Internetstellenanzeigen bedeutend kostengünstiger,
  • Aktualität: Datenbanken (Stellenanzeigen, Bewerberprofile) werden nahezu täglich aktualisiert,
  • Interaktion: Kontakt zwischen Unternehmen und Kandidaten kann schnell und direkt per E-Mail erfolgen, Bewerberreaktion nach wenigen Minuten möglich,
  • Reichweite: nahezu unbegrenzt, da Internet überall verfügbar ist,
  • lange Präsenz der Informationen: Anzeigendauer kann ohne großen Mehraufwand verlängert werden,
  • zusätzliche Informationen: durch Verlinken zur unternehmenseigenen Homepage sind detaillierte Informationen zu Stellen, Unternehmen etc. abrufbar und
  • Vorauswahl: durch Matching-Verfahren werden Angebots- und Nachfragedaten abgeglichen.

Zu den Nachteilen von E-Recruiting sind vor allem zu zählen:

  • Risiken automatischer Vorselektion,
  • Unpersönlichkeit des Bewerbungsverfahrens,
  • Fehlende Standards,
  • Anschaffungs- und Wartungskosten für spezielle E-Recruiting-Software (siehe auch Tool Entscheidungshilfe E-Recruiting-Software),
  • Softwareprobleme sowie
  • mangelnde Datensicherheit.

Jedoch können diese Nachteile bei ausreichender Vorbereitung der Umsetzung von E-Recruiting-Maßnahmen mehr als kompensiert werden. Die Vorteile überwiegen und es kann resümiert werden:

E-Recruiting kennt keine Öffnungszeiten und Grenzen! Rund um die Uhr ist der globale elektronische Stellenmarkt verfügbar!

Beschäftigt man sich mit E-Recruiting spielen die über 600 Jobbörsen eine zunehmend wichtige Rolle. Zu den bekanntesten gehören sicher JobpilotStepStone.de, JobScout 24,  Monster.de, während andere auf bestimmte Zielgruppen wie ingenieur24.de eher Insidern bekannt sind. Eine Zusammenstellung der wichtigsten Jobbörsen einschließlich deren Kosten sowie einen Überblick über ausgewählte Software zur Unterstützung von E-Recruiting-Prozessen haben wir im Tool E-Recruiting-Wegweiser zusammengestellt.

Einen Überblick zu Software für die Unterstützung von E-Recruiting haben wir ebenfalls online zusammengestellt. Unser Tool Entscheidungshilfe E-Recruiting-Software unterstützt die Entscheidungsfindung und das Auswahlverfahren für eine geeignete E-Recruiting-Software.

Weitere hilfreiche Detailinformationen zum E-Recruiting finden Sie in den Perwiss-Rubriken LiteraturKennzahlen, Trends und Links.

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