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Aus Gründen der Rechtssicherheit sollten beim Arbeitsvertrag einige Aspekte beachtet werden

Anja Götz - stock.adobe.com

Sobald in einem Bewerbungsverfahren der richtige Kandidat für eine ausgeschriebene Stelle gefunden ist, geht es um den Abschluss des Arbeitsvertrages. Dieser muss gewissen Standards entsprechen, um die größtmögliche rechtliche Sicherheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu bieten. Damit sich HR-Abteilungen mit der Erstellung leichter tun und juristisch auf der sicheren Seite sind, gibt es Angebote für Textbausteine, Vorlagen und Auszügen aus entsprechender Fachliteratur.

 

Die richtige Wahl des Arbeitsvertrages

Damit der Arbeitsvertrag die wesentlichen und notwendigen Punkte enthält, geht es in einem ersten Schritt darum, den passenden zu finden. Unterschieden wird zwischen unbefristeten oder befristeten Verträgen, zudem gibt es projektbezogene Arbeitsverträge und Aushilfsverträge. Damit ist festzulegen, welches Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer begründet wird.

Wichtige Punkte beim Arbeitsvertrag beachten

Mit der Erstellung eines Arbeitsvertrages sind verschiedene Rechte und Pflichten als Arbeitgeber verbunden. Grundsätzlich ist die Gestaltungsfreiheit für die Erstellung von Arbeitsverträgen beschränkt, auch wenn sie formfrei sind. Zudem entsteht ein gewisser rechtlicher Anspruch aufgrund zahlreicher gesetzlicher Vorschriften und Betriebsvereinbarungen, die angewandt werden müssen.

Als wichtige Klauseln, die in einem Arbeitsvertrag berücksichtigt werden müssen, gelten in einem ersten Schritt die Vertragsdauer, aber auch Abmachungen in Bezug auf eine Befristung und eine vereinbarte Probezeit. In der Folge geht es um eine Tätigkeitsbeschreibung, die in Form einer Klausel beschrieben werden sollte. Diese muss allerdings nicht sehr detailreich sein, da sonst die Aufgabenspannweite deutlich eingeschränkt wird. In der Folge kann ein flexibler Einsatz des Arbeitnehmers schwierig werden.

Eine weitere Klausel umfasst die Vereinbarung über die wöchentliche Arbeitszeit, sowie tägliche Pausen und die Erbringung von Überstunden. Grundsätzlich kann die Arbeitszeit-Klausel zwar vertraglich vereinbart werden, wobei eine wöchentliche Arbeitszeit festgelegt wird. Gleiches gilt für eine Pausenregelung. Dabei wird meist festgelegt, dass Pausen nicht als Arbeitszeit zu werten sind. Einen wichtigen Aspekt ist eine Festlegung wie mit geleisteten Überstunden im Unternehmen umgegangen wird. Klar ist, dass diese stets durch Freizeit oder eine zusätzliche Abgeltung dem Arbeitnehmer gewährt werden müssen. Zu vermeiden ist in diesem Zusammenhang, dass Überstunden durch das Gehalt abgegolten werden. Dies ist klar nicht rechtsgültig und sollte in jedem Fall vermieden werden, da sie sonst das Risiko einer gerichtlichen Auseinandersetzung erhöhen.

Weitere Klauseln in einem Arbeitsvertrag umfassen die vereinbarte Gehaltshöhe sowie etwaige Sonderzahlungen und Prämien, die meist als Bestandteil des Arbeitsentgelts bzw. Gehalts gewertet werden. Meist werden dazu zum einen das monatliche Bruttogehalt sowie zum anderen der Zeitpunkt dessen Auszahlung festgehalten. Individuelle Sonderzahlungen und Prämien können ebenfalls in einer Klausel des Arbeitsvertrages vereinbart werden. Gibt es keine derartigen Regelungen im Unternehmen, sollte dies aus Gründen der Rechtssicherheit ebenfalls schriftlich mit dem Arbeitnehmer vereinbart werden.

Arbeitsverträge rechtssicher erstellen

Gerade in großen Unternehmen, aber auch in kleinen Firmen ist die Erstellung von Arbeitsverträgen, die beiden Seiten Rechtssicherheit bieten, oft mehr lästige Pflicht und mit hohem Aufwand verbunden. Abhilfe schaffen entsprechende Vorlagen, die online zu finden sind, aber auch individuelle Textbausteine, die Anbieter nach gültiger Rechtsauffassung verfassen und im Internet verkaufen. Ein besonders reiches Angebot an aktueller Fachliteratur für die Erstellung eines Arbeitsvertrags führt der Haufe Onlineshop. Dort gibt es nicht nur Bücher, die rechtliche Fragen klären, sondern auch passende Software mit der die HR-Verantwortlichen die Arbeitsverträge ganz leicht und problemlos erstellen können.

Informationen zum Autor dieses Beitrags

oliver lilieFoto: Dirk Mahler

Oliver Lilie ist Arbeitswissenschaftler und geprüfter HR-Manager. Seit 1998 leitet er die MA&T Organisationsentwicklung GmbH als geschäftsführender Gesellschafter. Er begleitet und berät Unternehmen bei der Strategieentwicklung und der Gestaltung von Arbeitsprozessen. Führung, Personalmanagement und Change zählen zu seinen Trainingsthemen. Als einer der Hauptredakteure auf Perwiss befasst er sich insbesondere mit Arbeit 4.0, Führung und New Work.