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Sich selbst und Beschäftigte gesund führen

Wie führe ich gesund? Haben Sie sich diese Frage schon einmal selbst bzw. den Führungskräften in Ihrem Unternehmen gestellt? Zu einem großen Teil werden die Antworten nicht eindeutig sein und in sehr unterschiedliche Richtungen gehen. In einigen Fällen werden Sie ein Schulterzucken oder sogar ein Kopfschütteln ernten.

Eher können Sie sich diesem Thema bei einigen Führungskräften schon mit der Frage nähern: "Was macht Sie selbst und was macht Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter krank?" Die Antworten werden zeigen, Gesundes Führen ist ein ganz klares Kostenthema und dies in doppelter Hinsicht!

Inhalte dieses Beitrages


Im Seminar "Der gesunde Führungsstil" lernen Führungskräfte alltagstaugliche Maßnahmen zur persönlichen Gesundheitsförderung kennen. Sie können Gesundheitsgefahren für sich selbst und bei Mitarbeitern erkennen und üben gesundheitsfördernde Verhaltensweisen an vielen Praxisbeispielen. So werden Vorgesetzte für ihre eigene Gesundheit und für den Einfluss ihres Führungsverhaltens auf die Mitarbeitergesundheit sensibilisiert.


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Welchen Einfluss hat Führung auf die Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Schon über viele Jahre zeigen Studien immer wieder auf, dass ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Führung und Gesundheit der Beschäftigten besteht. Weit verbreitet ist ein zentraler Satz aus der im Jahr 2000 erschienenen VW-Studie von Professor Peter Nieder. Dieser stellt deutlich den Zusammenhang von Führung und Gesundheit bzw. in diesem Falle Krankheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar: "Eine Führungskraft nimmt ihren Krankenstand mit, wenn sie versetzt oder befördert wird!" Im Jahr 2002 kommen Ilmarinen und Tempel in einer Studie zu dem Ergebnis: „Gutes Führungsverhalten und gute Arbeit von Vorgesetzten ist der einzige hoch signifikante Faktor, für den eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zwischen dem 51. und 62. Lebensjahr nachgewiesen wurde." Eine INQA-Studie aus dem Jahr 2005 belegt: Wichtig für "Gute Arbeit" sind Anerkennung und Wertschätzung der Person. Die Fürstenberg-Performance-Studie aus dem Jahr 2010 kommt zu dem Ergebnis, dass sich 60 Prozent der Befragten durch die Bedingungen am Arbeitsplatz belastet fühlen. 27 Prozent nennen in dieser Studie bei den größten Problemen am Arbeitsplatz mangelnde Anerkennung.

Der DAK Gesundheitsreport 2014 weist als Einflussfaktoren auf die Höhe des Krankenstands geringe Arbeitslosigkeit, hohe Arbeitsbelastung und ein schlechtes Betriebsklima aus. Auf die letzten beiden Faktoren haben Führungskräfte maßgeblichen Einfluss.

Im Gesundheitsmonitor (2015), der jählich von der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Barmer GEK herausgegeben wird, geben etwa 25% der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Vollzeit an, dass sie nicht glauben, das eigene Arbeitstempo dauerhaft durchhalten zu können. Weiterhin erreichen 18% der Befragten oft die eigenen Leistungsgrenzen und 23% der Befragten arbeiten gänzlich ohne Pausen.

Ein weiteres durch Führung stark beeinflusstes und zunehmend auftretendes Problem ist der Präsentismus. Präsentismus stellt das Gegenteil von Absentismus, dem umgangssprachlich als "Krankfeiern" bekannten Sachverhalt, dar. Studien aus den USA kommen zu dem Ergebnis, dass die durch Präsentismus verursachten Kosten fast dreimal so hoch sind wie der Produktivitätsverlust durch Fehltage. Auch auf diese Verhaltensweise von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben Führungskräfte maßgeblichen Einfluss. Sicher werden Sie dieses Verhalten auch schon in Ihrem Unternehmen beobachtet haben.

