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Personalgewinnung offline: Die erfolgreichsten Strategien

Marco2811 - Fotolia.com

Im digitalen Zeitalter unterschätzen viele Unternehmen, wieviel Aufwand nötig ist, um die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Personal-Recruiting umfasst weitaus mehr als nur eine Online-Anzeige. Schließlich möchten Sie nicht nur irgendwelche Bewerberinnen und Bewerber anheuern, sondern Fachkräfte einstellen, die mit ihrer Qualifikation und Persönlichkeit optimal ins Team passen. In diesem Zusammenhang hat das Konzept „Active Sourcing“ aktuell an Bedeutung gewonnen.

Anstatt auf Bewerbungsschreiben zu warten, versuchen Unternehmer gezielt, mit geeigneten Kandidaten und Kandidatinnen Kontakt aufzunehmen. Solch eine „aktive“ Suche beschränkt sich nicht auf Internetportale. Vielmehr sollten Sie als Arbeitgeber alle verfügbaren Wege nutzen, um Ihre Zielgruppe zu erreichen. Zu diesem Zweck bietet dieser Artikel eine Übersicht über die effektivsten Strategien, Personal offline anzuwerben.

Messen und Events

Messeveranstaltungen bieten eine ideale Gelegenheit für „Active Sourcing.“ Hier können sich Firmen vorstellen und so das Interesse von Jobsuchenden wecken. Dabei spielt die visuelle Präsentation eine entscheidende Rolle. Ob Besucherinnen und Besucher an Ihrem Stand Halt machen, hängt davon ab, welchen Eindruck Sie auf den ersten Blick hinterlassen. Dementsprechend sollten Sie in einen Messestand investieren, der Professionalität und Individualität ausstrahlt. Das gelingt am besten mithilfe einer Druckerei, die sich auf Messesysteme spezialisiert hat. Bei solch einem Anbieter können Sie entsprechende Installationen ganz einfach online bestellen. Je nach Bedarf und Budget haben Sie die Auswahl zwischen verschiedenen Dimensionen, darunter:

  • klappbare Messetheken
  • runde Werbesäulen
  • aufstellbare Messewände.

Print-Anzeigen

Auch wenn es scheint, als ob unser Alltag nur noch im World Wide Web stattfindet, sollten Sie auf herkömmliche Kommunikationsmittel nicht verzichten. Laut einer aktuellen Studie lesen mehr als die Hälfte aller Deutschen nach wie vor Zeitungen. Für Arbeitgeber ist es deshalb empfehlenswert, auch in gedruckten Formaten zu inserieren. Dadurch können Sie gleichzeitig besser steuern, welche Leser und Leserinnen sie ansprechen. Während eine Online-Anzeige mit einem Klick für sämtliche Nutzer zugänglich ist, sortiert beispielsweise eine Anzeige im Handelsblatt bereits alle Leser und Leserinnen aus, die keine spezifischen Interessen und Kompetenzen mitbringen.

Plakat- und Außenwerbung

Besonders auf regionaler Ebene sind Plakate ein wirksames Mittel, um ein bestimmtes Publikum zu erreichen. Ein Online-Inserat geht in der Flut an Werbeanzeigen schnell unter, wogegen ein großflächiges Standbild schwer zu übersehen ist. Außerdem kostet diese Variante vergleichsweise wenig: Innerhalb eines begrenzten Zeitraums können Sie Werbeflächen bereits für einige hundert Euro mieten. Insgesamt finden sich in Deutschland mehr als 200.000 Standorte mit solchen Werbeflächen. Dazu zählen unter anderem:

  • Großflächenplakate
  • Litfaßsäulen
  • City-Light-Boards (Plakate in verglasten und beleuchteten Vitrinen)
  • Transportmedien (Schriftzüge auf Straßenbahnen, Bussen, etc.).

Mitarbeiter werben Mitarbeiter

Diese Form der Offline-Akquise ist so simpel, dass viele Arbeitgeber sie übersehen. Auch beim Recruiting gilt oftmals die Devise: Vitamin B ist die beste Medizin. Zögern Sie nicht, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt anzusprechen und Empfehlungen aus deren Bekanntenkreis einzuholen. Schließlich können die Personen, mit denen Sie erfolgreich zusammenarbeiten, am besten Ihre Erwartungen und Vorstellungen einschätzen. Ebenso stellen die Geschäftspartner Ihres Vertrauens eine hilfreiche Ressource dar. Gemeinsam mit anderen Firmen lassen sich lokale Netzwerke aufbauen, über die Sie eigene Erfahrungen und aktuelle Informationen zum Arbeitsmarkt austauschen können.

Personalberatung

Immer mehr Unternehmen verlagern das Recruiting komplett nach außen und wenden sich an eine Agentur. In diesem Fall sucht ein externer Personalberater, auch genannt, nach geeigneten Bewerbern und Bewerberinnen. Natürlich hat ein solcher Service seinen Preis. Auf lange Sicht können Sie damit jedoch ein erhebliches Maß an Zeit und Kosten sparen. Wenn Sie bereits beim ersten Anlauf Arbeitskräfte einstellen, die genügend Qualifikationen und Berufserfahrung vorweisen, müssen Sie keine zusätzlichen Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen finanzieren. Außerdem verschaffen Sie sich durch einen Personalberater bzw. durch eine Personalberaterin Zugang zu exklusiven Netzwerken. Headhunter, die sich auf bestimmte Branchen spezialisiert haben, verfügen meist über eine Kartei von potenziellen Kandidaten. So können Sie gegebenenfalls auch Fachkräfte erreichen, die selbst nicht aktiv auf der Suche sind, aber auf Ihre Stellenausschreibung passen und sich für einen Jobwechsel interessieren könnten.   

Informationen zum Autor dieses Beitrags

oliver lilieFoto: Dirk Mahler

Sarah Rögner ist Arbeits- und Organisationspsychologin sowie ausgebildeter Karriere-Coach und ausgebildete Mediatorin. Seit 2011 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der MA&T Organisationsentwicklung GmbH. Sie trainiert und coacht Führungskräfte und begleitet Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Teams. Effektives Kommunizieren sowie der konstruktive Umgang mit Konflikten gehören zu ihren Trainingsthemen. Als eine der Hauptredakteurinnen auf Perwiss befasst sie sich u. a. mit Personalkommunikation, Mitarbeitermotivation und Personalentwicklung.