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Diese Kompetenzen braucht ein Personaler!

Bildnachweis: pathdoc - stock.adobe.com

Planung, Steuerung und Kontrolle des Personalwesens – das sind drei Tätigkeiten, für die der oder die Personalverantwortliche einige Kompetenzen mitbringen sollte. Der Bereich Human Resources besteht nicht nur aus dem Führen von Vorstellungsgesprächen, sondern er bestimmt makroperspektivisch gesehen die gesamte Unternehmensentwicklung mit, denn ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nachfolgend erfahren Sie, welche Qualifikationen Ihr zukünftiger HR-Manager bzw. Ihre zukünftige HR-Managerin auf jeden Fall mitbringen sollte.

Die Aufgabengebiete

Alle Angelegenheiten, die das Personal betreffen, fallen in den Zuständigkeitsbereich eines Personalers bzw. einer Personalerin. Durch Rücksprache mit den Fachabteilungen erfährt er bzw. sie, ob neue Mitarbeitende benötigt werden oder ob derzeit sogar zu viele angestellt sind. Durch die Selektion von Bewerbungen und das Durchführen von Vorstellungsgesprächen ist die verantwortliche Person entscheidend am Einstellungsprozess neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt. Zudem regelt sie bzw. er das interne Wissensmanagement. Speziell im schnelllebigen digitalen Bereich sind stetige Weiterbildungen elementar wichtig. Interne wie externe Personalentwicklungsmaßnahmen sind mit den jeweiligen Fachbereichen und den betreffenden Mitarbeitenden abzustimmen sowie inhaltlich und organisatorisch vor- und nachzubereiten. Gleichzeitig muss er in der Lage sein, die Personaleinsatzplanung bedarfsgenau zu steuern. Die Sammlung personalrelevanter Daten sowie die Auswertung von Mitarbeiterbeurteilungen bilden die Grundlage für die lohn- und gehaltsrelevanten Verhandlungsgespräche.

Je nach Unternehmen unterscheiden sich die Zuständigkeitsbereiche bzw. die Wichtigkeit einzelner Maßnahmen der Personalverantwortlichen. Wenn das Unternehmen viel Wert auf Frauenförderprogramme legt, dann liegt ein HR-Manager bzw. eine HR-Managerin mit Erfahrungen in diesem Bereich im Vorteil gegenüber den Mitbewerbern. Um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, liegen die Hauptmaßnahmen des Personalmanagements im bundesdeutschen Durchschnitt im Gesundheitsmanagement, in der Nachfolgeplanung, im Personalmarketing sowie in der demografischen Personalplanung.

Notwendige Kompetenzen und Qualifikationen eines Personalmanagers

Folgende Schlüsselqualifikationen oder auch Soft-Skills sollte ein kompetenter HR-Manager bzw. eine kompetente HR-Managerin auf jeden Fall mitbringen:

  • Organisationsfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit, diplomatisches Geschick
  • Tiefgreifende Kenntnisse im Arbeits- und Sozialrecht sowie im Datenschutz
  • Zielstrebigkeit, unternehmerisches Denken und Handeln
  • Erfahrungen im Projektmanagement
  • IT-Kenntnisse
  • Fremdsprachen
  • Kenntnisse im Mobile Recruiting (Linkedin, Xing, …)

Muss ein kompetenter Personal-Verantwortlicher einen Studienabschluss haben?

„Wir beobachten deutlich einen Trend zur Akademisierung und Höherqualifizierung“, so Prof. Jutta Rump, Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) an der Fachhochschule Ludwigshafen. Aufgrund der zunehmenden Professionalisierung der HR-Branche ist die Frage, ob ein Personalverantwortlicher bzw. eine Personalverantwortliche einen Studienabschluss haben sollte, generell zu bejahen. Auch die akademische Landschaft hat sich dahingehend angepasst. Zwar werden nach wie vor auch personalrelevante Inhalte in einem BWL-Studium vermittelt, doch gibt es mittlerweile auch Studiengänge, die sich explizit dem Bereich Human Resources verschrieben haben. Besonders gern gesehen sind berufsbegleitende Studiengänge, wie beispielsweise das Fernstudium Personalmanagement.

Auch eine spezielle Weiterbildung zum Personalkaufmann ist möglich. Die Weiterbildung zum geprüften Personalfachkaufmann bzw. zur Personalfachkauffrau (IHK) richtet sich vornehmlich an berufserfahrene und ausgebildete Einzelhandels-, Industrie-, Großhandels- oder Hotelkaufleute.

Natürlich ist auch der Quereinstieg möglich. Wer sich im Praktikum gut bewiesen hat und sich in die unternehmensinterne Arbeitsabläufe integriert hat, kann durch Weiterbildungen zum Personaler bzw. zur Personalerin „herangezüchtet“ werden.

Auch, auch Personalverantwortliche müssen sich fachlich stetig weiterbilden
Nicht nur die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden ist wichtig, sondern auch die des Personalers bzw. der Personalerin.