Begriffserklärung:

  1. Absentismus bezeichnet im arbeitssoziologischen und -psychologischen Kontext Fehlzeiten auf der Arbeitsstelle, die nicht durch Erkrankungen, sondern zum Beispiel durch fehlende Motivation oder private Probleme hervorgerufen werden.
  2. Als Präsentismus wird in Kreisen der Arbeitsmedizin das Verhalten von Arbeitnehmern bezeichnet, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, trotz Krankheit der beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Grund hierfür ist vorwiegend die Angst um den eigenen Arbeitsplatz.

Gutes gesundheitsorientiertes Führungsverhalten erhält also gesund - schlechtes Führungsverhalten senkt nicht nur die Leistungsbereitschaft, sondern kann letztendlich krank machen und führt in vielen Fällen zu Fluktuation. Was sind die Konsequenzen? Viele Unternehmen trennen sich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die häufig krank sind. Doch von wie vielen Führungskräften, die ihre Unterstellten krank machen, trennt sich ein Unternehmen? Welche Maßnahmen ergreifen Unternehmen, um ihre Führungskräfte für gesundes Führen fit zu machen?

Warum ist gerade heute gesundes Führen ein so wichtiges Thema?

2016 09 06 gesund Führen PuzzleAndres RodriguezDie demografische Entwicklung hat nicht nur Einfluss auf verschiedenste Bereiche der Gesellschaft, sondern schlägt sich auch in vielen Bereichen des Unternehmensalltags nieder. Unternehmen stehen nicht nur vor der Aufgabe im Kampf um die besten Arbeitskräfte konkurrenzfähig zu sein, sondern müssen auch ihre Beschäftigten über einen längeren Zeitraum als noch vor einigen Jahren physisch und psychisch leistungsfähig halten. Maßnahmen und Aktivitäten zur Gesunderhaltung der Beschäftigten und in diesem Zusammenhang natürlich Gesundes Führen können ein wichtiges Element der Arbeitgeberattraktivität sein, wenn sie tatsächlich gelebt und intern sowie extern kommuniziert werden. Für Arbeitskräfte wird es zunehmend wichtiger, in einem Umfeld zu arbeiten, das ihnen die Möglichkeit gibt, auch langfristig die Gesundheit zu erhalten. Das Verhalten der Führungskräfte ist ein entscheidendes Element dafür.

Ziehen wir hierzu ein Negativbeispiel aus dem Sport heran. Ein Trainer, der seinen Schützling auf hohem Niveau trainiert und diesen Wettkämpfe in Serie bestreiten lässt, kann häufig schnelle Erfolge erzielen. Voraussetzung sind natürlich Talent sowie Leistungswille bei dem Sportler bzw. der Sportlerin. Oftmals steigt jedoch durch zu viel Training und zu viele Wettkämpfe die Verletzungsanfälligkeit und die Sportler/innen brennen aus. Gern wird in diesem Zusammenhang der Begriff des "Verheizens" bemüht. Dieses "Verheizen" ist in vielen Unternehmen gerade bei Führungskräften selbst und bei Nachwuchstalenten noch Usus. Kurzfristige wirtschaftliche Erfolge werden vor langfristige physicher und zunehmend auch psychischer Gesundheit sowie Bindung der Talente und Nachwuchskräfte gesetzt. Spricht sich dies außerhalb des Unternehmens durch Mundpropaganda und zunehmend auch durch Social Media (z. B. kununu) herum, dann sind die Auswirkungen für die Personalgewinnung oftmals verheerend. Ein schlechtes Image wieder "aufzupolieren" dauert häufig Jahre, während ein positives Image innerhalb kürzester Zeit ruiniert sein kann.

Gesundes Führungsverhalten hat also nicht nur Einfluss auf den Krankenstand und die Fluktuation des eigenen Bereichs oder der eigenen Abteilung, sondern kann sich maßgeblich auf die Gewinnung und Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Unternehmen auswirken. Es ist im Optimalfall ein wichtiges Element der Arbeitgeberattraktivität.

Was ist gesundes Führen?

