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Auslandsentsendung von Mitarbeitern (Expats)

Frau_im_HafenFotolia_25500665_XSAdam Gregor - Fotolia.comDie Anzahl der Auslandsentsendungen von Mitarbeitern (Expats) steigt kontinuierlich an!

Diesen Trend belegen Studien aus aus den Jahren 2008 bis 2010. Von 2005 bis 2008 stieg die Anzahl der Auslandsentsendungen laut Mercer-Studie "Benefits Survey for Expatriates and Globally Mobile Employees 2008/2009" um 90 Prozent.

Selbst während der weltweiten Wirtschaftskrise weist der Mercer "International Assignments Survey 2010" ein Ansteigen der  Anzahl der Auslandsentsendungen um vier Prozent aus.

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Wichtige Ziele von Auslansentsendungen sind:

  • der Aufbau von Tochtergesellschaften an internationalen Standorten,
  • die Betreuung von internationalen Projekten und Kunden vor Ort,
  • die Personalentwicklung (Karriere-, Nachfolgeplanung) von Fach- und Führungskräften,
  • der Technologie- und Wissenstransfer an internationale Standorte und
  • die Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit.

Begriffserlärung:

Mit dem Begriff Expatriat - kurz Expat - werden Mitarbeitende international agierender Unternehmen bezeichnet, die im Auftrag des Unternehmens vorübergehend ins Ausland gesendet werden. Eine Einbürgerung der Entsandten findet in der Regel nicht statt. Oft sind es Führungskräfte, die im Ausland Erfahrungen sammeln.

Auch Fragen der Fachkräftegewinnung bzw. des Fachkräftemangels auf Grund der demografischen Entwicklung spielen bei Auslandsentsendungen von Beschäftigten zunehmend eine wichtige Rolle.

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Bei der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland sind eine Reihe rechtlicher Fragen zu berücksichtigen. Dazu gehören insbesondere Fragen zum Sozialversicherungsrecht (bspw. Expat Krankenversicherung), zum Steuerrecht (z. B. Lohnsteuer bei Auslandsentsendung), zum Arbeitsrecht (u.a. Expat Verträge) und zum Ausländer-, Aufenthalts- und Erlaubnisrecht. Auf diese Fragen haben sich verschiedene Beratungseinrichtungen spezialisiert. Aber auch bei den Industrie- und Handelskammern erhalten Unternehmen fachkundige Unterstützung.

Eine Auslandsentsendung kann in folgende Hauptphasen geliedert werden:

  • Identifikation der geeigneten Kandidaten anhand vorab definierter Auswahlkriterien,
  • Vorbereitung der Expats auf den Auslandseinsatz (insbesondere Training von kommunikativen und interkulturellen Kompetenzen, Klärung rechtlicher Fragestellungen, organisatorische Fragestellungen, Planung der weiteren Karriere und der Laufbahn),
  • Auslandseinsatz (Fachliche, personalwirtschaftliche und bei Bedarf psychologische Betreuung während des Auslandseinsatzes) und
  • berufliche Reintegration und private Wiedereingliederung nach der Rückkehr.

Da ein Expat im Verhältnis zu einem inländischen Beschäftigten das 2- bis 3-fache an Kosten verursacht, ist es um so wichtiger, Abbrüche von Auslandsentsendungen zu vermeiden und die Reintegration sowohl im Sinne des Unternehmens, aber auch des Expats zu gestalten.

Mit unseren weiterführenden Informationen und unserem Tool Zielbasierte Kompetenzprofile möchten wir Personalverantwortlichen Anregungen geben, den Prozess von Auslandsentsendungen systematisch, konfliktarm und effektiv zu gestalten. Unsere der Linkliste Auslandsentsendung mit kurzen verständlichen Erläuterungen beinhaltet u. a. Verweise auf Checklisten zur Vorbereitung von Auslandsentsendungen. Verschiedene Studien zum Thema finden Sie unter Trends. Einen vertieften Einstieg in das Thema ermöglichen unsere Literaturempfehlungen. Bei der Auswahl von externen Experten hilft Ihnen unsere Liste von Beratungseinrichtungen zu Fragen der Auslandsentsendung.

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