Studie "Praxis des Konfliktmanagements deutscher Unternehmen"
Die Studie von PricewaterhouseCoopers und der Europa-Universität Viadrina (Hrsg.) aus dem Jahr 2007 ist eine qualitative Folgebefragung mit direktem Zusammenhang zu der im Jahr 2005 veröffentlichten Ausgangsstudie. Die Autoren (Wellmann/Kraus/ Kampherm) benennen die Studie als eine Weiterführung der empirischen Forschung auf dem Gebiet des Managements von Konflikten zwischen Unternehmen in Deutschland.
Als zentrale Befragungsergebnisse werden von den Autoren der Studie benannt, dass
- auf Grund lückenhafter theoretischer Kenntnisse und mangelnder praktischer Erfahrungen mit außergerichtlichen Konfliktbearbeitungsverfahren diese zum Zeitpunkt der Befragung noch selten angewendet werden.
- insbesondere in Bezug auf die Kosten und die Dauer von Gerichtsverfahren Unzufriedenheit bei den befragten Unternehmen herrscht.
- unzureichende innerbetriebliche Kommunikation und Widerstände der Geschäftsleitung der systematischen Nutzung des gesamten verfügbaren Verfahrensspektrums durch die Unternehmen entgegen stehen.
- die Konfliktbearbeitungsprozesse in den meisten Unternehmen optimierungsbedürftig sind.
- außergerichtliche Verfahren aus Sicht der Unternehmen deutlich mehr Vorteile für die Konfliktbearbeitung aufweisen als das staatliche Gerichtsverfahren.
Quelle: Wellmann/Kraus/Kampherm in: PricewaterhouseCoopers/Europa-Universität Viadrina (Hrsg.): „Praxis des Konfliktmanagements deutscher Unternehmen“, Frankfurt am Main, 2007.