Führen in Bezug auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet, wenn man dem Kern verschiedener Definitionen von Führung (siehe u. a. Neuberger 2002) folgt, die zielgerichtete bzw. zielorientierte Beeinflussung von Personen. Gesundes Führen heißt demnach zielorientierte Beeinflussung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sich physisch und psychisch gesund zu erhalten. Ziele von Gesundem Führen sind die Senkung der körperlichen und psychischen Beschwerden sowie die Steigerung der Arbeitszufriedenheit. Effekte, die daraus resultieren, sind Senkung von Fehlzeiten und Fluktuation sowie Steigerung der Leistung. Insgesamt gesehen leistet Gesundes Führen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.

Betrachtet man Gesundes Führen unter dem Gesichtspunkt wer geführt wird, dann kann zwischen der Führung der unterstellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Selbstführung unterschieden werden. Gerade die eigene Gesunderhaltung vernachlässigen viele Führungskräfte. Während Fitness- und Ernährungsprogramme durchaus in Führungskreisen als chick gelten, werden andere wichtige Elemente der Erhaltung der eigenen Gesunheit vernachlässigt und oftmals ausgeblendet. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von eigenem Leistungsanspruch über Druck der eigenen Vorgesetzten bis hin zu mangelnder Selbstorganisationsfähigkeit. Besonderes bedeutsam wird der Aspekt der eigenen Gesunderhaltung der Führungskräfte, wenn mann berücksichtigt, wie wichtig das Vorleben von Verhaltensweisen ist.

  • Wie will ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern glaubhaft verdeutlichen, wie wichtig der Erholungswert von Pausen ist, wenn ich selbst keine Pausen mache?
  • Wie kann ich meine Unterstellten dazu bewegen, bei einer Grippe zu Hause zu bleiben, wenn ich mich selbst trotz Erkrankung zur Arbeit schleppe?

Jedoch wird Gesundes Führen und Gesundheitsmanagement von vielen Unternehmen noch als lästige Zusatzaufgabe empfunden. Ihnen ist nicht klar, welchen Einfluss die Gesunderhaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das wirtschaftliche Betriebs-, Abteilungs- bzw. Bereichsergebnis hat. Doch Gesundes Führen ist definitiv ein Kostenthema. Ein Tag Arbeitsunfähigkeit eines Beschäftigten verursacht im Unternehmen durchschnittlich Kosten von ca. 250,00 €. Fällt ein Mitarbeitender dauerhaft aus oder verlässt das Unternehmen, dann kommen Rekrutierungs und Einarbeitungskosten meist im fünfstelligen Bereich hinzu. Die Effekte, die durch Mundpropaganda und über andere Wege das Image als Arbeitgeber beeinflussen sind nur schwer messbar, jedoch nicht unerheblich. Ein gutes Hilfsmittel zur Ermittlung sogenannter Konfliktkosten, die u. a. auch durch schlechte Führung entstehen, ist das Tool "Konfliktkostenkalkulator".

Weitere Anregungen, um sich mit den Effekten von Betrieblichem Gesundheitsmanagement und Gesunder Führung auseinander zu setzen, gibt das Tool "Kennzahlenportfolio Betriebliches Gesundheitsmanagement".

Welche Arbeitsverhältnisse führen zu Stress und erschweren somit gesundes Führen?

2016 09 06 gesund Führen StressWojciech GajdaDie Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz sind ein wesentlichen Einflussfaktor auf die Spielräume, die Führungskräfte haben, um gesund führen zu können. Nicht jede Führungskraft hat die Entscheidungsbefugnisse, ungünstige Bedingungen sofort abzustellen. Das Wissen darum, welche Faktoren den Stresslevel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundsätzlich erhöhen, kann aber jeder Führungskraft dabei helfen, in Phasen mit großen Zeitdruck und besonderes Vorkommnissen besonders sensibel zu agieren.

Als Stress erzeugende Managementprozesse sind „Lean Management“ und „Downsizing“ zu nennen:

  • „Lean Management“ bedeutet „verschlanktes Management“ und geht mit der Einsparung von Ressourcen, z. B. von Stellen auf der Führungsebene, einher. Dadurch fehlen Ansprechpartner/innen und die in jeden Mitarbeitenden individuell investierte Führungszeit sinkt. Durch den Ansatz „just-in-time“ zu produzieren und zu liefern, steigt der Zeitdruck für alle Mitarbeitenden und Fehler können weniger gut kompensiert werden.
  • „Downsizing“ beschreibt den Prozess des systematischen Personalabbaus, der Spuren bei allen Beteiligten hinterlässt. Zunächst gibt es die „Opfer“ der Kürzungen, die Ihren Arbeitsplatz verlieren, aber auch die im Unternehmen verbleibenden Mitarbeitenden leben nun täglich mit der Angst, die oder der nächste auf der roten Liste zu sein. Entlassungsgespräche zu führen, ist ebenso für Führungskräfte belastend und kann innere Konflikt hervorrufen, wenn diese die Entlassungsentscheidung zwar umsetzen müssen, selbst aber nicht vertreten.

Neben den Managementprozessen erzeugen auch prekäre Beschäftigungsverhältnisse Stress:

  • Arbeitszeitflexibilisierung: Wenn die Arbeitszeit und der Arbeitsumfang stark vom Auftragsaufkommen abhängig sind, führt das zu einem immer weniger planbaren Arbeits- und Privatleben. Das bewusste Abschalten fällt schwer oder findet gar nicht mehr statt. Die Mitarbeitenden stehen ständig unter Strom.
  • Befristung: Ist eine Anstellung immer wieder mit einer Befristung versehen, ist das unweigerlich mit Unsicherheitsgefühlen beim/bei der Arbeitnehmer/in verbunden. Langfristige Entscheidungen und Planungen sind hier ebenfalls schwer möglich und schränken den Handlungsspielraum im Privatleben ein.
  • Segmentierung: Werden in einem Unternehmen neben den fest angestellten auch zeitweise beschäftigte Mitarbeitende eingesetzt, kann dies zu Spannungen führen. Das für reibungslose Prozessabläufe notwenige Wissen ist in seiner Fülle nur bei wenigen Mitarbeitenden vorhanden, die damit unweigerlich eine größere Verantwortung übernehmen. Dies und der erhöhte Abstimmungsbedarf mit immer wieder wechselnden Kollegen/innen kann als Stressfaktor empfunden werden.

Folgen dieser Arbeitsverhältnisse sind erhöhte Erkrankungsrisiken, sowohl in physischer als auch in psychischer Hinsicht. Darüber hinaus stellen sich für Unternehmen auch finanzielle Einbußen durch die geringere Produktivität der gestressten oder sogar kranken Mitarbeitenden ein und vermutlich wird auch die Fluktuation zunehmen.

Nicht immer lassen sich die benannten stress erzeugenden Bedingungen vermeiden. Sie treten in fast jedem Unternehmen zumindest zeitweise auf.

Unsere Tipps an Führungskräfte sind:

  • den Stresslevel der Mitarbeitenden regelmäßig zu reflektieren, z. B. mit dem Tool "Stressbarometer",
  • bei längeren Krankheitsphasen oder nach anderen Abwesenheitszeiten Rückkehrgespräche zu führen, z. B. mit Hilfe unseres Werkzeugs "Erfolgsfaktoren Rückkehrgespräche",
  • gezielt für Entspannung zu sorgen, z. B. unter Nutzung unseres Tool „5 Anti-Stressübungen“ und
  • nach Möglichkeit Arbeitszeitmodelle anzuwenden, die sowohl den Balangen der Firma als auch denen des/der Mitarbeiters/in gerecht werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, gesund zu Führen?

Die drei Hauptstrategien für Gesundes Führen sind:

  • Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung einsetzen,
  • Gesundes Verhalten vorleben und
  • Gesundheitsbezogene Rahmenbedingungen schaffen.

Das 4-Ebenen-Modell des gesundheitsförderlichen Führens von Spieß und Stadler aus dem Jahr 2007 gliedert in:

  1. ziel- und aufgabenorientiert Führen,
  2. mitarbeiterorientiert Führen,
  3. Arbeits- und Organisationsprozesse gestalten und
  4. gesundheitsförderliche Führungs- und Unternehmenskultur schaffen.

Im besten Fall sind Sie als Führungskraft vorausschauend und präventiv aktiv. In diesem Zusammenhang kann zwischen Verhältnis- und Verhaltensprävention unterschieden werden. Die Verhältnisprävention setzt an den äußeren Rahmenbedingungen an. Möglichkeiten der Einflussnahme im Zusammenhang mit Gesundem Führen sind z. B.:

  • Achten auf und Umsetzen von ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung,
  • ermöglichen von Beteiligung und Einräumen von Handlungsspielräumen oder
  • ausreichende Information und Kommunikation.

Die Verhaltensprävention setzt an den Beschäftigten selbst und ihrem Verhalten an. Einflussmöglichkeiten für die Gesunderhaltung sind z. B.:

  • Motivation zur Inanspruchnahme von Angeboten zur Gesundheitsförderung oder
  • Achten auf das Tragen von Arbeitsschutzkleidung und -hilfsmitteln.

Vielfältige Ideen und konkrete Umsetzungsmaßnahmen bieten unsere Tools zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Unsere "Checkliste Gesundes Führen" gibt Ansatzpunkte und Anregungen wie sich Führungskräfte selbst und ihre Beschäftigten psychisch und physisch gesund erhalten können. Mit unserer "Ideenliste Work-Life-Balance" geben wir Ihnen 20 Anregungen zur Stärkung der Ausgewogenheit von Berufs- und Privatleben. Zu unseren fünf Premiumtools (Mehr als 1000 Downloads!) zählt auch die "Toolbox Betriebliches Gesundheitsmanagement", die Führungskräften Anregungen für Maßnahmen zur Verbesserung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bietet.

Weiteres Wissen zum Gesunden Führen liefert unsere Linksammlung mit ausführlich beschriebenen Links in den Bereichen Basis- und Anwendungswissen.

Wie und wo kann ich gesundes Führen lernen?

2016 09 06 gesund Führen TrainingPixelot - FotoliaDie Angebote zur Unterstützung der Einführung und Umsetzung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement und seinen Teilaspekten sind mittlerweile sehr breit gefächert. So bieten beispielsweise Krankenkassen vielfältige Unterstützungsleistungen für Unternehmen an. Eine Vielzahl von Beratungseinrichtungen hat sich auf das gesamte Thema oder auch auf einzelne Elemente von Betrieblichem Gesundheitsmanagement spezialisiert. So gibt es auch Anbieter, die spezielle Seminare zu dem Thema "Gesundes Führen" anbieten. Wenn Sie sich für eine Schulung Ihrer Führungskräfte zu diesem Thema entscheiden, dann achten Sie beonders darauf, dass das Trainings- oder Seminarkonzept zum Entwicklungsstand und zu den Zielen Ihres Betrieblichen Gesundheitsmanagements passt. Kaufen Sie kein Angebot von der Stange, sondern  lieber einen Maßanzug der Ihnen passt. In einzelnen Teilsegmenten arbeiten Unternehmen auch zielgerichtet mit den Berufsgenossenschaften zusammen.

Nutzen Sie als Führungkraft unsere "Checkliste Gesundes Führen", um sich selbst und Ihre Mitarbeitenden gesund zu erhalten!

In unserer Beratungsliste BGM finden Sie eine Übersicht von Einrichtungen, die sich auf Betriebliches Gesundheitsmanagement spezialisiert haben. Wertvolle Informationen zum Thema finden Sie auch auf der Buchseite zu Gesundes Führen und aktuellen Trends im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement.


Gesundes Führen will gelernt sein!

Nicht selten unterschätzen Führungskräfte ihren Einfluss auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Sie sind der "Gesundheitsfaktor Nr. 1" im Betrieb. Ein gesunder Führungsstil kann dazu beitragen, dass Mitarbeiter motiviert, leistungsfähig und eng mit dem Unternehmen verbunden sind. Schlechte Führung hingegen ist für viele Mitarbeiter der Hauptgrund für eine „innere Kündigung“ und nicht selten Grund für einen Wechsel des Arbeitgebers.

Im Seminar "Der gesunde Führungsstil" lernen Führungskräfte alltagstaugliche Maßnahmen zur persönlichen Gesundheitsförderung kennen. Sie können Gesundheitsgefahren für sich selbst und bei Mitarbeitern erkennen und üben gesundheitsfördernde Verhaltensweisen an vielen Praxisbeispielen. So werden Vorgesetzte für ihre eigene Gesundheit und für den Einfluss ihres Führungsverhaltens auf die Mitarbeitergesundheit sensibilisiert.

Mehr Details zum Seminar

Logo der UBGM Unternehmensberatung Betriebliches GesundheitsmanagementDas Seminar "Der gesunde Führungsstil" ist ein Weiterbildungsangebot der UBGM - Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Die UGBM ist ein Team von Experten für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Sie führen in Betrieben und Behörden u.a. Mitarbeiterbefragungen, Gesundheitsanalysen, (Inhouse)Seminare und Workshops, Gesundheitstage und Firmen-Fitness-Programme durch. Zu Ihren Schwerpunkten zählen die Durchführung von Gesundheitsanalysen (z.B. Gefährdungsanalysen „Psychische Belastungen“), Implementierung von Betrieblichen Gesundheitsmanagementsystemen (BGM) und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM).

Zum Beratungsangebot der UBGM

Darüber hinaus schult die UBGM in offenen und Inhouse-Seminaren Mitarbeiter aus Unternehmen zu u.a. den Themen „Der gesunde Führungsstil“, „Berufliches und persönliches Stressmanagement“, „Burnout-Prophylaxe“, „Demografiemanagement“ und „Gesundheitszirkel“.

Zum Weiterbildungsangebot der UBGM

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http://www.gesundheitsmanagement24.de

Ziehen wir hierzu einen Vergleich aus dem Sport zu Rate. Ein Trainer, der seinen Schützling auf hohem Niveau trainiert und diesen Wettkämpfe in Serie bestreiten lässt, kann häufig schnelle Erfolge erzielen. Voraussetzung ist natürlich Talent sowie Leistungswille bei dem bzw. der Sportlerin. Oftmals steigt jedoch durch zu viel Training und Wettkämpfe die Verletzungsanfälligkeit und die Sportler brennen aus. Gern wird in diesem Zusammenhang der Begriff des "Verheizens" bemüht.

Tipps des Perwiss-Teams: Wo kann man mehr zum Wissensmanagement erfahren?

Mitarbeiterbefragung3vege - FotoliaIm Rahmen des BGW-Projektes "Führung und Gesundheit" (39 Seiten im PDF-Format) wurde ein Praxisleitfaden erstellt. der Leitfaden stellt u. a. arbeitswissenschaftliche Grundlagen, Aufgaben von Führungskräften im Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie konkrete Gesundheitsaufgaben von Führungskräften vor.

"Chefsache Gesundheitsmanagement: Als Führungskraft gesund bleiben – andere gesund führen"  (22 Seiten im PDF-Format) - so lautet der Titel einer Präsentation von Dr. Anna K. Matyssek. Thematisiert werden u. a. Ausiwrkungen von Führungsverhalten auf Gesundheit sowie kränkendes und gesundes Führungsverhalten.

In der Broschüre "Gesund führen heute“ (52 Seiten im PDF-Format), die von der Techniker Krankenkasse veröffentlicht wurde, sind konkrete Anregungen und Beispiele aus der Praxis zu finden. Anschaulich wird erklärt was Unternehmen tun können, um den Herausforderungen der demographischen Entwicklung begegnen zu können. Neben zentralen Voraussetzungen für Führungskräfte werden auch Vorschläge gemacht, wie sich Gesundheit und Wohlbefinden in älter werdenden Belegschaften erhalten und fördern lassen.

Paul Jiménez von der Universität Graz geht in einem Vortrag zum Thema "Gesundes Führen" (35 Seiten im PDF-Format) auf Konzepte und angewandte Theorien ein. Dabei informiert er u. a. über Aufgaben von Führungskräften im Arbeits- und Gesundheitsschutz und stellt das 4-Ebenen-Modell des gesundheitsförderlichen Führens vor.

Auf der Webseite und dem Podspot von Anne Katrin Matyssek finden Führungskräfte viele verschiedene Hinweise rund um das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement. Da Führungskräfte häufig eine Schlüsselstellung innerhalb dieser Thematik einnehmen, finden Sie unter anderem einen Selbst-Check, der sich mit dem „Führungsverhalten unter Stress“ beschäftigt.

 Für weitere Anregungen lohnt sich zudem ein Blick in die folgenden Bücher:

Haufe Gesund FührenViele Führungskräfte sehen sich in Ihrem Berufsalltag zunehmend mit hohen psychischen Belastungen konfrontiert. Wie es gelingt den vielen Herausforderungen zu begegnen und dem Druck standzuhalten, zeigt das Buch "Gesundes Führen mit Erkenntnissen der Glücksforschung" (2014). Mit aktuellen Erkenntnissen wird praxisnah erklärt wie den heutigen Arbeitsbedingungen und den damit einhergehenden gesundheitlichen Auswirkungen angemessen begegnet werden kann. Karlheinz Ruckriegel, Günter Niklewski und Andreas Haupt liefern konkrete Handlungsempfehlungen für eine gesundheitsorientierte Betriebsführung. Hierbei verknüpft das Autorenteam die Themen Gesundheit, Lebensqualität, Mitarbeitermotivation und Unternehmensproduktivität. ISBN-13: 978-3648055885

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978 3 17 031326 2 GIn dem Buch "Betriebliche Gesundheitsmanagement: Herausforderung und Chance" (2015) gehen Wulf Rössler, Holm Keller und Jörn Moock auf die Herausforderungen des heutigen Arbeitsmarktes ein und stellen sich die Frage: Wie kann es Unternehmen und Insititutionen gelingen, ihre Arbeitnehmer/innen zu stärken und als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben? Zudem werden die Problemfelder rund um Folgekosten und Steigerung der betrieblichen Produktivität thematisiert. ISBN-13: 978-3170248182

 

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GF LF Cover mlGesundheit und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeitenden hängt stark von dem Einfluss der Führungskräfte ab, allerdings neigen auch viele Führungskräfte dazu die eigene Belastungsgrenze zu überschreiten. Gesunde Führung in Form eines funktionierenden betrieblichen Gesundheitsmanagements thematisiert diese Aspekte. Der Trainer-Leitfaden zum Seminar "Gesund führen - sich und andere" (2011) liefert ein ausgereiftes Konzept, mit den man Führungskräfte für das Thema sensibilisieren kann. Der Leitfdaden von Anne Katrin Matyssek hält jede Menge Materialien bereit mit denen ein ganzheitliche Gesundheitsförderung im Betrieb gelingen kann. ISBN-13: 978-3839161265

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Uhlt Treier BGMThorsten Uhle und Michael Treier liefern mit dem Buch „Betriebliches Gesundheitsmanagement" (2013) ein Werk für Praktiker. Neben einem praxisorientierten Modell werden Instrumente vorgestellt, mit denen Problemlagen identifiziert und Erfolge gemessen werden können. Auch wird nützliches Anwendungswissen in den Bereichen Psyche, Körper, Wissen, Motivation und Verhalten vermittelt. Zusammen mit Tipps, Experteninterviews und Fallbeispielen präsentiert sich das Buch  als Werkzeugkasten für das betriebliche Gesundheitsmanagement. ISBN-13: 978-3642343667

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Fehlzeiten 2015 CoverWelche innovativen Strategien sind für Sie geeignet? Welches Qualitätsstandards sollten Sie einhalten? Diese und weiter Fragen beantwortet Ihnen der jährlich erscheinende Fehlzeiten-Report 2015. Unter dem Thema „Neue Wege für mehr Gesundheit – Qualitätsstandards für ein zielgruppenspezifisches Gesundheitsmanagement“ erhalten Sie von dem Autorenteam um Bernhard Badura Fachbeiträge, Statistiken, Krankheitsarten und Analysen. ISBN-13: 978-3662472637

 

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